MotoGP World Championship

Ducati präsentiert die Desmosedicis von Bagnaia und Miller

8. Feb.

Foto: Ducati

Ducati nutzt die Pause zwischen den MotoGP-Tests in Sepang und Mandalika, um das Design der Werksmaschinen von Francesco Bagnaia und Jack Miller zu zeigen.

Ducati hat als nächster Hersteller sein MotoGP-Werksteam für die Saison 2022 präsentiert. Einen Tag nach dem Sepang-Test zeigte Ducati die finale Lackierung für die neue Saison in einem vorbereiteten Video.

Laut Ducati handelt es sich um einen neuen Rotton, der eine engere Verbindung zum klassischen Ducati-Rot der Serienmodelle herstellen soll. Francesco Bagnaia und Jack Miller gehen mit dem Ziel in die neue Saison, den lang ersehnten zweiten WM-Titel nach Casey Stoner 2007 nach Bologna holen.

"Wir haben 2021 auf einem Hoch beendet. Und ich hoffe, dass wir 2022 dort weitermachen können, wo wir vergangenes Jahr aufgehört haben", kommentiert Vize-Weltmeister Francesco "Pecco" Bagnaia. "Mein Team und ich haben uns seither stark weiterentwickelt. Ich fühle mich wohl mit meinem Team. Und ich bin sicher, dass wir gemeinsam Großes erreichen können."

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Bagnaia: "Ständig verbessern und konkurrenzfähig sein"

"Die Desmosedici GP ist in dieser neuen Farbe noch schöner, und ich kann es kaum erwarten, wieder mit ihr Rennen zu fahren", erklärt Bagnaia. "Das Ziel für diese Saison wird wie immer sein, sich ständig zu verbessern und in jedem Rennen konkurrenzfähig zu sein. Unser Ziel ist es, den MotoGP-Fahrertitel sowie den Team- und Herstellertitel zurück nach Borgo Panigale zu holen."

Jack Miller steht vor seiner zweiten Saison als Ducati-Werkspilot. Der Australier gewann im Vorjahr zwei Rennen und wurde WM-Vierter. "Die Meisterschaft beginnt endlich und ich fühle mich mehr denn je bereit für die neue Saison. Mit einem weiteren Jahr Erfahrung in der MotoGP fühle ich mich definitiv stärker und ich habe das Gefühl, dass ich mich im Vergleich zu 2021 sowohl physisch als auch mental stark verbessert habe", kommentiert Miller.

"Es wird mein zweites Jahr mit dem Ducati-Werksteam sein, einer Gruppe von Leuten, die sich wirklich für den Motorsport begeistern. Und ich bin glücklich, ein Teil davon zu sein. Ein Ducati-Werksfahrer zu sein, erfüllt mich mit Stolz und bedeutet, dass ich von vielen Fans unterstützt werde, nicht nur in Italien, sondern auf der ganzen Welt. Ich kann den März kaum erwarten und zum ersten Rennen des Jahres in Katar auf die Strecke gehen", so Miller.

Gleiche Voraussetzungen für Francesco Bagnaia und Jack Miller

Wird Vize-Weltmeister Bagnaia die Speerspitze von Ducati? "Es ist wenig sinnvoll, bereits vor dem Saisonstart einen Fahrer zu bevorzugen", kommentiert Ducati-Corse-Chef Luigi Dall'Igna. "Es ist wichtig, dass alle mit den gleichen Voraussetzungen beginnen können. Dann werden wir sehen, was passiert."

Im Vorjahr war Bagnaia mit vier Siegen in den finalen sechs Rennen der stärkere der beiden Ducati-Werkspiloten. "Manchmal nimmt eine Saison einen anderen Verlauf", warnt Luigi Dall'Igna. "Ein Team wie Ducati kann die Fahrer vor dem Saisonstart nicht unterschiedlich behandeln. Selbst im Laufe der Saison unterstütze ich alle Ducati-Piloten identisch, sofern das möglich ist."

Welche Bereiche Ducati im Winter verbessert hat

Die 2021er-Ducati war bereits ein sehr konkurrenzfähiges Motorrad. Die Erfolge im finalen Saisondrittel lassen erahnen, dass Ducati am Ende der Saison 2021 das beste Paket hatte. Bagnaia und Miller kündigten bereits nach dem ersten Test Ende 2021 an, dass die 2022er-Ducati noch einmal eine deutliche Verbesserung darstellt.

Was hat Ducati im Vergleich zur 2021er-Version verändert? "Wir waren mit dem Fahrverhalten der 2021er-Maschine sehr zufrieden. Doch bei einigen Bereichen hatten wir auch etwas Glück", bemerkt Luigi Dall'Igna. Und er erklärt: "Das sieht man, wenn man sich einige Rennen aus dem Vorjahr anschaut. In Assen gab es einige Performance-Probleme, die wir beheben mussten."

Vor allem flüssige Kurvenkombinationen waren mit der Ducati nicht so gut zu durchfahren wie mit der Yamaha oder Suzuki. "Es betraf vor allem die schnellen Kurven, besonders den Eingang in schnelle Kurven. Das war einer der wichtigsten Bereiche, in denen wir das Motorrad verbessern wollten", schildert Luigi Dall'Igna.

"Unterm Strich geht es darum, einen möglichst guten Kompromiss aus allen Bereichen zu treffen. Das ist das Ziel aller Ingenieure", fasst Luigi Dall'Igna zusammen. Und hat Ducati bei der 2022er-Maschine diesen Kompromiss getroffen? "Absolut. Ich hoffe, dass wir uns damit verbessern konnten. Das jüngste Modell ist immer das beste", so der Ducati-Rennleiter.

Ducati hat bis zum Saisonstart noch einige Hausaufgaben

Beim Sepang-Test hinterließ die 2022er-Ducati einen guten Eindruck. Obwohl die Abstimmung noch nicht perfekt war, konnten Pramac-Pilot Jorge Martin und Werkspilot Francesco Bagnaia mit der neuen Desmosedici Spitzenzeiten fahren. Es gibt aber noch einige Hausaufgaben, die bis zum Saisonstart in einem Monat erledigt werden müssen.

"Ich bin mit dem Test zufrieden. Es könnte natürlich besser sein, aber es könnte auch schlechter sein", bilanziert Luigi Dall'Igna. "Es gibt einige Bereiche, an denen wir noch arbeiten müssen. Wir probierten am Sonntag einige Änderungen, die positiv waren. Unser Weg ist klar. Der kommende Test ist wichtig, weil es der letzte der Vorsaison ist. Danach beginnt die Meisterschaft."

In den vergangenen Jahren war Ducati stets der innovativste Hersteller und inspirierte die anderen Werke, Ideen zu kopieren. Beispiele dafür sind die Winglets, die Spoiler unter den Schwingen und die Ride-Height-Devices sowie die damit verbundenen Startvorrichtungen.

Worauf kommt es in den kommenden Jahren besonders an? "Es gibt nicht den einen Bereich, der deutlich wichtiger ist als alle anderen", kommentiert Luigi Dall'Igna. "Man muss das Motorrad in allen Bereichen entwickeln - die Aerodynamik, das Chassis, die Vorrichtungen wie das Ride-Height-Device. Das alles wirkt sich auf die Performance des Motorrads aus. Der Motor und die Elektronik sind natürlich auch sehr wichtig."

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