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MotoGP World Championship

MotoGP in Barcelona 2021: KTM-Fahrer Oliveira siegt, Strafe gegen Quartararo

6. Juni
Motorsport Images

Foto: (c) Motorsport Images

Nach schwierigem Start in die MotoGP-Saison 2021 hat sich KTM zurückgemeldet.

Miguel Oliveira eroberte beim Grand Prix von Katalonien den ersten Saisonsieg für die österreichische Marke. Johann Zarco (Pramac-Ducati) stand auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya als Zweiter auf dem Podest. Fabio Quartararo (Yamaha) verlor durch eine 3-Sekunden-Strafe Rang drei an Jack Miller (Ducati).

"Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, was passiert ist", lauten die ersten Worte von Oliveira. "Das war wohl eines meiner besten Rennen überhaupt - einfach perfekt. Vielen Dank an KTM für dieses unglaubliche Motorrad heute. Und auch vielen Dank an alle die Fans an der Strecke. Es ist ein richtig gutes Gefühl, dass auf den Tribünen wieder Normalität einkehrt."

Mit diesem Ergebnis verkürzte Zarco seinen WM-Rückstand auf Quartararo auf 17 Punkte. Miller hat als WM-Dritter 28 Zähler Rückstand. Yamaha führt sowohl die Marken- als auch die Team-WM knapp vor Ducati an. KTM verbesserte sich in der Marken-WM auf Rang drei.

Den ersten Crash gab es bei der Runde in die Startaufstellung. Rückkehrer Jorge Martin (Pramac) flog mit kalten Reifen in Kurve 5 per Highsider ab. Dem Spanier war nichts passiert. Mit seiner zweiten Ducati musste er von ganz hingen starten.

Beim Start zum siebten Saisonrennen über 24 Runden verlor Pole-Setter Quartararo in der ersten Kurve zwei Positionen an Miller und Oliveira. Eine gute erste Runde hatte Joan Mir (Suzuki), der sich bis auf Rang vier nach vor arbeiten konnte.

In Runde 2 machte Miller einen Fehler und Oliveira übernahm die Führung. Quartararo versuchte ebenfalls die Ducati zu überholen, aber das klappte nicht und er fiel durch eine nicht optimale Linie in Kurve 7 hinter Mir und Aleix Espargaro (Aprilia) auf Platz fünf zurück.

Oliveira konnte sich in der Anfangsphase vom Trio Miller, Aleix Espargaro und Mir etwas absetzen. Quartararo machte langsam wieder Boden gut und schnappte sich in der fünften Runde Platz vier vom besten Aprilia-Fahrer. In der Folge fiel Aleix Espargaro weiter zurück.

Miller machte in der sechsten Runde einen Fehler und wurde von Mir und Quartararo überholt. Kurz darauf eroberte der Franzose Platz zwei vom Weltmeister. Zu diesem Zeitpunkt hatte Quartararo 1,2 Sekunden Rückstand auf den führenden Oliveira.

Duell Quartararo gegen Oliveira

Die Aufholjagd begann. In wenigen Runden hatte Quartararo die KTM eingeholt. In seinem Windschatten ließ sich Mir heranziehen. Dahinter gab es ein Ducati-Duell zwischen Miller und Zarco um Platz vier.

In Runde 12 dann die erste Attacke. Quartararo überholte in Kurve 5 Oliveira und führte erstmals das Rennen an. Aber der Portugiese gab sich nicht geschlagen. Zu Beginn von Runde 14 bremste er sich in der ersten Kurve wieder vorbei.

Oliveira hatte den harten Vorderreifen montiert und Quartararo medium. Hinten fuhren beide hart. Dahinter gab es neun Runden vor Rennende einen Platzwechsel. Mir verlor Rang drei an die beiden Ducati-Raketen von Zarco und Miller.

Quartararo plötzlich mit offener Lederkombi

Oliveria hielt den Rhythmus hoch. Quartararo bekam Graining am weicheren Vorderreifen und konnte in der Schlussphase nicht mehr ganz mithalten. Plötzlich öffnete sich zudem seine Lederkombi und die nackte Brust des Franzosen war zu sehen.

Zarco überholte Quartararo und machte Jagd auf Oliveira. Er kam der KTM auch näher, aber es reichte nicht mehr für einen Angriff. Oliveira gewann 0,175 Sekunden vor Zarco. Quartararo fuhr als Dritter über die Ziellinie, aber zur Siegerehrung durfte er nicht.

Weil er einmal in den Kurven 1 und 2 neben der Strecke war und abgekürzt hatte, bekam er nachträglich eine Strafe von drei Sekunden. Somit wurde er auf Platz vier zurückversetzt. Miller stand als Dritter auf dem Podest.

Pol Espargaro, Marc Marquez und Valentino Rossi gestürzt

Weltmeister Mir kam vor Vinales als Fünfter ins Ziel. Auf den weiteren Plätzen folgten Francesco Bagnaia (Ducati), Brad Binder (KTM), Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) und Enea Bastianini (Esponsorama-Ducati). 15 Fahrer sahen die Zielflagge.

Für Pol Espargaro endete das Heimrennen in Runde 5 durch einen Sturz in Kurve 5. Auch für seinen Honda-Teamkollegen Marc Marquez dauerte der Grand Prix nicht viel länger. In Runde 8 stürzte er in Kurve 10. Auch das Tech-3-Team erlebte durch Stürze von Danilo Petrucci und Iker Lecuona einen Totalausfall.

Die zunächst gute Vorstellung von Aleix Espargaro endete in Runde 11. Seine Aprilia lag in Kurve 10 im Kiesbett. Für Valentino Rossi war es acht Runden vor der Zielflagge vorbei. Der 42-Jährige stürzte ebenfalls in Kurve 10. Er lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 13.

Ein Rennen zum Vergessen erlebte auch Takaaki Nakagami (LCR-Honda). Der Japaner bekam eine Long-Lap-Penalty, weil er in Kurve 1 und 2 abgekürzt hatte. Da er die Strafrunde nicht ordnungsgemäß absolvierte, bekam er noch eine Long-Lap-Strafe. Nakagami wurde 13.

Der nächste Grand Prix findet am 20. Juni in Deutschland auf dem Sachsenring statt.

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