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MotoGP-Test Misano: Neue Bikes für 2022, Bestzeit für Bagnaia

22. Sept.

Foto: Dorna Sports

MotoGP-Test in Misano: Während Ducati-Pilot Francesco Bagnaia auch am ersten Testtag P1 belegt, rücken auch Honda, Yamaha, Suzuki und Aprilia mit Neuerungen aus.

Das erste von zwei Misano-Rennen im MotoGP-Kalender 2021 liegt gerade mal zwei Tage zurück. Da nahmen am Dienstag 25 von 26 anwesenden MotoGP-Piloten den Misano World Circuit Marco Simoncelli erneut unter die Räder. Der erste von zwei Tagen des einzigen offiziellen Tests während der Saison 2021 stand auf dem Programm. Am Mittwoch geht der MotoGP-Test zu Ende. Schon am Dienstag aber wurden nicht nur die aktuellen Bikes getestet. Denn: Es gab auch schon einige Neuerungen in Hinblick auf 2022 zu sehen.

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Honda: Bradl und Marquez rücken mit Prototypen für 2022 aus

Als Erster rückte Honda-Testfahrer Stefan Bradl mit einem Prototypen der RC213V aus, der sich optisch gleich in mehreren Bereichen vom aktuellen Modell unterscheidet. Der große Lufteinlass an der Front (Airbox) ist eher quadratisch, wohingegen er bei der aktuellen Honda breit und flach gestaltet ist.

Außerdem sehen auch die Winglets am Honda-Prototypen für 2022 anders als. Denn: Sie fallen nach außen ab. Abgesehen von Bradl, der das neue Bike in den Morgenstunden fuhr, als die Strecke noch nass beziehungsweise feucht war, ging am Nachmittag auch Marc Marquez für einige Runden mit dem Prototypen auf die Strecke.

Im Ducati-Lager waren die beiden Werkspiloten Francesco Bagnaia und Jack Miller und auch Pramac-Pilot Jorge Martin am Nachmittag mit neuen Verkleidungsteilen für die GP21 unterwegs. Johann Zarco war am Dienstag ebenfalls auf der Strecke, wird am Mittwoch aber von Testfahrer Michele Pirro abgelöst, um sich in Frankreich einer Armpump-OP zu unterziehen.

MotoGP-Test: Acht Stunden

Der MotoGP-Test war auf acht Stunden angesetzt, wobei es eine einstündige Mittagspause gab. Aufgrund des nächtlichen Regens und der anfangs noch nassen Piste setzten am Vormittag lediglich acht Piloten eine Zeit. Am Nachmittag war die Piste trocken und wurde mit Ausnahme von Suzuki-Testfahrer Sylvain Guintoli von allen genutzt.

WM-Spitzenreiter Fabio Quartararo (Yamaha; 6.) war einer der nur acht Piloten, die schon in den ersten Teststunden auf noch feuchter Piste ein paar Runden drehten. Schließlich sind derartige Bedingungen die Achillesferse sowohl das Franzosen als auch der Yamaha M1. Quartararo hat beim Test genau wie Teamkollege Franco Morbidelli (18.) neben dem aktuellen 2021er-Bike ein neues Chassis für 2022 zur Verfügung.

Und auch der noch amtierende Weltmeister Joan Mir, der sich mit seiner Suzuki auf P5 einreihte, befasst sich beim Misano-Test mit Entwicklungsteilen für die Saison 2022. Im Falle von Suzuki betreffen die aber nicht das Chassis, sondern den Motor.

Aprilia: Neue Aero - Defekt bei Vinales

Abgesehen von Ducati, Honda, Suzuki und Yamaha testete auch Aprilia ein paar Neuerungen. Testfahrer Lorenzo Savadori, der sich von seiner Knöchelverletzung aus Spielberg erholt hat, fuhr die RS-GP mit einem neuen vorderen Schutzblech. Dieses weist Lufteinlässe auf. Damit soll der Vorderreifen während der Fahrt besser gekühlt werden.

Auch an den Winglets hat man bei Aprilia Hand angelegt. Sie waren am Dienstag sowohl an der RS-GP von Savadori als auch an jenen von Aleix Espargaro (5.) und Maverick Vinales (16.) kleiner als bisher. Unabhängig von der neuen Aero gab es am Bike von Vinales am Vormittag jedoch ein Problem mit dem Sensor für die Motorelektronik.

Enea Bastianini, der im Rennen am Sonntag sensationell auf den dritten Platz gefahren ist, hat nun beim Test ein überarbeitetes Getriebe für seine zwei Jahre alte Ducati GP19 des Esponsorama-Teams zur Verfügung. Am Dienstag machte Bastianini nach einem Sturz in Kurve 6 jedoch schon früh Feierabend und schloss den Tag in der Zeitenliste außerhalb der Top 20 ab.

MotoGP-Test: Top 15 in einer Sekunde - Bestzeit für Bagnaia trotz Sturz

Bei Ende des Testtages um 18:00 Uhr lagen nicht weniger als 15 Piloten innerhalb einer Sekunde. Die Tagesbestzeit ging an Ducati-Werkspilot Francesco Bagnaia, der vor zwei Tagen an gleicher Stelle das Rennen gewonnen hat.

Ungeachtet eines Sturzes am Nachmittag in Kurve 10 verwies Bagnaia mit 1:31.524 Minuten etwas überraschend zwei Honda- und einen Aprilia-Piloten auf die Plätze. Honda-Werkspilot Pol Espargaro war als Zweiter einen Tick schneller als LCR-Honda Pilot Takaaki Nakagami, der auf P4 abschloss. Dazwischen schob sich Aleix Espargaro mit der Aprilia. Im Gegensatz zu Marc Marquez und Testfahrer Stefan Bradl konzentrierten sich Pol Espargaro und Nakagami auf die 2021er-Honda konzentiert.

Luca Marini (Esponsorama-Ducati) sorgte mit P7 im Tagesklassement für Ausrufezeichen, war er doch mit der GP19 schneller als Ducati-Werkspilot Jack Miller (8.) mit der GP21. In den letzten Minuten schob sich Brad Binder (KTM) als Zehnter noch in die Top 10. Damit verdrängte er Valentino Rossi (Petronas-Yamaha; 11.) aus eben diesen. Die meisten Runden drehte am Dienstag Alex Rins (Suzuki; 14.) mit 72.

Ergebnis MotoGP-Test in Misano am Dienstag:

  • 01. Francesco Bagnaia (Ducati) - 1:31.524 Minuten (45 Runden)
  • 02. Pol Espargaro (Honda) +0,107 Sekunden (65)
  • 03. Aleix Espargaro (Gresini-Aprilia) +0,319 (53)
  • 04. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) +0,389 (57)
  • 05. Joan Mir (Suzuki) +0,403 (66)
  • 06. Fabio Quartararo (Yamaha) +0,456 (52)
  • 07. Luca Marini (Esponsorama-Ducati) +0,474 (53)
  • 08. Jack Miller (Ducati) +0,520 (66)
  • 09. Jorge Martin (Pramac-Ducati) +0,611 (51)
  • 10. Brad Binder (KTM) +0,645 (52)
  • 11. Valentino Rossi (Petronas-Yamaha) +0,646 (56)
  • 12. Miguel Oliveira (KTM) +0,653 (66)
  • 13. Johann Zarco (Pramac-Ducati) +0,824 (43)
  • 14. Alex Rins (Suzuki) +0,855 (72)
  • 15. Marc Marquez (Honda) +0,924 (47)
  • 16. Maverick Vinales (Gresini-Aprilia) +1,066 (36)
  • 17. Alex Marquez (LCR-Honda) +1,068 (57)
  • 18. Franco Morbidelli (Yamaha) +1,129 (32)
  • 19. Andrea Dovizioso (Petronas-Yamaha) +1,141 (51)
  • 20. Iker Lecuona (Tech-3-KTM) +1,227 (55)
  • 21. Enea Bastianini (Esponsorama-Ducati) +1,313 (11)
  • 22. Danilo Petrucci (Tech-3-KTM) +2,002 (46)
  • 23. Dani Pedrosa (KTM) +2,058 (41)
  • 24. Stefan Bradl (Honda) +2,756 (33)
  • 25. Lorenzo Savadori (Gresini-Aprilia) +2,973 (33)
  • 26. Sylvain Guintoli (Suzuki) - keine Zeit
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