MotoGP Sepang: Bagnaia gewinnt – Quartararo hält Titelchance am Leben

23. Okt.

Foto: (c) Motorsport Images

Francesco Bagnaia macht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung MotoGP-Titel:

In einem spannenden Duell mit Markenkollege Enea Bastianini setzte sich der Ducati-Pilot beim Grand Prix von Malaysia knapp durch und feierte seinen siebten Saisonsieg. Fabio Quartararo (Yamaha) wurde Dritter.

Damit hat der amtierende Weltmeister vor dem letzten Saisonrennen in Valencia mit 23 Punkten Rückstand auf Bagnaia noch immer eine Titelchance.

Für das Rennen über 20 Runden herrschten trockene Bedingungen. In der Boxengasse standen für den Fall, dass es regnet, aber die Zweitbikes bereit. Bei den Reifen waren sich alle Fahrer einig: Vorne wurde die Medium- und hinten die weiche Mischung aufgezogen.

Jorge Martin (Pramac-Ducati), Enea Bastianini (Gresini-Ducati) und Marc Marquez (Honda) gingen aus der ersten Reihe ins Rennen. Die drei Führenden in der WM - Francesco Bagnaia (Ducati), Aleix Espargaro (Aprilia) und Fabio Quartararo (Yamaha) - standen auf den Startplätzen neun, zehn und zwölf.

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Bagnaia nach starkem Start Zweiter

Am Start behauptete sich Polesetter Martin an der Spitze. Bagnaia machte satt Plätze gut und fuhr nach zwei Kurven auf Rang zwei vor. Hinter Bastianini, Marquez und Morbidelli reihte sich Quartararo ein. Aleix Espargaro fiel auf Platz elf zurück.

Nach den ersten Runden bildete sich hinter den Top 4 bereits eine erste kleine Lücke. Quartararo kämpfte, vorbei an Morbidelli, um den Anschluss. Letzterer kämpfte mit Mir um Platz sechs, muste aber noch eine doppelte Long-Lap-Penalty absolvieren, weil er im Qualifying mehrere Fahrer behindert hatte.

Vorne setzte sich der Ducati-Zug weiter ab. Marquez konnte das frühe Tempo nicht mitgehen und musste abreißen lassen. Hinter ihm klopfte bereits Quartararo an, während Morbidelli sein erste Strafe absaß und sich auf Platz zehn wieder einreihte.

Bastianini und Bagnaia liefern sich Duell

In Runde fünf kam Quartararo an Marquez vorbei. Da lag der Rückstand auf die Podestränge aber schon bei zweieinhalb Sekunden. Die Reihenfolge an der Spitze blieb unverändert, allerdings konnte sich Martin zusehends von seinen Markenkollegen absetzen.

In Runde sieben schmiss der Pramac-Pilot sein Bike dann allerdings weg und war aus dem Rennen. Bagnaia erbte die Führung, hatte aber weiterhin Bastianini im Schlepptau. Quartararo lag auf Platz drei und hielt seine Titelchance damit am Leben. Dahinter kämpften Marquez, Bezzecchi und die Suzukis um die Plätze.

Einmal vorbei an Marquez, zog Bezzecchi das Tempo an. Quartararo geriet mehr und mehr unter Druck. Doch auch Bagnaia war vorne längst nicht sicher. Bastianini hat schon der Vergangenheit gezeigt, wie wenig er von einem Nichtangriffspakt hält. Zur Halbzeit des Rennens bremste er sich in Kurve 4 vorbei.

Am Kommandostand von Ducati wurde daraufhin heiß diskutiert. Würde es eine Teamorder geben? Bei Anbruch der letzten sechs Runden nahm Bagnaia die Sache selbst in die Hand und überholte Bastianini wieder. Doch der belauerte ihn weiter wie ein Schatten.

Quartararo klammert sich an Platz drei

Quartararo hielt sich weiter wacker auf Platz drei. Näher als drei, vier Zehntel ließ er Bezzecchi nicht herankommen. Gleichzeitig machte der Yamaha-Pilot Zeit auf das Spitzenduo gut. Bei noch vier Runden lag der Rückstand bei anderthalb Sekunden.

Bastianini blieb bis zum Schluss dran an Bagnaia. Und auch wenn es auf der Schlussrunde in Kurve 8 noch einmal eng wurde, kam es zu keinem weiteren Angriff. Bagnaia überquerte die Ziellinie am Ende 0,270 Sekunden vor Bastianini. Quartararo sicherte den dritten Platz ab und vertagte damit die Titelentscheidung.

Bezzecchi musste in den letzten Runden dann doch abreißen lassen, egalisierte aber sein starkes Ergebnis aus Australien und wurde Vierter. Phillip-Island-Sieger Rins hatte diesmal nichts mit dem Kampf ums Podest zu tun. Der Suzuki-Pilot komplettierte die Top 5.

Titeltraum für Aleix Espargaro geplatzt

Dahinter fuhr Jack Miller dank starken Schlussphase bis auf Platz sechs vor. Marc Marquez wurde Siebter. Brad Binder und Johann Zarco liefen auf den Plätzen acht und zehn ein. Morbidelli schnappte sich trotz doppelter Long Lap noch Platz zehn, wurde aber für eine späte Berührung mit Aleix Espargaro bestraft und fiel auf elf zurück.

Für den Aprilia-Piloten ist der Titeltraum geplatzt. Nach einem elften Platz kommt er nun auf 47 Punkte Rückstand. Die restlichen Punkteränge gingen an Cal Crutchlow, Miguel Oliveira, Pol Espargaro und Raul Fernandez. Joan Mir stürzte spät und wurde 19.

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