Martin Hinteregger: “Es ist sehr, sehr ausgeschlossen”

6. Sept.

Foto: ServusTV/Leo Neumayr

Martin Hinteregger spricht bei "Sport & Talk" über seinen Rücktritt, ein mögliches Comeback im Profibereich sowie seine Leidenschaft: Helikopterfliegen.

Der im Sommer zurückgetretene Kultkicker Martin Hinteregger schließt ein Comeback im Profi-Fußball praktisch aus. Ulrike Nasse-Meyfarth und Gunnar Prokop erinnern sich an die Ereignisse um das Münchner Olympia-Attentat 1972. Und Philipp Eng hält Max Verstappen für ein Jahrhunderttalent. Das waren die wichtigsten Aussagen der aktuellen Sendung von "Sport & Talk aus dem Hangar-7":

FUSSBALL: MArtin Hinteregger im Talk

„Als ich in Gladbach war, habe ich angefangen, den Bergdoktor zu schauen. Da waren viele Szenen mit Hubschraubern und Rettungspiloten. Das wurde dann ein Traum, den ich mir vorstellen konnte, nach der Karriere zu machen.“
Martin Hinteregger erzählt, wie seine Leidenschaft für das Helikopterfliegen entstand.

„Wenn es um Leistung geht und man nicht mehr den Spaß und die volle Überzeugung hat, dass es wirklich das ist, was dich total erfüllt, hat es keinen Sinn mehr. Dann ist es besser, sich eine neue Herausforderung zu suchen. Es hat für mich einfach nicht mehr gepasst.“
Martin Hinteregger bereut seinen Rücktritt nicht.

„Ich vermisse natürlich sehr viel. Ich weiß es auch zu schätzen, dass mir nach wie vor sehr viele Menschen nachplärren. Deswegen kann ich glaube, ich auch sagen, dass ich in den letzten vier Jahren nicht sehr viel falsch gemacht habe.“
Martin Hinteregger blickt zufrieden auf seine Zeit in Frankfurt zurück.

„Wenn ich in mein Dorf komme, kennt mich jeder, und weiß, wie ich aufgewachsen bin und wirklich bin. Einige haben sich sicher mehr von mir erwartet. Aber ich habe nicht mehr den Mega-Ehrgeiz, alles aus mir herauszuquetschen. Ich will einfach ein bisschen Spaß haben und mit den Jungs kicken.“
Martin Hinteregger über seinen Wechsel in den Amateurfußball.

„Champions League zu spielen, ist nach der Weltmeisterschaft das Größte, was es gibt. Davon träumt jedes kleine Kind. Natürlich würde es mich reizen, ist ja ganz logisch. Aber ich weiß auch, wie viel Arbeit dahintersteckt und was der Weg dorthin bedeutet.“
Martin Hinteregger will sich den Aufwand UEFA Champions League nicht antun.

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MArtin Hinteregger: "es ist sehr, sehr ausgeschlossen"

„Ich denke schon, dass es sehr, sehr ausgeschlossen ist. Aber sag niemals nie. Doch mir geht es aktuell so gut und ich bin mit dem, was ich erreicht habe, mega, mega happy.“
Martin Hinteregger denkt nicht an ein Comeback im Profibereich.

„Jeder weiß, wie Salzburg spielt. Wenn einmal das Flutlicht angeht und ein Top-Gegner gegenübersteht, bringen sie auch immer die Leistung. Der dritte Platz wird auf jeden Fall drinnen sein, für den zweiten Platz wird es aber sehr schwer. Sollten sie es schaffen, dann ist es eine Riesenauszeichnung für den österreichischen Fußball.“
Martin Hinteregger traut Salzburg in der UEFA Champions League einiges zu.

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FORMEL 1: Eng über Verstappen

„Max ist ein wahnsinniges Jahrhunderttalent und in der Form seines Lebens. Er schafft es, immer besser zu werden. Er hat ein Auto, das zu hundert Prozent funktioniert und keine technischen Probleme hat. Und er hat ein Team hinter sich, das in der Exekutive überhaupt keine Fehler macht.“
Philipp Eng erklärt, warum Max Verstappen in diesem Jahr kaum zu schlagen ist.

„Sie haben am Anfang des Jahres gezeigt, dass sie aus der Box heraus das schnellste Auto haben und waren in den ersten Rennen sehr stark unterwegs. Sie haben immer noch ein gutes Auto, aber kriegen es in der Operative einfach nicht perfekt hin.“
Philipp Eng über die Pannenserie bei Ferrari.

MÜNCHEN 1972

„Ich bin zutiefst überzeugt, dass dieser Tag den ganzen olympischen Gedanken total verändert hat. Die Olympischen Spiele 1964 und 1968 waren noch große Sportfeste. Später war nur mehr überall Militär und Polizei. Es ist alles kontrolliert worden. Das einzige, was in München kontrolliert wurde, war das Frauendorf.“
Gunnar Prokop über die Folgen des Olympia-Attentats 1972 auf spätere Spiele.

„Avery Brundage war nicht der Freund Österreichs. Aber die Entscheidung, die er getroffen hat, war richtungsweisend für die ganze Zukunft. Man darf sich Terror nicht unterwerfen.“
Gunnar Prokop unterstützte die Entscheidung des IOC-Chefs, die Spiele fortzusetzen.

„Es hat sich wie im Krieg angefühlt. Wir waren uns überhaupt nicht bewusst, was vis-à-vis passiert. Es gab davor in Europa nie einen Überfall. Jetzt sind wir vor der Tatsache gestanden, dass etwas Schreckliches passiert und haben zwei, drei Tage gebraucht, um es zu realisieren, dass es so viele Tote gegeben hat.“
Kameramann Alfons Wasmuth über seine Erinnerungen an den Münchner Terrorakt.

„Für mich bleibt trotzdem die Erinnerung an München, dass es vom Konzept und von der ganzen Planung, abgesehen von dem schrecklichen Attentat, die schönsten Spiele waren, die ich erlebt habe.“
Robert Seeger über die Olympischen Spiele 1972.

"Wir hatten Angst, dass noch mehr passieren könnte"

„Ich habe mich nicht zu diesem Ort hinbewegt, sondern nur das verfolgt, was im Fernsehen zu sehen war, nicht mehr. Ich wollte da nicht hingehen. Wir hatten Angst, dass noch mehr passieren könnte.“
Ulrike Nasse-Meyfarth blieb während des Attentats in ihrem Zimmer.

„Ich habe mir gedacht, dass ich nicht mehr so im Fokus stehe und andererseits, dass sich in den Jahren darauf jeder eher an meinen Olympiasieg erinnern wird als an die Opfer dieses Attentats. Deshalb erzähle ich immer beides zusammen, wenn es um die Spiele 1972 geht. Das gehört aufgrund meiner Gefühlssituation, in der ich mich befand, unbedingt dazu.“
Ulrike Nasse-Meyfarth erlebte in jenen Tagen ein Wechselbad der Gefühle.

„Das Training ist weitergegangen. Wenn sich Leute vier Jahre vorbereiten, glauben sie nicht daran, dass jetzt Schluss ist. Die sind anders fokussiert.“
Gunnar Prokop über die Stimmungslage unter den Athleten nach dem Attentat.

„Man darf sich den Terroristen nicht unterordnen. Das Leben muss weitergehen. Wir haben noch viele andere terroristische Attentate erleben müssen. Und danach ging man auch schnellstmöglich zur Tagesordnung über. So muss das eigentlich sein.“
Ulrike Nasse-Meyfarth war froh, dass die Spiele nicht abgebrochen wurden.

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