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Morbidelli vs. Rossi: Härtester Gegner oder bester Freund?

9. März
Valentino Rossi trifft bei Petronas auf seinen Schützling Franco Morbidelli.

Foto: Petronas SRT

Bei Petronas-Yamaha treffen in der MotoGP-Saison 2021 zwei Freunde aufeinander. Franco Morbidelli bekommt mit seinem Mentor Valentino Rossi einen Teamkollegen, den er schon seit Jahren gut kennt. Rossi hat zuletzt schon festgestellt, dass es eine "echte Freundschaft" braucht, wenn beide Italiener trotz des Erfolgsdrucks gut harmonieren wollen.

Welche Gefühle gehen Morbidelli durch den Kopf, wenn er sich vorstellt, Rossi an einem Renn-Wochenende als Rivalen neben sich in der Box zu sehen? Sieht er im "Doctor" seinen härtesten Gegner, oder eher den Freund?

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Hartes Duell trotz langer Freundschaft?

"Ich werde beides in ihm sehen", vermutet Morbidelli. "Es ist schwierig, das zu trennen. Unsere Gedanken gehen meist nie nur in eine Richtung, sondern in verschiedene. Und es ist schwierig, sich dabei auf eine zu konzentrieren."

"In bestimmten Situationen werde ich in ihm denjenigen sehen, den ich unbedingt schlagen muss. Fünf Minuten später werde ich in ihm meinen besten Freund oder einen von ihnen sehen. Es ist schwierig, sich auf eine Seite festzulegen", bemerkt der Vize-Weltmeister von 2020.

"Bei den Rennen und in der Box werden die Gedanken rund um den Sport dominieren. Er wird der erste Fahrer sein, den ich besiegen muss. Dieses Gefühl wird dominant sein", erwartet Morbidelli. Vor vier Jahren war "Franky" der erste Fahrer aus der VR46-Akademie, der den Sprung in die MotoGP schaffte.

Dream-Team oder keine Freunde mehr?

Zusammen mit Rossi könnte Morbidelli ein Dream-Team bilden. "Es wird nicht der Austausch technischer Informationen sein, der uns helfen wird. Sondern der Austausch persönlicher Informationen, was die Rennen, das Motorrad oder grundsätzliche Dinge angeht. Es könnte ein Vorteil sein, dass wir so viel Zeit zusammen verbringen", glaubt Morbidelli.

Auch in der neuen Saison wird Morbidelli die 2019er-Yamaha pilotieren, während Rossi aktuelles Material bekommt. Dabei ist Vize-Weltmeister Morbidelli überzeugt, dass es im Team keine klare Nummer eins geben wird

Gibt es bei Petronas eine Nummer eins?

"Ich bin mir sicher, dass es in unserem Team keine Hierarchie gibt. Es gibt keinen Nummer-eins- oder Nummer-zwei-Fahrer. Wir beide werdfen als Piloten gleich behandelt. Aber es stimmt natürlich, dass ich im Vorjahr bessere Ergebnisse eingefahren habe als Vale", bemerkt Morbidelli.

Aber, relativiert Morbidellt: "Er hat im Laufe seiner Karriere deutlich bessere Ergebnisse erzielt als ich. Es ist also schwierig zu sagen, was besser und was schlechter ist. Wir werden ein sehr gutes Team bilden, wie das schon mit Fabio und mir der Fall war", unterstreicht der Italiener.

Auffällig war, dass Morbidelli zuletzt nicht mehr auf Fotos zu sehen war, die auf Rossis Dirt-Track-Ranch aufgenommen wurden. Ist er dem Altmeister also aus dem Weg gegangen? "Ich bin bei den letzten Rennen auf der Ranch nur deshalb nicht mitgefahren, weil ich mich vor zwei Wochen bei einem Sturz am Knöchel verletzt habe", stellt Morbidelli klar. "Und ich wollte vermeiden, dass es durch einen weiteren Sturz vielleicht schlimmer wird."

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