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Moto3-Rakete Pedro Acosta: Großer Dank an Aki Ajo

11. Nov.
In seiner ersten Saison in der Motorrad-WM fuhr Pedro Acosta direkt zum Titel.

Foto: Motorsport Images

Einen Rekord aufgestellt, einen anderen nur knapp verpasst, als Rookie direkt Weltmeister: Pedro Acosta blickt auf seine unglaubliche Premieren-Saison in der Motorrad-WM zurück.

Auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia findet am Sonntag das letzte Renn-Wochenende der Motorrad-WM 2021 statt (LIVE bei ServusTV, im Stream & in allen Apps). In der Moto3-Klasse kann Pedro Acosta das Finale beruhigt angehen, er steht schon vorzeitig als Weltmeister fest.

Acosta genießt damit den gleichen Luxus wie Fabio Quartararo, der in der MotoGP die WM ebenfalls schon sicher hat. Acosta fixierte den Moto3-Titel letztes Wochenende in Portimao, wobei ihm das viel diskutierte Manöver von Darryn Binder gegen Dennis Foggia in der letzten Runde in die Karten spielte.

Acosta zeigt bärenstarke Debüt-Saison

Die Umstände, wie die WM-Entscheidung fiel, ändern aber nichts daran, dass Acosta eine bärenstarke Saison hingelegt hat. Schließlich war es für den gerade einmal 17-jährigen Spanier sein erstes Jahr auf der WM-Bühne. Dabei verbuchte er beeindruckende sechs Rennsiege und holte am Ende als Rookie den WM-Titel.

Schon seit Wochen hat Acosta seinen Vertrag für den Aufstieg in die Moto2-Klasse in der Tasche. Dort fährt er im kommenden Jahr für den gleichen Rennstall, mit dem er 2021 Moto3-Weltmeister wurde: Das Team von Aki Ajo.

Zurückblickend sagt Acosta als frisch gebackener Moto3-Weltmeister: "Vor nicht einmal einem Jahr hatte ich nichts. Dann kamen Ajo und KTM. Sie haben mir nicht nur ein Team gegeben, sondern eine Familie."

Besonderer Dank an Teamchef Aki Ajo

Was Acosta mit "nichts" meint? Ursprünglich hätte er die Moto3-WM 2021 für das PrüstelGP-Team bestreiten sollen. Trotz bereits getroffener Einigung wurde daraus aber nichts. Der damals 16-Jährige musste sich also kurzerhand ein neues Team suchen. Aki Ajo griff kurzerhand zu - und jetzt, keine zwölf Monate später, ist Acosta ihm und KTM zu großem Dank verpflichtet.

"Ich habe nicht alleine gewonnen. Ohne das Team bin ich niemand. Diese Leute glauben in jeder Situation an mich", sagt der neue Moto3-Weltmeister. Und erinnert sich an die schwierigen Momente seiner Saison: "Sie haben an mich geglaubt, als ich in Le Mans viermal gestürzt bin. Oder als ich in Silverstone nur 25. [in der Startaufstellung] war, und auch in allen anderen Rennen."

"Und sie haben nie ihr Lächeln aus dem Gesicht verloren. Deshalb ist für mich klar, dass ich diesen WM-Titel nicht alleine geholt habe. Wir haben ihn gemeinsam errungen", so Acosta über die Ajo-Truppe, die seit einem Jahrzehnt eng mit KTM zusammenarbeitet.

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Moto3-Youngster setzt neue Maßstäbe

Sein Moto3-Debüt im März in Katar beendete Acosta mit Platz zwei auf Anhieb auf dem Podium. Anschließend raste er dreimal in Folge zum Sieg. Vier Podestplätze bei den ersten vier Starts in der Motorrad-WM, das hatte vor dem Youngster noch keiner geschafft.

Als entscheidendes Rennen auf dem Weg zum WM-Titel stellt Acosta Portimao heraus. Allerdings nicht das zweite Portugal-Rennen letzten Sonntag, sondern Portimao 1, das er Mitte April im Fotofinish gewann.

"Dort habe ich gewonnen, nachdem es bis in die letzte Runde ein harter Kampf war. Ich habe damals nicht viele Fehler gemacht", denkt Acosta an das enge Duell mit seinem späteren Titel-Rivalen Dennis Foggia zurück.

Als spektakulärstes Rennen sieht Acosta aber ein anderes: "Das war das zweite Katar-Rennen. Das war einfach ein Traum." Damit erinnert der Ajo-Pilot an seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Der kam bei seinem gerade mal zweiten Rennen nach einer sensationellen Aufholjagd zustande. Denn Acosta musste das Rennen aus der Boxengasse starten.

Nur ein Champion war noch jünger

Unmittelbar nach Losail 2 kam der Sieg in Portimao 1. Und direkt im Anschluss siegte Acosta dann auch in Jerez. Zusammen mit seinem zweiten Platz von Losail 1 waren das die vier Rennen, mit denen dem Spanier ein Rekord an aufeinanderfolgenden Podestplätzen beim WM-Einstieg gelang.

Eine andere Bestmarke verfehlte Acosta dagegen denkbar knapp - nämlich den Altersrekord. Als er zuletzt in Portimao 2 mit seinem sechsten Saisonsieg den WM-Titel fixierte, war der Spanier 17 Jahre und 166 Tage alt. Und verpasste damit ist Acosta gerade so den Nimbus als jüngster Motorrad-Weltmeister aller Zeiten.

Denn Loris Capirossi war bei seinem Titelgewinn 1990 der damaligen 125er-Klasse 17 Jahre und 165 Tage alt - also einen einzigen Tag jünger. "Darüber denke ich eigentlich nicht nach", meint Acosta und will von einem Vergleich auch gar nichts wissen. "Das waren komplett unterschiedliche Epochen."

Eines aber haben Capirossi und er trotzdem gemeinsam: Beide wurden in ihrer ersten WM-Saison direkt Weltmeister. In den 30 Jahren, die dazwischen lagen, ist das keinem anderen Fahrer gelungen.

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