Medvedev gewinnt Tennis-Spektakel – mehrere Favoritinnen out

20. Jan.

Foto: GEPA Pictures / SIPA USA / Kommersant / Arata Yamaoka

Es wurde die erwartet große Show: Das Duell zwischen Daniil Medvedev und Nick Kyrgios stellt an Tag vier der Australian Open alles andere in den Schatten.

Schon nach der zweiten Runde der Australian Open müssen drei Mitfavoritinnen die Heimreise antreten. Zunächst mussten Garbine Muguruza und Anett Kontaveit, vor wenigen Monaten bei den WTA Finals noch im Finale, am Donnerstag in Melbourne die Koffer packen. Die als Nummer 3 gesetzte Spanierin unterlag der Französin Alizé Cornet glatt mit 3:6, 3:6. Und die Nummer 6 aus Estland machte gegen die aufstrebende 19-jährige Dänin Clara Tauson ebenfalls nur sechs Games.

Später erwischte es dann auch Emma Raducanu, die Sensationssiegerin der US Open. Die 19-jährige Britin musste sich überraschend der Montenegrinerin Danka Kovinic mit 4:6, 6:4 und 3:6 beugen. Für Raducanus Landsmann Andy Murray war ebenfalls Endstation, der Publikums-Liebling verabschiedete sich mit dreimal 4:6 gegen den Japaner Taro Daniel.

Fan-Liebling Murray streicht die Segel

Muguruza begründete ihr Aus in Melbourne (täglich ein Top-Match LIVE bei ServusTV, im Stream & in allen Apps) später auch mit einer schlechten Saison-Vorbereitung. Ihr gesamtes Trainer-Team wurde vor den Australian Open positiv auf Corona getestet. "Sie haben alle Covid bekommen, bevor sie hier waren. Wir konnten 15 Tage lang nicht zusammen sein", erklärte die Spanierin. "Es war ein stressreicher Start ins Jahr."

Alles andere als überzeugend zog die Weltranglisten-Zweite Aryna Sabalenka aus Belarus in die dritte Runde ein. Mit stolzen 19(!) Doppelfehlern machte sie sich das Leben schwer, ehe sie die Chinesin Wang Xinyu doch noch in drei Sätzen bezwang. Zudem verabschiedete Anastasia Pawljutschenkowa (RUS-10) die ehemalige US-Open-Siegerin Samantha Stosur mit 6:2, 6:2 in die Tennis-Rente. Zumindest im Einzel, denn im Doppel will die Australierin auch weiterhin an den Start gehen.

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Medwedew legt sich mit dem Publikum an

Grund zur Freude bereitete dem Heim-Publikum Wildcard-Spieler Christopher O'Connell, der völlig unerwartet den als Nummer 13 gesetzten Argentinier Diego Schwartzman mit 7:6(6), 6:4, 6:4 ausschaltete. Die Nummern 2, 4 und 5 bei den Männern zogen dagegen in die Runde der letzten 32 ein: In der Night Session besiegte US-Open-Champion Daniil Medwedew im Top-Match des Tages das australische Enfant terrible Nick Kyrgios nach 2:58 Stunden mit 7:6(1), 6:4, 4:6 und 6:2.

Kyrgios zeigte dabei seine üblichen Mätzchen, zudem störte das Publikum immer wieder zwischen den Aufschlägen. Das nahm der Russe den Fans ziemlich übel: Beim Sieger-Interview musste er sich laute Buh-Rufe anhören, weil er sich über einige Fans beschwerte. Später gegenüber Eurosport wurde Medwedew dann sogar noch deutlicher: "Es ist ein bisschen enttäuschend, wenn sie so viel Lärm zwischen erstem und zweitem Aufschlag machen. Ich denke, ein paar Leute haben einfach einen geringen IQ."

Tsitsipas und Rublew in Runde drei

Auch Stefanos Tsitsipas hatte gegen den Argentinier Sebastien Baez viel Mühe, ehe er den Court nach 3:22 Stunden mit 7:6(1), 6:7(5), 6:3 und 6:4 als Sieger verließ. Andrej Rublew hingegen machte mit dem Litauer Ricardas Berankis beim 6:4, 6:2, 6:0 in 107 Minuten kurzen Prozess. Harte 4:19 Stunden brauchte dagegen der als Nummer 9 gesetzte Kanadier Felix Auger-Aliassime beim 7:6(4), 6:7(4), 7:6(5), 7:6(4) über Alejandro Davidovich Fokina aus Spanien.

Österreichs einziger Melbourne-Starter ist dagegen im Doppel schon in der ersten Runde ausgeschieden. Der Vorarlberger Philipp Oswald unterlag an der Seite des Niederländers Matwe Middekoop dem als Nummer 13 gesetzten Duo Raven Klaasen/Ben McLachlan (RSA/JPN) mit 6:7(1), 6:3 und 3:6. (APA/red.)

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