MotoGP World Championship

MotoGP in Doha: Fabio Quartararo bezwingt Pramac-Ducati

4. Apr. 2021

Foto: (C) Motorsport Images

Katar bleibt in diesem Jahr Yamaha-Terrain: Nach dem Sieg von Maverick Vinales in der vergangenen Woche jubelte diesmal sein Yamaha-Teamkollege Fabio Quartararo über den Sieg.

Zwischenzeitlich am Ende der Top 10, setzte sich der Franzose mit einer späten Aufholjagd gegen zwei Ducatis durch.

Denn Platz zwei und drei ging an das Pramac-Duo Johann Zarco und Jorge Martin. Letzterer führte das Rennen vom Start weg lange an und musste sich erst in den Schlussrunden geschlagen geben. Für den Rookie ist es das erste Podium im zweiten Rennen.

Zum Start der 22 Rennrunden blieben beide Pramac-Fahrer vorn, dahinter schob sich Aleix Espargaro mit der Aprilia auf Platz drei. Auch Oliveira kam gut vom Fleck und folgte an vierter Stelle, von hinten machten aber bereits die Suzukis Druck.

Rennen MotoGP: TISSOT Grand Prix von Doha

Die Reihenfolge nach Runde eins: Martin, Zarco, Aleix Espargaro, Rins, Oliveira, Mir, Quartararo, Vinales, Miller und Bagnaia. Rossi verharrte auf dem vorletzten Platz.

Anders als vor einer Woche hielt sich Martin an der Spitze und bekam nichts von dem Gerangel weiter hinter mit, das Vinales bis auf Platz elf zurückwarf. Das Feld lag auch nach zwei Runden eng beieinander, wenngleich sich hinter Rins eine kleine Lücke zu Oliveira auftat, an dem Mir zunächst nicht vorbeikam.

Anders Rins: Er überholte die Aprilia von Espargaro und erhöhte den Druck auf Zarco, musste nach einer ersten Attacke aber zurückstecken. Der zweite Angriff glückte, womit Rins nach vier Runden bereits Zweiter war. In der Zwischenzeit hatte auch Mir einen Weg vorbei an Oliveira gefunden und damit Platz fünf übernommen.

Auftaktsieger Vinales lag zu dem Zeitpunkt immer noch nur auf Rang zehn, direkt hinter Teamkollege Quartararo und den beiden Werks-Ducatis. Besser lief es für das Pramac-Duo, das mit Anbruch der siebten Runde wieder eine Doppelspitze bildete.

Rins war für Zarco dank der Ducati-Power auf der langen Geraden ein leichtes Opfer und fiel auf Platz drei zurück, hielt aber den Anschluss. Auch Suzuki-Teamkollege Mir verlor eine Position, denn Bagnaia hatte nach seinem schwachen Start in einen guten Rhythmus gefunden und fuhr auf Platz fünf vor.

Nach zehn absolvierten Runden lagen immer noch neun Fahrer innerhalb von zwei Sekunden. Die Führungsgruppe reichte bis Vinales zurück. Plätze gut machte neben Bagnaia auch Miller, der an Mir und Aleix Espargaro vorbeiging, um sich an die fünfte Stelle zu schieben. Rins befand sich somit im doppelten Ducati-Sandwich.

In Kurve 14 warf es den Spanier jedoch was von seiner Suzuki, als er einen Vorderradrutscher noch geradeso abfangen konnte. Daraufhin verlor er eine Position an Bagnaia. Zwischen Mir und Miller entbrannte direkt dahinter ein erbittertes Duell, das nicht ohne Kollisionen auskam, woraufhin beide Plätze einbüßten.

Quartararo, bis dahin eher stiller Beobachter, profitierte vom Gerangel und kämpfte anschließend mit Rins um Rang vier, während Mir nur noch am Ende der Gruppe zu finden war.

Mit Anbruch der letzten sechs Runden verbremste sich Bagnaia in Kurve 1 und rutschte von Platz drei auf sieben ab. Damit war Quartararo Dritter hinter dem Pramac-Duo, das das Rennen weiterhin anführte. Die Abstände blieben jedoch gering, in der Gruppe kam es immer wieder zu Zweikämpfen und Positionswechseln.

Auf den Schlussrunden kam es zum erwarteten Duell zwischen Ducati und Yamaha. Quartararo kämpfte mit Martin um die Führung, Vinales belauerte Zarco. Bei noch vier zu fahrenden Runden ließ Quartararo den Hammer fallen und konnte, vorbei an Martin, einen kleinen Vorsprung herausfahren, um der Ducati-Power zu entgehen.

Martin war nicht mehr in der Lage, die Lücke zu schließen, sondern musste sich im letzten Sektor der Schlussrunde noch von Teamkollege Zarco kassieren lassen. Im Ziel trennten die beiden gerade mal 43 Tausendstel.

Analyse MotoGP: TISSOT Grand Prix von Doha

Rins verpasste das Podium um sechs Zehntel und wurde Vierter knapp vor Vinales, der sich nach seinem Auftaktsieg diesmal mit Rang fünf zufriedengeben musste. Auch Bagnaia verpasste das Podest als Sechster deutlich. Mir konnte in der Schlussphase nicht mehr zulegen und beendete das Rennen auf dem siebten Platz.

Ein unauffälliges, aber in der zweiten Hälfte starkes Rennen zeigte Binder, der seine KTM auf Rang acht ins Ziel brachte. Miller egalisierte sein Ergebnis aus der Vorwoche und wurde Neunter. Aleix Espargaro baute in der zweiten Rennhälfte ab und beschloss die Top 10. Rossi verpasste die Punkteränge als Sechzehnter.

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