Nachfolger von Jean Todt: Ben Sulayem neuer FIA-Präsident

17. Dez.

Foto: Instagram / FIA Official

Mohammed Ben Sulayem ist der erste FIA-Chef, der nicht aus Europa kommt - der Mann aus den Emiraten will die Spitze des Motorsport-Weltverbands neu organisieren.

Mohammed Ben Sulayem ist neuer Präsident des Internationalen Automobil-Verbands FIA. Der 60-Jährige aus den Vereinigten Arabischen Emiraten tritt die Nachfolge von Jean Todt an, der das Amt seit zwölf Jahren inne hatte. Ben Sulayem setzte sich bei der im Rahmen der FIA-Generalversammlung in Paris durchgeführten Wahl gegen Vize-Präsident Graham Stoker durch.

Ben Sulayem ist der erste Präsident des Weltverbands, der nicht aus Europa kommt. Unter dem Dach der FIA sind u.a. die Formel 1, die Rallye-Weltmeisterschaft oder die Formel E organisiert. Todt, der das Amt mit 75 Jahren abgibt, bleibt Ehrenpräsident. Der Franzose hatte 2009 die Nachfolge von Max Mosley angetreten.

Ben Sulayem einst als Rallye-Pilot erfolgreich

Auf den neuen Präsidenten, einst ein erfolgreicher Rallye-Fahrer, entfielen knapp zwei Drittel der Stimmen. Ben Sulayem war bisher Präsident des Motorsport-Verbands seines Landes. Seit 13 Jahren sitzt er auch im Weltrat, der obersten Motorsport-Behörde.

Ben Sulayem will die Spitze der FIA umgestalten. Er kündigte an, für die operative Leitung des Verbands einen Geschäftsführer anzustellen. "Das Alltagsgeschäft ist nicht Sache des Präsidenten", begründete er diesen neuen Schritt. Zudem hat er sich vorgenommen, die finanzielle Transparenz innerhalb des Verbands zu verbessern. Ein erstes Aufgabengebiet wird wohl die Formel 1 sein, in der Rennleiter Michael Masi seit dem WM-Finale höchst umstritten ist. (APA/red.)

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