Moto3-Rennen Assen: Ayumu Sasaki feiert Premierensieg

26. Juni
Ayumu Sasaki hat sein erstes Moto3-Rennen gewonnen.

In Assen setzte sich der Husqvarna-Pilot nach langem Kampf gegen die GasGas-Teamkollegen Izan Guevara und Sergio Garcia durch, der seine WM-Führung behauptete.

"Das hat lange gedauert! Es war viel Training und viel Einsatz nötig, um es hierher zu schaffen", sagt Sasaki über seinen Premierensieg in Assen. "Jetzt endlich mal ein Rennen gewonnen zu haben, ist einfach unglaublich. Heute war alles perfekt."

"Das Bike war sehr gut und ich habe mir den Reifen hinter Izan sehr gut eingeteilt. In den letzten drei Runden habe ich angegriffen. Das Jahr war bislang nicht einfach mit meiner Verletzung und allem, was daraus entstanden ist. Dieses Wochenende aber waren wir sehr stark. Tatsächlich gewonnen zu haben, ist unglaublich."

Guevara geht früh in Führung

Das Rennen über 22 Runden startete bei trockenen und sonnigen Bedingungen. Sasaki stand zum ersten Mal seit drei Jahren auf der Poleposition, verlor die Führung am Start aber erst einmal an Tatsuki Suzuki und David Munoz.

Nach nur einer Runde schob sich Sasaki zwar wieder an die Spitze, doch von hinten machte bereits Guevara Druck, der mit Beginn der dritten Runde erstmals in Führung ging. Absetzen konnte er sich aber nicht. Suzuki, Sasaki und Munoz blieben dran. Und auch dahinter blieb das Feld auf den ersten Runden eng zusammen.

Garcia, von Platz 18 gestartet, hatte sich nach fünf Runden bis auf Platz sieben vorgearbeitet und mischte in der umkämpften Spitzengruppe mit. Zu ihr gehörte auch Dennis Foggia, der bei noch 15 zu fahrenden Runden allerdings eine Long-Lap-Penalty erhielt, weil er in der Zielschikane abgekürzt hatte.

Foggia nach Rempler von Munoz raus

Als er seine Strafe antrat, fiel der Honda-Pilot bis auf Platz 13 zurück und damit zunächst aus der Führungsgruppe. Zwischen den Top 5 und dem Rest des Feldes hatte sich mittlerweile eine kleine Lücke gebildet. Vorne machte weiter Guevara das Tempo.

Dahinter wechselten die Positionen hin und her. John McPhee gelang es, die Verfolger wieder an die Gruppe heranzuführen. Auch Foggia konnte aufholen. Bei noch zehn verbleibenden Runden lagen die ersten Neun in nur einer Sekunde.

Fünf Runden vor Rennende reduzierte sich die Gruppe auf acht Fahrer, als Foggia nach einem Kontakt mit Munoz stürzte. Es war sein dritter Ausfall in den letzten vier Rennen.

Letzte Runde mit mehreren Kollisionen

Nur einen Umlauf später spitzte sich der Kampf um die Führung zu: Sasaki attackierte Guevara in Kurve 5 und ging vorbei, verlor den Platz nur wenige Kurven später aber wieder. In den Schlussrunden wechselten sich beide immer wieder ab, was auch den anderen die Chance gab, in den Kampf einzugreifen.

So bog Sasaki zwar als Führender in die letzte Runde ein, musste sich aber gegen Suzuki behaupten, der ihn in Kurve 6 attackierte. Sasaki konnte in Kurve 9 aber zurückschlagen, während Munoz dahinter Jaume Masia abräumte und auch McPhee stürzte.

Sasaki behauptete die Führung anschließend bis ins Ziel. Suzuki musste sich auf den letzten Metern noch den beiden GasGas-Piloten Guevara und Garcia geschlagen geben. Nur sieben Tausendstel trennten den Honda-Piloten am Ende vom Podest.

Xavier Artigas komplettierte die Top 5. Dahinter reihten sich mit einem Rückstand von mehr als zehn Sekunden Daniel Holgado, Stefano Nepa, Ryusei Yamanaka, Deniz Öncü und Kaito Toba auf den restlichen Top-10-Plätzen ein.

Zu einer späten Kollision kam es zwischen Joel Kelso und Adrian Fernandez, der seinen Konkurrenten in Kurve 8 abräumte. Insgesamt kamen nur 22 Fahrer ins Ziel.

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