Moto2 Argentinien 2022: Zweiter Saisonsieg für Celestino Vietti

3. Apr.

Foto: (c) Dorna Sports

Celestino Vietti hat das Moto2-Rennen in Argentinien gewonnen.

Nach dem Saisonauftakt in Katar war es für den VR46-Fahrer der zweite Saisonsieg im dritten Grand Prix 2022. In Termas de Rio Hondo behielt Vietti gegen Indonesien-Sieger Somkiat Chantra die Oberhand.

Im Duell um Platz drei setzte sich Ai Ogura gegen Aron Canet durch . Mit diesem Ergebnis baute Vietti seinen WM-Vorsprung auf Canet auf 21 Punkte aus . "Ich fühle mich richtig gut", jubelt Vietti. "Es war ein schwieriges Rennen mit vielen Zweikämpfen."

"Anfangs ging mir durch zwei Fehler eine Position verloren, die ich aber zurückholen konnte. Wir mussten an diesem kurzen Wochenende richtig arbeiten, um eine gute Abstimmung zu finden, sodass ich konstante Zeiten fahren konnte. Das ist uns gelungen. Ich hoffe, dass es so weitergeht!"

Beim Start zum Rennen über 23 Runden übernahm Polesetter Fermin Aldeguer vor Tony Arbolino und Vietti die Führung. Keinen guten Start hatte Augusto Fernandez, der einige Plätze verlor. In Kurve 1 fuhr er Ai Ogura ans Hinterrad und stürzte. Damit war sofort ein Mitfavorit ausgeschieden.

Im Laufe der ersten Runde kam es in Kurve 5 zum nächsten Unfall zwischen den Rookies Niccolo Antonelli und Sean Dylan Kelly. Und in Runde 2 schied mit Zonta van den Goorbergh der nächste Moto2-Neuling durch Sturz in Kurve 2 aus.

Als sich das Feld sortiert hatte, führte Aldeguer vor Vietti. Das Duo konnte sich in der Anfangsphase vom Trio Chantra, Arbolino und Canet absetzen. Canet war auf dem Vormarsch. Nach vier Runden hatte er bereits acht Positionen gutgemacht.

Aldeguer stürzt bei Berührung mit Vietti

In Runde 4 schnappte sich Vietti die Führung von Aldeguer. Von hinten kam Chantra dem Spitzenduo immer näher. Dann ereignete sich in Runde 8 am Ausgang von Kurve 13 eine entscheidende Kollision. Aldeguer stach innen in die Kurve, Vietti machte von außen die Linie zu .

Bei der Berührung wurde Aldeguer im Kreis geschleudert. Nach dem Sturz humpelte der 16-Jährige davon, war aber unverletzt. Vietti fuhr weiter. Die Rennkommissare stuften den Crash als Rennzwischenfall ein. In der Folge kam Vietti unter Druck von Chantra.

Duell zwischen Vietti und Chantra

Am Ende der elften Runde machte Vietti in Kurve 13 einen Fehler und ließ innen die Türe offen. Chantra fuhr vorbei und übernahm die Führung. Es war ein Duell um die Spitze, denn Ogura und Canet hatten bereits eine Sekunde Rückstand.

Kurve 13 war die entscheidende Stelle. Eine Runde später verpasste dort Chantra den Bremspunkt und Vietti war wieder vorne. In der Folge öffnete Vietti eine kleine Lücke von mehreren Metern zu Chantra. Das war bereits die Entscheidung um den Sieg.

Chantra hatte sein Pulver verschossen und griff Vietti in der Schlussphase nicht mehr an. In Katar hatte Chantra noch verletzt pausieren müssen. Nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg in Indonesien stand der Thailänder nun als Zweiter auf dem Podest.

"Ich bin wieder richtig glücklich. Erst der Sieg in Mandalika und jetzt der zweite Platz hier in Argentinien. Ich freue mich so sehr", jubelt Chantra. "Ich habe versucht, [Vietti] noch zu überholen, aber er hat ständig gepusht."

"Ich habe auch gepusht, aber in der letzten Runde habe ich mich mit dem zweiten Platz abgefunden. Er hat sich die Reifen richtig gut eingeteilt. Ich bin trotzdem richtig glücklich. Einfach toll!" Als WM-Dritter hat Chantra 25 WM-Punkte Rückstand auf Vietti.

Platz drei: Ogura hält Canet in Schach

Das Duell zwischen Canet und Ogura um Platz drei tobte bis zum Zielstrich. Schließlich hatte der Japaner die Nase vorne. Mit Chantra und Ogura standen beide Fahrer des Honda-Team-Asia auf dem Podest. Dieses Projekt wird von Ex-250er-Weltmeister Hiroshi Aoyama geleitet.

Auch um Platz fünf gab es ein enges Duell. Jake Dixon setzte sich gegen Arbolino durch. Moto3-Weltmeister Pedro Acosta fuhr als Siebter ins Ziel und war damit der beste Rookie. Dahinter folgten Albert Arenas, Bo Bendsneyder und Sam Lowes.

Anschließend gab es eine Lücke von rund sechs Sekunden zu Cameron Beaubier auf Rang elf. Sechs Sekunden dahinter folgte die nächste Gruppe, in der Marcel Schrötter die Oberhand hatte. Der Deutsche sammelte als Zwölfter WM-Punkte.

Die weiteren WM-Punktränge gingen an Joe Roberts, Manuel Gonzalez und Marcos Ramirez. Insgesamt sahen lediglich 19 der 29 gestarteten Fahrer die Zielflagge. In der Schlussphase stürzten noch einige, darunter auch Lokalmatador Gabriel Rodrigo, der einen spektakulären Highsider hatte.

Der nächste Grand Prix findet bereits am kommenden Wochenende auf dem Circuit of the Americas in Texas (USA) statt.

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