MotoGP World Championship

MotoGP-Boss Ezpeleta: “Kein WM-Finale wie in der Formel 1”

22. Feb.
Auf große Kontroversen kann Carmelo Ezpeleta in der MotoGP gerne verzichten.

Foto: Motorsport Images

Carmelo Ezpeleta wünscht sich auch in der MotoGP ein WM-Duell bis zum letzten Rennen. Aber ein Saisonfinale wie jüngst in der Formel 1 will er in der Motorrad-WM nicht erleben.

Das Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi 2021 zog schier endlose Diskussionen nach sich. Letztlich zog der Automobil-Weltverband daraus die Konsequenzen. FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem stellte jetzt nach einer Untersuchung der Vorgänge zwei neue Rennleiter und dazu mehrere Regel-Änderungen vor.

Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta hat die Diskussionen rund um das Rennen in Abu Dhabi natürlich ebenfalls verfolgt. Und bezieht dazu jetzt in der 'Marca' ganz klar Stellung: "Ich will in der MotoGP nie so ein Ende wie in der Formel 1 erleben."

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"Nicht gut, wie sich das alles entwickelt hat"

"Ich wünsche mir, dass zwei Fahrer im letzten Rennen um den WM-Titel kämpfen,", so Ezpeleta weiter. "Ich bin nicht für oder gegen jemanden. Es war eine fantastische Weltmeisterschaft, das ganze Jahr über wurde hart gekämpft. Aber so, wie sich das alles entwickelt hat..."

Max Verstappen (Red Bull) und Lewis Hamilton (Mercedes) hatten sich die ganze Saison über ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Vor dem entscheidenden Rennen waren beide in der Fahrerwertung punktgleich. Die vermeintlich perfekte Ausgangslage für den finalen Showdown.

"Aber am Ende gab es Kontroversen, was nie eine gute Sache ist", findet Ezpeleta. "Auch ich wünsche mir natürlich eine Weltmeisterschaft, die bis zum Schluss hart umkämpft ist. Aber dass es danach Zweifel gab und der Vize-Weltmeister nicht mehr gesprochen hat, das hat mir nicht gefallen."

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Erinnerungen an Rossi vs. Marquez 2015

"Von so etwas träume ich absolut nicht", sagt der Spanier und erinnert an einen ähnlichen Fall in der jüngeren MotoGP-Geschichte. "Alle waren glücklich, weil es medial so einen großen Effekt hatte. Aber die Kontroversen damals zwischen Rossi und Marquez 2015 habe ich mir alles andere als erträumt."

Das WM-Duell zwischen Verstappen und Hamilton hatte der Formel 1 die gesamte letzte Saison über weltweit viel Aufmerksamkeit beschert. Hinter den Kulissen gibt es zwischen den Motorsport-Königsklassen auf zwei und vier Rädern einige Kooperationen.

So arbeiten die beiden Weltverbände FIA und FIM in Fragen der Sicherheit zusammen, vor allem in puncto Strecken. Aber auch die jeweiligen Promoter Dorna und Liberty Media sind im Austausch. Daher ist Ezpeleta überzeugt, dass eine starke Formel 1 auch gut für die MotoGP ist.

"Ja, denn wir haben gemeinsame Interessen mit der Formel 1. Wir arbeiten zusammen, um Dinge zu verbessern, die uns beide betreffen. Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen jeder für sich arbeitet. Aber ich denke, es ist gut für uns, wenn es der Formel 1 gut geht - und umgekehrt auch."

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