Moto2-Rennen Barcelona: Vietti gewinnt vor Canet – Schrötter in den Top 5

5. Juni

Foto: (c) Motorsport Images

Mit einem Manöver in der letzten Runde setzte sich Celestino Vietti im Moto2-Rennen von Barcelona gegen Aron Canet durch und sicherte sich seinen dritten Saisonsieg.

Seinen Vorsprung in der WM baute der VR46-Pilot auf 16 Punkte aus. Augusto Fernandez komplettierte das Kalex-Trio auf dem Podest als Dritter.

"Das war ein unglaubliches Wochenende. Ich kann es gar nicht glauben", sagt Vietti nach seinem Sieg. "Zu Beginn des Rennens hatte ich Probleme, weil der Vorderreifen sehr heiß wurde. Ich habe mir das Rennen aber gut eingeteilt. Canet war sehr schnell. Trotzdem habe ich letzten Endes gewonnen. Ich freue mich sehr."

Am Start büßte Vietti, der von der Poleposition ins Rennen ging, zunächst Positionen ein. In den ersten Kurven fuhr Jake Dixon voraus, wurde dann aber von Joe Roberts ausgebremst. Canet hielt Platz drei, gefolgt von Albert Arenas und den WM-Leader Vietti sowie Ai Ogura. Marcel Schrötter schloss die erste Runde als Siebter ab.

Roberts führt souverän - und stürzt

Schon auf den ersten Kilometern konnte sich Roberts eine kleine Lücke herausfahren. Vorbei an Dixon, nahm Canet die Verfolgung auf. Vietti büßte eine weitere Position ein und fiel hinter Ogura auf Platz sechs zurück. Ähnlich erging es Schrötter, der von Fernandez kassiert wurde und damit nur noch Achter war.

An der Spitze zog sich das Feld zunehmend auseinander. Nach fünf Runden trennten die Top 4 aus Roberts, Canet, Dixon und Arenas jeweils eine halbe Sekunde. Dahinter ging es enger zu: Vietti, Ogura und Fernandez duellierten sich um Platz fünf, verloren aber dadurch zusehends den Anschluss an Arenas.

Auch an der Spitze wurde der Abstand größer: Roberts nahm Canet auf jeder Runde einige Zehntel ab, sodass sein Vorsprung nach acht Runden schon auf über anderthalb Sekunden angewachsen war. Nur zwei Umläufe später schmiss Roberts seine komfortable Führung dann aber weg: Er stürzte in Kurve 5 und schied aus.

Die Führung übernahm Dixon, der gerade an Canet vorbeigegangen war. Direkt dahinter reihten sich Arenas, Vietti und Fernandez ein. Schrötter folgte mit etwas Rückstand auf Platz sechs. Er hatte sich zwischenzeitlich mit Ogura duelliert, der nur noch an siebter Stelle lag und immer weiter abreißen lassen musste.

Zu Beginn der 13. Runde wechselte die Führung wieder auf Canet, der sich dort aber nicht lange halten konnte. Denn Vietti war auf dem Vormarsch: Vorbei an Dixon, legte er sich in Runde 15 auch Canet zurecht. Doch der ließ nicht locker und holte sich die Spitze bei noch fünf zu fahrenden Runden wieder zurück.

Entscheidung fällt auf der Schlussrunde

Ein klarer Favorit kristallisierte sich aber noch nicht heraus: Canet, Vietti, Dixon und Fernandez trennten gerade mal eine halbe Sekunde. Und auch Schrötter war nicht weit weg. Für Arenas ging es hingegen nur noch rückwärts: Auf Platz sechs zurückgefallen, musste er sein Bike wenige Runden vor Rennende abstellen.

Zum entscheidenden Manöver im Kampf um den Sieg kam es auf der Schlussrunde in Kurve 10, wo sich Vietti innen an Canet vorbeipresste. Im Ziel trennten die beiden schließlich nur 81 Tausendstel. Fernandez setzte sich gegen Dixon durch und ergatterte Platz drei. Schrötter komplettierte die Top 5 als Fünfter.

Mugello-Sieger Pedro Acosta zeigte eine starke zweite Rennhälfte und ging zum Schluss noch an Ogura vorbei, der Siebter wurde. Lopez klassierte sich auf Platz acht als einziger Nicht-Kalex-Fahrer in den Top 10, die von Manuel Gonzalez und Tony Arbolino komplettierte wurde. Letzterer musste einmal durch die Long Lap.

Die restlichen Punkteränge belegten Lorenzo Dalla Porta, Somkiat Chantra, Bo Bendsneyder, Jorge Navarro und Fermin Aldeguer. Insgesamt 24 Fahrer sahen die Zielflagge. Neben Roberts stürzte auch dessen Landsmann Cameron Beaubier. Sam Lowes schied in den Top 10 liegend kurz vor Rennende gestürzt aus.

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