Moto2-Rennen Sepang: Arbolino siegt – Ogura verliert WM-Führung nach Sturz

23. Okt.

Foto: (c) Motorsport Images

Tony Arbolino hat den Grand Prix von Malaysia gewonnen.

Der Kalex-Pilot hielt dem Druck von Ai Ogura stand, der noch in der letzten Runde ein Manöver startete, dabei jedoch stürzte und wichtige Punkte im Kampf um den WM-Titel verlor.

"Ich will einfach beweisen, dass ich einer der besten Fahrer in dieser Klasse bin. Dafür gebe ich alles. Auch wenn ich aus dem Kampf um den WM-Titel raus bin, will ich weiter Selbstvertrauen tanken und Rennsiege einfahren", sagt Arbolino nach seinem dritten Saisonsieg. "Dieser Sieg ist der Lohn für die harte Arbeit."

Boscoscuro-Fahrer Alonso Lopez erbte nach Oguras Sturz den zweiten Platz, Jake Dixon wurde Dritter. Augusto Fernandez verpasste das Podest als Vierter, ist aber wieder WM-Leader. Er geht mit 9,5 Punkten Vorsprung ins Moto2-Saisonfinale von Valencia.

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Erster Zwischenfall schon in Kurve 2

Für das Rennen über 18 Runden herrschten trockene Bedingungen. Titelaspirant Ogura startete von der Poleposition, sein Herausforderer Fernandez von Platz sechs. Den Holeshot gewann Arbolino von Startplatz zwei. Er führte das Feld in Kurve 1.

Ogura reihte sich als Zweiter ein. Dahinter kam es in Kurve 2 zum ersten Zwischenfall: Somkiat Chantra stürzte und riss Pedro Acosta mit, der nicht mehr ausweichen konnte.

Bereits in den ersten Runden konnte Arbolino an der Spitze eine kleine Lücke aufmachen. Ogura hielt sich auf Rang zwei und hatte seinerseits auch schon einen guten Vorsprung auf Lopez an dritter Stelle. Fernandez fuhr hinter Manuel Gonzalez und Dixon auf dem sechsten Rang. Marcel Schrötter war Achter.

Arbolino und Ogura in eigener Liga

Die Top 2 waren pro Runde gut eine halbe Sekunde schneller als die Verfolger und setzten sich weiter ab. Nach fünf Runden hatte Lopez bereits drei Sekunden Rückstand.

Nur einen Umlauf später stürzte mit Celestino Vietti ein weiterer Fahrer. Für den VR46-Piloten, der die WM zu Beginn der Saison anführte, ist es bereits der achte Ausfall in dieser Saison. Zum Zeitpunkt des Sturzes lag er auf den hinteren Punkterängen.

Mit Anbruch der letzten zehn Rennrunden zog Gonzalez auf der Start-Ziel-Geraden an Lopez vorbei und befand sich damit auf Podestkurs. Der Rückstand auf das Spitzenduo lag da schon bei knapp fünf Sekunden. Zwischen Arbolino und Ogura schwankte der Abstand zwischen einer halben und einer Sekunde.

Ogura stürzt auf letzter Rennrunde

Doch die Lücke wurde kleiner. Zu Beginn der 13. Runde war Ogura nah genug dran, um einen Angriff zu setzen und erstmals in Führung zu gehen. Nur einen Umlauf später verbremste sich Ogura dann aber in Kurve 1 und Arbolino schlüpfte wieder durch.

So blieb es bis zur letzten Runde. Doch Ogura wollte sich mit Platz zwei nicht zufriedengeben und startete in Kurve 9 eine weitere Attacke, die er jedoch teuer bezahlte. Denn der Japaner rutschte übers Vorderrad weg und versenkte damit sichere 20 Punkte im Kies. Die WM-Führung ging zurück an Fernandez.

Der Spanier kam hinter Lopez und Dixon als Vierter ins Ziel, nachdem er sich zuvor mehrere Runden lang mit Dixon duelliert hatte. Gonzalez ging zum Schluss der Hinterreifen aus, weshalb er noch vom letzten Podestplatz bis auf Rang fünf zurückfiel.

Schrötter beendete das Rennen auf einem soliden sechsten Platz. Dahinter komplettierten Cameron Beaubier, Aron Canet, Jeremy Alcoba und Fermin Aldeguer die Top 10.

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