Novak Djokovic: Falsche Angaben auf dem Einreiseformular?

11. Jan.

Foto: GEPA Pictures / ZUMA Press / LaPresse / Marco Alpozzi

Ob Novak Djokovic bei den Australian Open spielen darf, ist auch am Tag nach der Gerichts-Entscheidung weiter unklar - unterdessen gibt es neue Vorwürfe gegen den Tennis-Star.

Auch einen Tag nach der Gerichts-Entscheidung zu seinen Gunsten hat Novak Djokovic noch keine Gewissheit über seine Teilnahme an den Australian Open (ab 17. Jänner LIVE bei ServusTV, im Stream & in allen Apps). Vor einer Entscheidung der Regierung um den zuständigen Einwanderungs-Minister Alex Hawke, der das Visum des 34 Jahre alten Serben noch immer aufheben kann, könnten Details aus einem Einreiseformular außerdem für zusätzliche Schwierigkeiten sorgen.

Wie australische Medien am Dienstag berichten, entspricht eine Angabe in dem Dokument nicht der Wahrheit: Djokovic war entgegen der Auskunft in den 14 Tagen vor dem Flug nach Australien auf Reisen. Durch auf Social Media veröffentlichte Fotos und Videos lässt sich nachvollziehen, dass sich der in Monaco lebende Tennis-Star im fraglichen Zeitraum vor der Anreise nach Down Under sowohl in seiner Heimat Serbien wie auch in Spanien zum Training aufgehalten hat.

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Falsche Angaben ein schwerwiegendes Vergehen

Inwiefern dies Einfluss hat auf die Entscheidung von Einwanderungs-Minister Hawke oder in diesem Zusammenhang relevant ist, war zunächst unklar. Falsche Angaben auf dem Formular werden als schwerwiegendes Vergehen bezeichnet.

Djokovic war letzte Woche die Einreise ins Land verweigert worden, weil er nicht gegen das Coronavirus geimpft ist und den Behörden die Dokumentation seiner medizinischen Ausnahme-Genehmigung nicht ausreichte. Am Wochenende war er deshalb in einem Abschiebe-Hotel in Melbourne untergebracht. Weil die Grenzbeamten ihm allerdings nicht die vereinbarte Zeit zur Klärung zugestanden hatten, wurde die Entscheidung im Laufe einer Gerichtsverhandlung am Montag gekippt.

Fall Djokovic: ATP kritisiert Australiens Vorgehen

Die Profi-Organisation ATP hat die Unklarheiten bei den Einreise-Bestimmungen nach Australien nun kritisiert. Man respektiere die Opfer der australischen Bevölkerung während der Corona-Pandemie und die strengen Regeln des Landes, heißt es in einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Stellungnahme. Komplikationen in den letzten Tagen im Zusammenhang mit der Einreise von Spielern nach Australien hätten allerdings die Notwendigkeit von mehr Eindeutigkeit und einer klareren Kommunikation und Anwendung der Regeln gezeigt.

Die Ereignisse, die zur Gerichtsverhandlung über Djokovics Einspruch gegen sein entzogenes Visum geführt hätten, seien schädlich für alle Beteiligten und insbesondere für das Wohlergehen des Weltranglisten-Ersten sowie dessen Vorbereitung auf die Australian Open. Grundsätzlich befürworte die ATP eine Impfung gegen das Coronavirus und ermutige alle Spieler dazu. Das Turnier in Melbourne wird vom 17. bis 30. Jänner ausgetragen. Djokovic hat dort bislang neun Mal gewonnen, so oft wie kein anderer Tennis-Profi. (APA/red.)

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