MotoGP World Championship

MotoGP Sachsenring 2022: Fabio Quartararo triumphiert, Bagnaia stürzt

19. Juni
MotoGP-Weltmeister Fabio Quartararo hat den Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring überlegen gewonnen.

Der Yamaha-Fahrer kam vor dem Ducati-Duo Johann Zarco und Jack Miller ins Ziel. Francesco Bagnaia schied früh durch Sturz aus. Mit seinem dritten Saisonsieg baute Quartararo seinen WM-Vorsprung weiter aus.

"Ich bin müde! Es ging mir das ganze Wochenende über nicht so gut", verrät der Sieger nach dem Hitzerennen. Von den Topfahrern wählte nur Quartararo den Medium-Hinterreifen, während der Rest bei Asphalttemperaturen von über 50 Grad Celsius auf den harten Michelin-Pneu setzte.

"Das war schon ziemlich riskant. Im Rennen hat der Reifen viel stärker abgebaut als ich das erwartet hatte", sagt Quartararo. 30 Runden waren für die Königsklasse vorgesehen. Die Tribünen waren mit 95.000 Fans gefüllt.

Beim Start bremste sich Quartararo in Kurve 1 an Bagnaia vorbei und übernahm die Führung. Dahinter sortierte sich Aleix Espargaro ein. Zu Beginn der zweiten Runde attackierte Bagnaia in Kurve 1, aber Quartararo konterte und blieb vorne.

Francesco Bagnaia macht den entscheidenden Fehler

Dahinter drückte sich in Runde zwei Zarco in der schnellen Waldmann-Kurve an Aleix Espargaro vorbei und war neuer Dritter. An der Spitze hielt Quartararo das Tempo hoch und schüttelte Bagnaia um eine halbe Sekunde aus seinem Windschatten.

Zu Beginn von Runde vier machte Bagnaia den entscheidenden Fehler. Der Ducati-Fahrer rutschte in Kurve 1 aus und war draußen. Momente später stürzte auch Joan Mir in Kurve 1 von seiner Suzuki. Beide waren früh ausgeschieden.

Somit führte Quartararo nach fünf Runden über eine Sekunde vor Zarco und dem Aprilia-Duo Aleix Espargaro und Maverick Vinales. Die Positionen waren bezogen. Die Top 4 spulten ihre Runden ab und verwalteten die Reifen. Quartararos Vorsprung pendelte sich bei einer Sekunde ein.

Fabio Quartararo fuhr weltmeisterlich

Knappe drei Sekunden dahinter folgte bei Rennhalbzeit das Aprilia-Duo. Miller war nach seiner Long-Lap-Strafe (bei gelber Flagge im Training gestürzt) alleine fahrend Fünfter. Der Ducati-Werksfahrer kam den beiden Spaniern vor ihm aber Schritt für Schritt näher.

An der Spitze leistete sich Quartararo keinerlei Fehler und spulte die Runden weltmeisterlich ab. Zehn Runden vor Schluss betrug sein Vorsprung schon fast drei Sekunden. Die Entscheidung war gefallen. Für Yamaha war es der erste Sachsenring-Sieg seit dem Jahr 2009.

Im Ziel hatte Zarco schließlich fünf Sekunden Rückstand. "Die letzten Runden waren wie erwartet sehr schwierig", kommentiert der Franzose. "Im Rennen war ich anfangs nicht aggressiv genug. Als 'Pecco' gestürzt ist, wollte ich an Fabio dranbleiben."

"Ich wusste, dass er den Medium-Reifen fährt und dachte, dass ich ihn deshalb am Schluss vielleicht noch abfangen könnte. Aber das war nicht möglich. Es war gut, dass ich ein paar Sekunden Vorsprung hatte, denn die letzten Runden waren ein Albtraum."

Jack Miller jagt das Aprilia-Duo

Spannend war der Kampf um den dritten Platz. In Runde 18 wurde Vinales plötzlich langsamer. Das Ride-Height-System beim hinteren Dämpfer war auf der untersten Position eingerastet und löste sich nicht mehr. Vinales fuhr an die Box und musste aufgeben.

Im letzten Renndrittel kam sein Teamkollege Aleix Espargaro immer mehr unter Druck von Miller. Zweimal probierte er in Kurve 1 eine Attacke, aber das Überholmanöver klappte nicht. Drei Runden vor Rennende machte dann Aleix Espargaro den entscheidenden Fehler.

Der Aprilia-Fahrer verbremste sich in Kurve 1 und fuhr einen weiten Bogen. Miller schlüpfte innen durch und fuhr den dritten Platz ins Ziel.

Der Aprilia-Fahrer verbremste sich in Kurve 1 und fuhr einen weiten Bogen. Miller schlüpfte innen durch und fuhr den dritten Platz ins Ziel. "Das war ein schönes Rennen", sagt der Australier. "Ich konnte endlich mal wieder in den Bremszonen attackieren."

"Das macht viel aus für das Selbstvertrauen. Meine Pace war gut, aber an Aleix kam ich erst vorbei, als er einen Fehler gemacht hat. Schade für 'Pecco'. Für ihn tut es mir leid, aber über meine Rückkehr auf das Podium freue ich mich."

Da Aleix Espargaro Vierter wurde, vergrößerte Quartararo seinen WM-Vorsprung auf 34 WM-Punkte. Bagnaia hat nach seinem vierten Ausfall in der ersten Saisonhälfte schon 91 Zähler Rückstand. Er kann seinen WM-Traum praktisch begraben.

Beide KTM-Fahrer in den Top 10

Luca Marini setzte seinen Aufwärtstrend mit Platz fünf fort. Mit Jorge Martin (Pramac) folgte der nächste Ducati-Fahrer auf Rang sechs. Brad Binder war als Siebter einmal mehr der beste KTM-Fahrer.

Die Top 10 rundeten Fabio di Giannantonio, Miguel Oliveira und Enea Bastianini ab. Marco Bezzecchi wurde Elfter. Raul Fernandez feierte mit Platz zwölf sein bestes Karriereergebnis.

Die Yamaha-Fahrer Franco Morbidelli und Andrea Dovizioso hatten eine halbe Minute Rückstand auf ihren Markenkollegen Quartararo. Den letzten WM-Punkt nahm Remy Gardner (Tech-3-KTM) als 15. mit.

Debakel für Honda: Nur Stefan Bradl im Ziel

Honda erlebte in Abwesenheit von Marc Marquez ein Debakel. Seit 2010 ist die japanische Marke auf dem Sachsenring ungeschlagen gewesen. Für das LCR-Team endete das Rennen in Runde sieben. Takaaki Nakagami schied durch Sturz aus.

Gleichzeitig fuhr Alex Marquez mit einem nicht bekannten Problem an die Box und gab auf. Sieben Runden vor Rennende steuerte auch Pol Espargaro die Boxen an und stellte sein Motorrad ab. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Spanier nicht in den Top 10 befunden.

Nur Marquez-Ersatz Stefan Bradl sah die Zielflagge. Der Deutsche drehte am Ende des Feldes als Letzter seine Runden. Durch die Ausfälle wurde er auf Platz 16 gespült. Damit gab es für Honda keinen einzigen WM-Punkt.

Der nächste Grand Prix findet bereits am kommenden Wochenende in Assen (Niederlande) statt.

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