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MotoGP Katar: Vinales siegt vor Ducati – Mir verliert P2 auf der Zielgeraden

28. März 2021
Maverick Vinales schaffte es, die Ducati-Raketen hinter sich zu lassen

Maverick Vinales schaffte es, die Ducati-Raketen hinter sich zu lassen

Yamaha-Pilot Maverick Vinales hat Ducati beim MotoGP-Saisonauftakt in Katar auf die Plätze verwiesen. Der Spanier kämpfte sich im letzten Renndrittel an die Spitze und brachte diese mit einem Vorsprung von 1,092 Sekunden sicher ins Ziel.

Johann Zarco und Polesetter Francesco Bagnaia mussten sich mit den Plätzen zwei und drei zufriedengeben. Sie nutzten ihre Ducati-Power, um auf der Start-Ziel-Geraden noch an Weltmeister Joan Mir vorbeizugehen, der sich mit seiner Suzuki bis auf Platz zwei vorgekämpft hatte, das Podium am Ende aber knapp verpasste.

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Das Rennen

Zum Rennstart um 20 Uhr Ortszeit hatte der Wind etwas nachgelassen. Mit 20 Grad Luft- und 22 Grad Asphalttemperatur war es verhältnismäßig kühl. Bei den Reifen waren sich alle Fahrer einig: Die weiche Gummimischung dominierte vorne wie hinten.

Den Start entschieden Bagnaia und Miller mit der Ducati-Power für sich. Dahinter reihten sich mit Zarco und Martin zwei weitere Ducatis ein. Aleix Espargaro folgte an vierte Stelle, wurde aber bald von vom Yamaha-Trio Quartararo, Vinales und Rossi kassiert. Weiter hinten kam es zum ersten Sturz: Danilo Petrucci legte seine Tech-3-KTM ab.

Nach nur einer Runde legte Bagnaia bereits eine halbe Sekunde zwischen sich und den Rest des Feldes. Miller musste derweil Zarco weichen, der Platz zwei übernahm. Die Reihenfolge nach zwei Runden: Bagnaia, Zarco, Miller, Martin, Quartararo, Vinales, Rossi, Rins, Mir, Aleix Espargaro. Die erste Honda lag mit Pol Espargaro auf P12.

In Runde drei wagte Quartararo den ersten Angriff auf eine Ducati und kämpfte sich an Martin vorbei. Nur wenige Kurven später tat Vinales es ihm gleich. Auch das Suzuki-Duo machte Positionen gut und zog an Rossi vorbei, der auf P9 abrutschte.

An der Spitze hielt sich Bagnaia auch nach fünf Runden in Führung, konnte sich aber wie seine Markenkollegen direkt hinter ihm nicht merklich absetzen. Ihnen saß das Yamaha-Werksduo im Nacken. Hinter Vinales klaffte wiederum schon eine Lücke von anderthalb Sekunde auf den Sechstplatzierten Rins.

Eine erste Attacke seitens Quartararo konnte Miller noch kontern, mit Anbruch der siebten Runde übernahm der Yamaha-Pilot aber Platz drei. Für Takaaki Nakagami endete das Rennen im selben Umlauf vorzeitig: Der Japaner stürzte in Kurve 9.

Wenig später verlor Miller eine weitere Position, denn auch Vinales überholte den Ducati-Piloten. Zusammen mit Teamkollege Quartararo machte er nun Jagd auf Bagnaia und Zarco in Front, während Rins sich als sechster Mann an die erweiterte Spitzengruppe heranpirschte. Mir lag auf P7 wiederum schon zwei Sekunden zurück.

Nach zehn Runden schob sich Vinales vorbei an Quartararo. Er schien zu diesem Zeitpunkt die bessere Pace zu haben, um auf die Ducatis aufzuschließen. Und tatsächlich ging es für Quartararo in der Folge rückwärts. Er verlor weitere Positionen an Miller und Rins, während sich Vinales vorbei an Zarco auf Rang zwei vorkämpfte.

Danach folgte er Bagnaia rundenlang wie ein Schatten. Der Topspeed-Vorteil der Ducati spielte im Rennen keine so große Rolle wie vermutet. In Runde 15 gelang es Vinales schließlich, die Führung zu übernehmen. Dahinter drehten auch die Suzukis auf: Rins überholte Miller, Mir stellte den Anschluss her und kassierte Quartararo.

Der Weltmeister zeigte eine starke zweite Rennhälfte. Bei noch fünf zu fahrenden Runden zog er auch an Teamkollege Rins vorbei und visierte als Vierter einen Podestplatz an. Zwar war Vinales enteilt, doch Zarco und Bagnaia lagen noch in Reichweite.

In Runde 20 legte sich Mir zunächst Bagnaia zurecht und hängte sich dann an das Hinterrad von Zarco, um auf der Schlussrunde einen Angriff zu starten und auch an ihm vorbeizugehen. Doch nach einem kleinen Fehler in der Zielkurve nutzten Zarco und Bagnaia ihre Ducati-Power, um Mir auf die Geraden wieder zu schnappen.

Damit blieb dem Weltmeister nur der undankbare vierte Platz hinter Vinales und dem Ducati-Duo. Auch Suzuki-Kollege Rins verlor in der Schlussphase noch eine Position an Quartararo und wurde Sechster. Aleix Espargaro feierte mit Rang sieben ein starkes Auftaktergebnis vor seinem Bruder Pol, der beim Honda-Debüt Achter wurde.

Miller gingen zum Ende hin die Körner auf, weshalb er das Rennen nur auf Platz neun beendete. Einen starken Einstand zeigte MotoGP-Rookie Enea Bastianini, der die Top 10 als Zehnter abschloss und damit noch vor Stefan Bradl (Honda), Valentino Rossi (Yamaha) und dem KTM-Duo Miguel Oliveira und Brad Binder ins Ziel kam.

Den letzten WM-Punkt sicherte sich Martin als Fünfzehnter. Nach seinem starken Start ging es für den Rookie vor allem rückwärts. Trotzdem ließ er Luca Marini sowie Iker Lecuona, Franco Morbidelli und Lorenzo Savadori hinter sich. Drei Fahrer sahen die Zielflagge nicht. Neben Petrucci und Nakagami kam auch Alex Marquez zu Sturz.

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