Moto3-Rennen Indonesien: Dennis Foggia nach Sieg neuer WM-Leader

20. März

Foto: (c) Motorsport Images

Honda-Pilot Dennis Foggia feiert beim Grand Prix von Indonesien seinen ersten Saisonsieg 2022.

Der Spanier dominierte das Moto3-Rennen im heißen Mandalika und ließ der Konkurrenz keine Chance. Im Kampf um die restlichen Podestplätze setzten sich Izan Guevara (GasGas) und Carlos Tatay (CFMoto) durch.

Zu einem ersten Zwischenfall kam es bereits vor dem Rennen: Am Motorrad von Rookie Diogo Moreira (KTM) gab es ein technisches Problem, weshalb er seinen Platz in der ersten Startreihe nicht einnehmen konnte und von ganz hinten starten musste.

Auf der Poleposition nahm erstmals Tatay Platz. Position zwei blieb leer, auf Rang drei stand mit Mario Aji (Honda) der Lokalmatador. Reihe zwei sah Xavier Artigas (CFMoto) vor Andrea Migno (Honda) und Foggia.

Foggia: Einmal in Führung auf und davon

Den Start in die 23 Rennrunden entschied zunächst Tatay für sich. Er wurde aber noch auf die Geraden von Sergio Garcia (GasGas) ausbeschleunigt, der als Führender in der ersten Kurve bog. Nur wenige Kurven später übernahm dann Migno das Kommando, gefolgt von Garcia, Foggia und Guevara.

Zu Beginn der zweiten Runde gab es die ersten Stürze: Erst ging Alberto Surra (Honda) zu Boden, kurz darauf erwischte es auch Ivan Ortola (KTM).

An der Spitze übernahm Guevara die Führung. Dahinter ging es zwischen Migno, Garcia und Foggia hin und her, bis sich Letzterer in Runde 4 erstmals an die Spitze setzte und sofort eine Lücke aufreißen konnte. Nach nur wenigen Umläufen mit freier Fahrt lag Foggia bereits zwei Sekunden voraus.

In der Verfolgergruppe, die bis Platz neun reichte, wurde weiter hart gekämpft. Polemann Tatay verlor nach einer Long-Lap-Penalty jedoch den Anschluss. Er war bestraft worden, weil er in Kurve 9 abgekürzt hatte, und fiel auf Platz 14 zurück.

Harter Kampf um die Plätze zwei und drei

Nach zehn Runden war Foggias Vorsprung auf über vier Sekunden angewachsen. Der Honda-Pilot war der Einzige im Feld, der in dieser Phase noch Zeiten unter 1:41 Minuten fahren konnte. Unter den Verfolgern machte Guevara die Pace, konnte sich aber nicht absetzen und wurde immer wieder von Garcia attackiert.

Beiden saßen mit Migno, Deniz Öncü, Jaume Masia, Daniel Holgado (alle KTM) und Ayumu Sasaki (Husqvarna) weitere Verfolger im Nacken, die sich alle noch Chancen auf einen Podestplatz ausrechneten. Entsprechend unruhig wurde es in der Schlussphase. Auch Tatay mischte mit, er hatte wieder aufgeschlossen.

Doch nicht alle aus der Verfolgergruppe sahen die Zielflagge: Katar-Sieger Migno wurde in der letzten Runde von Sasaki abgeschossen und verlor seine WM-Führung an Foggia, der einem ungefährdeten Sieg entgegenfuhr.

Die Stimmen der Top-3-Fahrer in Mandalika

"Ich habe gar keine Worte!", sagte Foggia nach dem Rennen. "Gestern hatte ich Pech, als ich im Qualifying gestürzt bin. Ich musste als Sechster starten, war aber eigentlich schneller. Heute war es extrem heiß. In den letzten fünf Runden konnte ich kaum noch atmen. Das war das anstrengendste Rennen meines Lebens!"

Hinter ihm behauptete Guevara Rang zwei, während sich Tatay in einem engen Kampf um den letzten Podestplatz durchsetzen konnte. Garcia verfehlte das Podium am Ende um nur 0,120 Sekunden und wurde Vierter. Öncü komplettierte die Top 5.

"Ich freue mich sehr über meinen ersten Podestplatz in diesem Jahr", zeigte sich Guevara happy. "Das Rennen war wirklich zäh bei dieser Hitze. In den letzten zwei Runden habe ich nochmals angegriffen und dabei ist der zweite Platz herausgekommen."

Auch Tatay war mit Platz drei zufrieden: "Nach der Long-Lap habe ich einfach weiter einhundert Prozent gegeben. Ich wollte unbedingt noch auf das Podium. Das hat geklappt. Ich bin sehr zufrieden. Foggia fuhr heute in einer anderen Liga. Glückwunsch an ihn! Wir werden es beim nächsten Mal wieder probieren."

Artigas, Masia, Elia Bartolini (KTM), Holgado und Tatsuki Suzuki (Honda) beendeten das Rennen auf den Plätzen sechs bis zehn. Die restlichen Punkte gingen an Ryusei Yamanaka, Kaito Toba (beide KTM), Scott Ogden (Honda), Aji und Matteo Bertelle (KTM).

Insgesamt 21 Fahrer kamen ins Ziel. Zu den Gestürzten zählten auch Stefano Nepa und Joel Kelso (beide KTM), die kurz vor dem Ziel kollidierten. Kelso wurde noch Achtzehnter.

Direkt zu:
Empfohlene Videos