MotoGP-Qualifying Misano: Erste Miller-Pole seit 2018 – Ducati dominant

3. Sept.
Jack Miller kann seine erste MotoGP-Pole seit Argentinien 2018 feiern.

Der Ducati-Pilot fuhr im Qualifying zum Grand Prix von San Marino mit 1:31.899 Minuten die Bestzeit und verwies Teamkollege Francesco Bagnaia auf Platz zwei. Auf Platz drei folgte mit Enea Bastianini ein weiterer Ducati-Pilot.

Wie schon in der Moto3 mussten sich auch die MotoGP-Fahrer mit unbeständigem Wetter arrangieren. Immer wieder tröpfelte es vereinzelt, war aber bei weitem nicht nass genug für Regenreifen. In Q1 meisterten die beiden VR46-Ducati-Fahrer Marco Bezzecchi und Luca Marini die Situation am besten.

Sie kamen nachträglich eine Runde weiter, während Namen wie Jorge Martin und Brad Binder in Q1 hängen blieben. Zum Ende der Session wurde der Regen etwas stärker, weshalb die meisten Fahrer den zweiten Qualifying-Abschnitt auf Regenreifen begannen.

Einzig Miguel Oliveira rückte mit seiner KTM sofort auf Slicks aus und bewies gleich im ersten Umlauf, dass er deutlich schneller unterwegs war als die Konkurrenz auf Regenreifen. Nach und nach wechselte auch der Rest auf Slicks, wobei Oliveira den Vorteil hatte, schon einige Runden damit gefahren zu sein.

Doch die Konkurrenz schoss sich rasch auf die Bedingungen ein. Vor allem die Ducati-Piloten drückten aufs Tempo und wechselten sich an der Spitze immer wieder ab. Am Ende setzte sich Miller denkbar knapp gegen seinen Teamkollegen durch: Ihn und Bagnaia trennten gerade einmal 15 Tausendstelsekunden.

Allerdings wird Bagnaia am Sonntag nicht von Platz zwei, sondern fünf starten. Schuld ist eine Gridstrafe, die die Rennkommissare verhängten, weil Bagnaia im Freitagstraining einen anderen Fahrer behindert hatte. Damit rücken seine Markenkollegen Bastianini und Bezzecchi je eine Position nach vorn.

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Auch Maverick Vinales gewinnt einen Startplatz. Der Aprilia-Pilot qualifizierte sich als Fünfter. Johann Zarco (Pramac-Ducati) fuhr auf Rang sechs. Fabio Quartararo (Yamaha) kam nicht über Platz acht hinaus und reihte sich damit noch hinter Marini ein.

Auch Quartararos WM-Verfolger hatte mit dem Kampf um die Pole nichts zu tun: Aleix Espargaro stellte seine Aprilia nur auf Platz neun. Oliveira wurde schließlich Zehnter und teilt sich die vierte Reihe mit Franco Morbidelli (Yamaha) und Alex Rins (Suzuki).

Pramac-Fahrer Martin scheiterte in Q1 als Dritter knapp und kam nicht über Startplatz 13 hinaus. Er teilt sich die fünfte Reihe mit Fabio Di Giannantonio (Gresini-Ducati) und Binder auf der KTM. Alex Marquez (LCR-Honda) stürzte und wurde 16., gefolgt von Michele Pirro (Ducati) und Andrea Dovizioso (RNF-Yamaha).

Das Repsol-Honda-Duo Pol Espargaro und Stefan Bradl landete abgeschlagen auf den Plätzen 19 und 20. Die Bestzeit in ihrer Quali-Session fehlten ihnen fast neun Zehntel.

Die übrigen Plätze in der Startaufstellung fühlen Darryn Binder (RNF-Yamaha), Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Kazuki Watanabe (Suzuki), der als Ersatzpilot von Joan Mir die beiden Tech-3-Rookies Remy Gardner und Raul Fernandez hinter sich lassen konnte.

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