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Mayer hat Lauberhorn im Griff: “Alles gut erwischt”

16. Jan.
Nature, Outdoors, Human

WENGEN,SWITZERLAND,16.JAN.20 – ALPINE SKIING – FIS World Cup, downhill training, men. Image shows Matthias Mayer (AUT). Photo: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Im zweiten Abfahrts-Training in Wengen stellte der Kärntner Matthias Mayer am Donnerstag Bestzeit vor Mauro Caviezel und Aleksander Aamodt Kilde auf.

Matthias Mayer hat die Lauberhornabfahrt im Griff. Im zweiten Training am Donnerstag stellte der Kärntner Bestzeit vor dem Schweizer Mauro Caviezel (+0,11 Sek.) und dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,31) auf. Nicht alle Mitfavoriten deckten die Karten auf, Vincent Kriechmayr beispielsweise bremste noch vor dem Ziel ab. Die Trainingszeit war weit unter der Siegerzeit des Vorjahres.

Kriechmayr hatte im Vorjahr in 2:28,36 Minuten gewonnen. Im ersten Abfahrtstraining am Dienstag benötigte Caviezel als Schnellster 2:27,78. Mayer unterbot dies am Donnerstag mit 2:26,80 nochmals deutlich. "Das spürt man während dem Fahren auf jedem Fall. Morgen ist ja noch die Kombi-Abfahrt, auf die Spezialabfahrt hin wird das Ganze sicherlich noch einmal ein bisschen glatter werden", sagte Mayer.

Er hatte beim Material eine Änderung vorgenommen. "Im ersten Training hatte ich Grip-Probleme. Ich habe wieder auf etwas Älteres, Bewährtes gewechselt, das ging um einiges besser. Ich denke, ich habe alles gut erwischt", zeigte sich der Doppel-Olympiasieger nach seiner Fahrt bei Traumbedingungen zufrieden. Bei der Spezialabfahrt am Samstag werden nach dem prognostizierten Neuschnee wohl etwas andere Verhältnisse vorherrschen.

Kriechmayer mit 1,49 Sekunden Rückstand auf Mayer

Die 1,49 Sekunden Rückstand von Vorjahressieger Kriechmayr haben wegen seines Bremsschwunges wenig Aussagekraft. "Ein paar Sachen sind gelungen, ein paar weniger. Das Brüggli-S (neuerer Name Kernen-S/Anm.) lief nicht nach Wunsch, ich habe gesehen, dass Mothl Mayer es richtig gut gefahren ist, da muss ich noch ein bisschen besser analysieren", sagte er über die Schlüsselstelle des Lauberhorn-Rennens.

Otmar Striedinger hatte 1,23 Rückstand, Christian Walder 1,40 und Johannes Kröll 1,52. Erst dahinter kam mit Dominik Paris (1,98) einer der Top-Favoriten. "Es ist relativ gut gegangen, ich bin sehr zufrieden. Sicher, die Hundschopf-Passage war noch nicht optimal. Aber ich denke, das wird am Renntag passen." Zur hohen Geschwindigkeit meinte er. "Es ist noch alles im Rahmen, es sind Superverhältnisse vom Schnee her." Der Schweizer Beat Feuz hielt sich ebenfalls noch zurück (+0,79 auf Mayer).

Striedinger machte "vom Material her einen Schritt nach vorne", er habe sich auf den Ski gut gefühlt. "Es hat auf dieser Piste viel Spaß gemacht. Jetzt heißt es, einen Rennplan zurechtlegen und noch eines drauflegen." Walder hat seine in Bormio erlittene Knieblessur ausgeheilt. "Einem guten Jänner steht jetzt nichts im Wege. Die Piste ist Weltklasse beinander. Ich bin immer gern hier, ich glaube, da ist einiges möglich." Die guten Ski habe er noch geschont, die werden erst fürs Rennen ausgepackt.

Programm in Wengen bleibt unverändert

Das Programm bei den 90. Internationalen Lauberhorn-Rennen der alpinen Ski-Herren in Wengen bleibt unverändert. Nach der Alpinen Kombination am Freitag (10.30/14.00 Uhr) geht am Samstag die Abfahrt in Szene (12.30), Sonntag folgt der Spezialslalom (10.15/13.15). Wegen der unsicheren Wetterprognose hatte man sich bis Donnerstagnachmittag eine mögliche Änderung offengelassen. (APA/red.)

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