MotoGP-Qualifying Sepang: Martin mit Rekord auf Pole – WM-Trio enttäuscht

22. Okt.

Foto: (c) Motorsport Images

Back-to-Back-Pole für Jorge Martin: Wie schon vor einer Woche auf Phillip Island hat der Pramac-Ducati-Pilot auch das MotoGP-Qualifying zum Grand Prix von Malaysia dominiert.

Mit einem neuen Streckenrekord von 1:57.790 Minuten und 0,456 Sekunden Vorsprung war ihm die vierte Saisonpole nicht zu nehmen.

Enea Bastianini (Gresini-Ducati) sorgte auf Platz zwei für eine Ducati-Doppelführung. Marc Marquez (Honda) kämpfte sich erfolgreich durch Q1 und wurde schließlich Dritter, während die drei WM-Rivalen die vorderen Startreihen klar verpassten.

Für WM-Leader Francesco Bagnaia ging es bereits im ersten Quali-Abschnitt um alles oder nichts. Er hatte den direkten Q2-Einzug nach einem späten Sturz im FP3 knapp verpasst.

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Bagnaia und Marquez nachträglich weiter

Gemeinsam mit den anderen Fahrern verlor er keine Zeit und rückte sofort aus - für den Fall, dass es regnet. Am Ende war es eine klare Sache für Bagnaia, der mit einer Sessionbestzeit von 1:58.645 Minuten, die er bereits im ersten Run fuhr, klar weiterkam.

Teamkollege Jack Miller hielt ihm zunächst den Rücken frei, indem er die Konkurrenz im zweiten Run hinter sich herzog. Dann aber stürzte Miller auf seiner letzten schnellen Runde per Highsider in Kurve 2. Platz zwei verlor er daraufhin an Marc Marquez (Honda), der sich im finalen Versuch noch in die Top 2 schob.

Damit zogen Bagnaia und Marquez nachträglich in Q2 ein. Beide begannen die Session mit einem gebrauchten Hinterreifen und konnten im Kampf um die Pole zunächst nicht mitreden. Stattdessen legte Martin aus dem Stand mit einem neuen Streckenrekord vor.

Bagnaia stürzt, Martin knackt 1:58er-Zeit

Im zweiten Run nutzten dann auch Bagnaia und Marquez ihre letzten frischen Reifen, um noch einmal nachzulegen. Marquez hängte sich dafür wie so oft ans Hinterrad der Ducati. In Kurve 4 verlor Marquez dann aber seine Referenz, denn Bagnaia stürzte. Zu dem Zeitpunkt lag der Italiener auf Platz sechs.

Marquez schaffte es aus eigener Kraft auf Platz drei und reihte sich damit hinter Martin und Bastianini ein. Martin verbesserte seine Rundenzeit im letzten Umlauf noch einmal und knackte als erster und einziger Fahrer die magische Marke von 1:58.

Marco Bezzecchi (VR46-Ducati) zeigte nach dem Gewinn des Rookie-Titels vor einer Woche erneut ein starkes Qualifying und eroberte Platz vier. Auch Teamkollege Luca Marini enttäuschte nicht und reihte sich hinter Alex Rins (Suzuki) auf Platz sechs ein.

Quartararo in Q2 auf dem letzten Platz

Franco Morbidelli wurde als Siebter bester Yamaha-Pilot. Denn Teamkollege Fabio Quartararo blieb nach mehreren Rutschern auf dem zwölften und damit letzten Platz in Q2 hängen. Womöglich spielte dabei auch seine linke Hand eine Rolle, die er sich beim Sturz im vierten Freien Training angeschlagen hatte.

Bagnaia wurde nach seinem Crash im Qualifying noch bis auf Platz neun zurückgereicht. Vor und hinter ihm komplettieren die beiden Aprilia-Piloten Maverick Vinales und Aleix Espargaro die dritte Reihe. Letzterer hatte ebenfalls einen späten Sturz zu verzeichnen. Joan Mir (Suzuki) beendete die Session als Elfter.

Brad Binder scheiterte in Q1 knapp, war mit Platz 13 aber bester KTM-Pilot. Miller kam nach seinem Sturz nicht über Platz 14 hinaus. Ähnlich enttäuschend lief es für Johann Zarco.

Der Pramac-Ducati-Pilot reihte sich noch hinter Cal Crutchlow (RNF-Yamaha), Fabio Di Giannantonio (Gresini-Ducati) und Pol Espargaro (Honda) auf Platz 18 ein. Wegen einer Gridstrafe wird er aber drei Plätze weiter hinten starten, also von 21.

KTM-Fahrer Miguel Oliveira rückt damit auf 18 vor. Auch Markenkollege Remy Gardner und Alex Marquez (LCR-Honda), die beide stürzten, gewinnen eine Position. Die Startaufstellung beschließen Raul Fernandez (Tech-3-KTM), Tetsuta Nagashima (LCR-Honda) und der ebenfalls gestürzte Darry Binder (RNF-Yamaha).

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