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MotoGP World Championship

MotoGP Spielberg 1: Glück bei Feuerunfall, Martin feiert ersten Sieg

8. Aug.
Motorsport Images

Foto: (c) Motorsport Images

Der Grand Prix der Steiermark musste in der MotoGP-Klasse nach einem Feuerunfall unterbrochen werden.

Dieser ging für alle Beteiligten glimpflich aus. Nach dem Neustart lieferten sich Jorge Martin (Pramac-Ducati) und Joan Mir (Suzuki) ein Duell um den Sieg. Martin fuhr souverän, machte keine Fehler und holte seinen ersten Sieg in seinem erst sechsten MotoGP-Rennen.

Auch für das Pramac-Team war es der erste Sieg in der Königsklasse. Und zum ersten Mal hat ein Ducati-Satellitenteam ein Rennen gewonnen. Neben Martin und Mir stand Fabio Quartararo (Yamaha) als Dritter auf dem Podest. Valentino Rossi (Petronas-Yamaha) wurde 13.

"Ich kann das noch gar nicht glauben", sagt Martin im Moment des Triumphes. "Es war ein sehr konstantes Rennen, in dem mir aber auch ein paar Fehler unterlaufen sind. Während der letzten Runden habe ich an alles Mögliche gedacht. Das ist ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zu meinem ganz großen Ziel, das da heißt Weltmeister zu werden."

Das Rennen über 28 Runden wurde auf komplett trockener Strecke gestartet. 26.210 Fans hatten sich rund um den Red-Bull-Ring auf den Tribünen versammelt. Francesco Bagnaia (Ducati) gewann den Holeshot, aber auf dem Weg zu Kurve 3 schnappte sich Pole-Setter Martin die Führung.

Auch Weltmeister Mir hatte einen sehr guten Start und reihte sich vor Quartararo als Dritter ein. Alle kamen gut durch die ersten engen Kurven. Nach der ersten Runde führte Bagnaia vor Mir, Martin, Marc Marquez (Honda) und dem Yamaha-Duo Quartararo und Maverick Vinales.

Rote Flagge: Zwei Motorräder brennen

Zu Beginn der dritten Runde musste das Rennen unterbrochen werden. Am Ausgang von Kurve 3 lagen die Motorräder von Dani Pedrosa und Lorenzo Savadori mitten auf der Strecke und brannten. Pedrosa stand auf seinen Beinen. Savadori musste auf einer Trage weggebracht werden.

Die Wiederholung zeigte, dass Pedrosa am Kurvenausgang einen Highsider hatte. Savadori konnte nicht ausweichen und krachte in die mitten auf der Strecke liegende KTM. Sofort entzündeten sich beide Motorräder, aber die Sportwarte konnten den Brand rasch löschen.

Savadori stand nach den ersten Momenten auch auf den Beinen und wurde bei einem Check im Medical Center für fit erklärt. Bei weiteren Untersuchungen wurde eine Verletzung am rechten Fuß festgestellt. Er soll so bald wie möglich operiert werden. In Silverstone will er wieder fahren.

Vinales würgt vor Neustart den Motor ab

Der Neustart erfolgte nach der ursprünglichen Startaufstellung. Die Distanz wurde auf 27 Runden verkürzt. Um 14:38 Uhr wurde die Boxengasse für die schnelle Neustartprozedur geöffnet. Pedrosa fuhr mit seiner zweiten KTM in die Startaufstellung, Savadori nahm nicht mehr am Rennen teil.

Als die Aufwärmrunde begann, hob Vinales den Arm. Sein Motor war abgestorben. Er musste aus der Boxengasse starten. Beim Neustart gewann Martin den Holeshot vor Jack Miller (Ducati), Mir und Bagnaia. Dahinter krachten wie beim ersten Start Marc Marquez und Aleix Espargaro in Kurve 1 aneinander.

Martin übernimmt früh das Kommando

Nach der ersten Runde führte Miller vor Martin, Mir, Quartararo und Johann Zarco (Pramac-Ducati). Nach mehreren Überholmanövern lag Martin vor Mir. Der Suzuki-Pilot machte Druck. Dahinter duellierten sich Miller und Quartararo um Platz drei, bis sich der Yamaha-Fahrer durchsetzen konnte.

Nach zehn Runden führte Martin weiterhin knapp vor Mir. Quartararo hatte als Dritter eineinhalb Sekunden Rückstand. Der Franzose hielt das Ducati-Duo Miller und Zarco in Schach. Nach der hektischen Anfangsphase waren die Positionen bezogen und die Fahrer spulten die Runden ab.

Elf Runden vor Rennende bekam Martin eine Tracklimits-Warnung. Gleichzeitig hielt Mir den Druck auf den Rookie weiterhin hoch. Dahinter musste Quartararo seinen dritten Platz gegen Miller verteidigen, aber einen Umlauf später stürzte Miller in Kurve 7.

Besser machte es Martin. Er konnte Schritt für Schritt Mir aus seinem Windschatten schütteln und hatte acht Runden vor Rennende 0,7 Sekunden Vorsprung. Sechs Runden vor Rennende verbremste sich Mir in Kurve 3 und verlor den Anschluss. Die Entscheidung war gefallen.

Martin ließ nichts mehr anbrennen und fuhr den Sieg souverän ins Ziel. Mir nahm die 20 WM-Punkte für den zweiten Platz mit. "Das war knapp heute, aber ich bin happy", sagt der Weltmeister. "Wir waren das gesamte Wochenende über gut dabei."

"Auf Jorge haben mir ein paar Zehntelsekunden pro Runde gefehlt. Er ist sehr stark gefahren. Für uns heißt das, dass bis zum nächsten Wochenende noch etwas Kleines finden müssen, um es auf dem Podium bis ganz nach oben zu schaffen. Das Positive aber ist, dass wir endlich wieder vorne dabei sind, nachdem bei uns im Team im Sommer paar neue Dinge eingeführt wurden."

Quartararo hatte mehr als acht Sekunden Rückstand und baute seinen WM-Vorsprung auf 40 Punkte aus, denn Zarco verlor noch in der letzten Runde zwei Plätze und wurde Sechster. "Eine Unterbrechung mit Rot ist immer schwierig, auch wenn es kein schwerer Unfall war", kommentiert Quartararo.

"Jack war richtig schnell, aber beim Anbremsen von Kurve 3 war ich sehr stark. Ich wusste, dass ich es dort probieren kann. Das hat geklappt. Ich bin so glücklich. Auf das Podium gefahren zu sein, ist das Bestmögliche, was wir uns erhoffen konnten. Ich freue mich auch sehr für Jorge, denn er hat Joan ein paar Punkte weggenommen."

Binder bester KTM-Fahrer auf Rang vier

Bester KTM-Fahrer war Brad Binder, der sich zum Schluss noch auf Platz vier arbeitete. Dahinter folgte mit Takaaki Nakagami der beste Honda-Vertreter. Die Plätze sieben bis zehn gingen an Alex Rins (Suzuki), Marc Marquez, Alex Marquez (LCR-Honda) und Pedrosa.

Bagnaia hatte die Ziellinie als Neunter gekreuzt, doch er bekam nachträglich eine Strafe von drei Sekunden. Das warf ihn auf den elften Platz zurück. Die weiteren WM-Punkte nahmen Enea Bastianini (Esponsorama-Ducati), Valentino Rossi (Petronas-Yamaha), Luca Marini (Esponsorama-Ducati) und Iker Lecuona (Tech-3-KTM) mit. Pol Espargaro ging als 16. leer aus.

Pech hatte Miguel Oliveira. Auf Platz zehn liegend musste der KTM-Fahrer an der Box aufgeben. Laut ersten Informationen war ein Stück Gummi aus dem Vorderreifen gebrochen.

Bereits am kommenden Wochenende findet das zweite Rennen auf dem Red-Bull-Ring statt.

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