MotoGP-Qualifying Motegi: Marquez holt im Regen erste Pole seit 2019

24. Sept.

Foto: (c) Motorsport Images

Für Marc Marquez schließt sich ein Kreis: 1071 Tage, nachdem er in Motegi 2019 seine letzte Poleposition einfuhr, hat der Honda-Pilot an gleicher Stelle das MotoGP-Qualifying zum diesjährigen Grand Prix von Japan für sich entschieden.

Der Spanier markierte auf nasser Strecke eine Bestzeit von 1:55.214 Minuten und setzte sich gegen Johann Zarco (Pramac-Ducati) und Brad Binder (KTM) durch, die die Plätze zwei und drei belegten. Für Binder ist es das erste Mal in Reihe eins. Die beiden WM-Führenden Fabio Quartararo und Francesco Bagnaia strauchelten.

Nach einer langen regenbedingten Unterbrechung in der Moto2 war das dritte Freie Training der Königsklasse ersatzlos gestrichen worden. Der erste Qualifying-Abschnitt begann um 16:10 Uhr Ortszeit (9:10 Uhr MESZ), also mit gut einer Stunde Verspätung.

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Zarco und Martin meistern Q1

In Q1 kämpften unter anderem die beiden Pramac-Piloten Zarco und Jorge Martin, Aragon-Sieger Enea Bastianini (Gresini-Ducati), Alex Rins (Suzuki) und Franco Morbidelli (Yamaha) um die letzten zwei Plätze für den nachträglichen Q2-Einzug.

Auch Takaaki Nakagami (LCR-Honda) rückte trotz anhaltender Probleme mit seiner operierten rechten Hand aus, rutschte jedoch in Kurve 14 früh weg. Zwar ging der Japaner noch einmal auf die Strecke, blieb jedoch Letzter. Im Kampf ums Weiterkommen setzte sich das Pramac-Duo Zarco und Martin durch.

Zarco knüpfte in Q2 sofort daran an und nutzte den Vorteil, die Bedingungen bereits zu kennen, um mit einer Bestzeit vorzulegen. Doch auch Marquez fand schnell in seinen Rhythmus und. Er war schon im zweiten Freien Training auf nasser Strecke der Schnellste.

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WM-Rivalen straucheln im Regen

Er und Zarco wechselten sich an der Spitze mehrfach, Marquez konnte sich aber schließlich mit einem Vorsprung von 0,208 Sekunden durchsetzen. Binder schob sich im letzten Umlauf noch auf Platz drei und damit in die erste Reihe. Ihm fehlten 0,323 Sekunden.

Aprilia-Pilot Maverick Vinales beendete das Qualifying als Vierter vor Martin und Teamkollege Aleix Espargaro. Jack Miller (Ducati) wurde Siebter. Miguel Oliveira (KTM) stürzte und kam am Ende nicht über Platz acht hinaus. Auch WM-Leader Fabio Quartararo enttäuschte. Der Yamaha-Fahrer belegte Rang neun.

Einziger Trost: Sein Verfolger in der WM Bagnaia startet von noch weiter hinten. Der Ducati-Pilot schloss Q2 als Zwölfter und somit Letzter ab. Damit reiht er sich noch hinter Luca Marini (VR46-Ducati) und Pol Espargaro (Honda) auf Platz zehn und elf ein.

Bastianini nach Sturz in Q1 raus

Marco Bezzecchi (VT46-Ducati) scheiterte als Drittplatzierter in Q1 knapp am Q2-Einzug. Er teilt sich die fünfte Reihe mit Morbidelli und Bastianini, der in Kurve 5 stürzte und danach nicht mehr angreifen konnte. Sein Teamkollege Fabio Di Giannantonio wurde 16., gefolgt von Alex Marquez (LCR-Honda) und Rins.

Honda-Wildcard-Starter Tetsuta Nagashima sicherte sich Startplatz 19. Takuya Tsuda, der bei Suzuki für Joan Mir einspringt, reihte sich hinter Remy Gardner (Tech-3-KTM) auf Platz 21 ein. Raul Fernandez (Tech-3-KTM), Cal Crutchlow, Darryn Binder (beide RNF-Yamaha) und Nakagami beschließen den Grid.

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