MotoGP World Championship

Moto3-Rennen in Mugello: Dennis Foggia erobert Heimsieg

30. Mai 2021

Foto: (c) Motorsport Images

Der Italiener Dennis Foggia (Honda) hat die Moto3-Windschattenschlacht in Mugello gewonnen.

Zum ersten Mal in der Saison 2021 jubelte nicht ein Spanier von der obersten Stufe des Podiums. Jaume Masia (KTM) und Gabriel Rodrigo (Honda) standen als Zweiter und Dritter auf dem Podest.

"Der Heimsieg ist fantastisch", freut sich Foggia. "Im Windschatten war ich sehr schnell. Das Getriebe war perfekt. Das Ziel an diesem Wochenende war der Sieg, und das habe ich geschafft. Danke an mein Team und meine Familie, die mich in schwierigen Momenten immer unterstützen."

Im Laufe der ersten Runde kam es in Savelli (Kurve 7) zu einem Unfall mit mehreren Fahrern. Deniz Öncü stürzte mit dem harten Hinterreifen. Dahinter entwickelte sich eine Kettenreaktion. Maximilian Kofler, Carlos Tatay und Andrea Migno waren verwickelt und flogen ins Kiesbett.

Bereit beim Start zum Rennen war es am Ende des Feldes in San Donato (Kurve 1) zu einem Crash zwischen Alberto Surra und Adrian Fernandez gekommen. Die Unfallstellen konnten rasch geräumt werden und es gab keine Unterbrechung.

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Große Windschattenschlacht

Im Laufe der 20 Runden entwickelte sich die gewohnte Windschattenschlacht. Niemand konnte sich absetzen. Es blieb eine große Spitzengruppe mit mehr als zehn Fahrern beisammen. Es ging wie immer turbulent zu. Ständig gab es Positionswechsel.

Die Entscheidung fiel auf den letzten Metern. Foggia begann die letzte Runde in Führung liegend vor Romano Fenati, Rodrigo, Masia und Darryn Binder. In Savelli schnappte sich Rodrigo den zweiten Platz von Fenati und auch Masia fuhr vorbei.

Kurz darauf überholte Masia Rodrigo für Rang zwei. Beide positionierten sich für den Zielsprint im Windschatten. Aber es reichte nicht. Foggia fuhr 0,036 Sekunden vor Masia und 0,145 Sekunden vor Rodrigo über die Ziellinie.

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14 Fahrer in 1,4 Sekunden

Für Foggia war es der zweite Grand-Prix-Sieg seit Brünn im Vorjahr. Masia stand zum ersten Mal seit seinem Triumph beim Saisonauftakt in Katar auf dem Podest. Für Rodrigo endete eine lange Durststrecke. Sein letztes und bisher einziges Podium war Barcelona 2018.

Die ersten 14 Fahrer fuhren innerhalb von 1,4 Sekunden über den Strich. Ayumu Sasaki und Binder komplettierten die Top 5. Routinier Fenati lag am Ende der vorletzten Runde noch an der Spitze des Feldes und fiel noch auf Rang sechs zurück.

Sergio Garcia und Pedro Acosta überschritten in der letzten Runde die Tracklimits und wurden um eine Position zurückversetzt. Somit wurde Acosta als Achter gewertet. Seine WM-Führung blieb trotzdem stabil. Acosta hat 52 WM-Punkte Vorsprung auf Masia.

Insgesamt sahen 22 Fahrer die Zielflagge. Abgesehen von den Zwischenfällen in der ersten Runde gab es keine Ausfälle. Stefano Nepa erhielt nachträglich eine Zeitstrafe von drei Sekunden, weil er eine Long-Lap-Penalty nicht korrekt absolviert hat.

Im Anschluss an das Rennen wurde bekannt gegeben, dass Jason Dupasquier die Verletzungen vom schweren Qualifying-Unfall nicht überlebt hat. Sein PrüstelGP-Team hatte nicht am Rennen teilgenommen. Das Motorrad von Ryusei Yamanaka wurde zurückgezogen.

Der nächste Grand Prix findet am 6. Juni in Barcelona statt.

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