MotoGP World Championship

MotoGP 2020-Organisation: Piloten zollen viel Respekt

25. Nov. 2020

Foto: (C) Motorsport Images

Dass MotoGP-Rennen 2020 überhaupt stattfinden konnten, darüber freuen sich die Piloten. Vielmehr aber zollen sie den Verantwortlichen Respekt.

Mit neun unterschiedlichen Siegern bei nur 14 Rennen war die MotoGP-Saison 2020 extrem abwechslungsreich. Dass letzten Endes "nur" 14 statt der ursprünglich geplanten 20 Rennen gefahren wurden, liegt an der Coronavirus-Pandemie.

Der Saisonstart für die Königsklasse ging nicht im März in Losail, sondern erst im Juli in Jerez über die Bühne. Dass man es aber trotz der Absage von insgesamt zwölf Rennen geschafft hat, mittels der Implementierung von fünf Doppel-Events (Jerez, Spielberg, Misano, Aragon, Valencia) sowie dem Neuzugang Portimao unterm Strich 14 Rennen auszutragen, ist bemerkenswert.

Und deshalb gibt es von den MotoGP-Piloten für die Rettung der Saison 2020 entsprechend Dank in Richtung der Verantwortlichen bei Dorna, FIM, IRTA und Co.

„Nachdem Katar abgesagt wurde, saßen wir zu Hause. Das Szenario wurde von Woche zu Woche schlechter. Wir konnten kein Licht am Ende des Tunnels sehen", erinnert Miguel Oliveira, der von den 14 stattgefundenen Saisonrennen schließlich zwei gewonnen hat.

Oliveira: „Dorna hat gute Arbeit geleistet"

„Die Dorna hat unglaubliche Arbeit geleistet, um die Weltmeisterschaft mit diesem Format durchzuführen", lobt Oliveira und weiß: „Dass wir überhaupt in der Lage waren, unseren Job zu erledigen, ist bemerkenswert. Schließlich gibt es Leute, die es viel schlimmer getroffen hat als uns."

Auch Jack Miller lobt: „Die Dorna, die IRTA und alle Beteiligten haben einen absolut phänomenalen Job gemacht. Sie haben es nicht nur geschafft, dass wir loslegen konnten. Sie haben es auch geschafft, dass wir weitermachen konnten."

„Klar", so Miller weiter, „war es für uns Fahrer schwierig, so viele Rennen in kurzer Zeit zu fahren. Andererseits haben wir diese Herausforderung angenommen. Es war eine ungewöhnliche Saison, aber eine, die wir doch sehr genossen haben."

„Wir hätten uns von der gesamten Weltmeisterschaft, also Moto3, Moto2, MotoGP, nicht mehr wünschen können", spricht Miller auf die Spannung in allen drei WM-Klassen an und sagt: „Ich denke, das gilt auch für die Zuschauer."

Während die Königsklasse MotoGP bei 14 Rennen genauso viele unterschiedliche Sieger gesehen hat wie in der diesbezüglichen Rekordsaison 2016 (damals bei 18 Rennen), kämpften in Portimao beim Moto3-Finale noch drei Piloten um den Titel, beim Moto2-Finale sogar deren vier.

Und so hält auch Franco Morbidelli fest: „Diese Saison hat so viele Emotionen hervorgebracht. Damit meine ich nicht nur uns, sondern alle, von denen die MotoGP-Szene verfolgt wird."