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ÖFB: Schöttel gegen „Schnellschuss“ in Teamchef-Frage

14. Okt.

Foto: GEPA pictures/ Philipp Brem

"Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, jetzt einen Schnellschuss zu machen", sagt ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel vor der Neuwahl des Präsidiums.

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel geht trotz der jüngsten Ergebnisse und der am Sonntag anstehenden Neuwahl des ÖFB-Präsidiums davon aus, dass das österreichische Fußball-Nationalteam mit Trainer Franco Foda in die nächsten beiden Länderspiele im November gehen wird. "Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, jetzt einen Schnellschuss zu machen", sagte Schöttel nach dem 0:1 in der WM-Qualifikation in Dänemark der APA - Austria Presse Agentur.

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Die Entscheidung über den Teamchef treffe das Präsidium um den designierten ÖFB-Chef Gerhard Milletich. Drei Wochen nach dessen Wahl trifft das A-Team aber bereits wieder zusammen, um die WM-Quali in Klagenfurt gegen Israel und die Republik Moldau zum Abschluss zu bringen. "Das Präsidium wird von mir hören, dass meine Empfehlung auf jeden Fall ist, mit Franco Foda in den November-Lehrgang zu gehen", betonte Schöttel. "Ich denke, dass er alles tut, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Diesen Eindruck habe ich. Und ich bin wirklich sehr nahe bei der Mannschaft."

Die Qualifikation sei zwar "definitiv enttäuschend" verlaufen, meinte Schöttel. "Wir haben aber mittendrin eine EURO gehabt, wo wir die Leute begeistert haben." Auch davor habe der ÖFB-Teamchef mit der EM-Teilnahme und dem Aufstieg in die Nations League A alle Ziele erreicht, die ihm der Verband gesteckt hätte. "Ich sehe, dass das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer absolut in Ordnung ist, dass alle gemeinsam aus dieser Situation herauskommen wollen."

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Laut ÖFB-Sportdirektor: Quali nicht in Dänemark verspielt

Die Chance dazu gibt es im November, für den Schöttel wie Foda auf eine bessere Personalsituation mit weniger Ausfällen hofft. "Ich bin guter Dinge, dass das gut funktioniert. Wir haben zwei Heimspiele, wo wir das ein bisschen hinter uns lassen müssen, was im Lauf der Qualifikation passiert ist", meinte der ÖFB-Sportdirektor. Die Quali habe man nicht in Dänemark ("Sie sind in einer Top-Verfassung wie kaum eine Mannschaft in Europa im Moment") verspielt, sondern in Israel (2:5) und gegen Schottland (2:2, 0:1).

Schöttel ist dennoch zuversichtlich, über das WM-Play-off im März noch den Sprung zur Endrunde nach Katar zu schaffen. Auch vor der EM habe man nach dem 0:4 im März daheim gegen Dänemark Probleme gehabt. Das Ergebnis sei "ein Schock" gewesen, habe die Gruppe in der Aufarbeitung aber näher zusammengeführt. Schöttel: "Wir waren dann bei der EURO auf dem Punkt X voll da. Dass uns das wieder gelingt, davon gehe ich aus, weil es auch in der Mannschaft der ganz große Wunsch ist, bei der WM dabei zu sein."

Viel wird von - im Idealfall zwei - Play-off-Spielen im März abhängen. Das Halbfinale des Miniturniers müssen die Österreicher wegen des verpassten zweiten Gruppenplatzes in der Quali in jedem Fall auswärts bestreiten. Fodas Vertrag würde bis dahin laufen. Ob der Deutsche dann noch Teamchef ist, werden aber Milletich und Co. zu entscheiden haben.

13. Oktober – Servus Sport aktuell

"Eine neue Zeit" im Verband

"Es warten wichtige Tage und Wochen auf uns, wo wir schon auch die Weichen für die nächste Zeit stellen werden", sagte Schöttel. Der 54-jährige Wiener erwartet zeitnah nach dem Wechsel an der ÖFB-Verbandsspitze "intensive Gespräche". Die von Milletich verlangte Analyse der Teamchef-Situation sei für ihn nichts Neues. Diese würde er permanent durchführen, um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. "Es könnte ja auch umgekehrt einmal ein Angebot kommen."

Mit der Hauptversammlung am Sonntag beginne laut Schöttel "eine neue Zeit" im Verband - jene nach Leo Windtner, der diesen seit 2009 geführt hat. "Es wird sicher spannend sein, ob und in welcher Form sich etwas ändert. Das sind in der Richtung schon spannende und entscheidende Wochen." Der Sportdirektor verfügt beim ÖFB, dem er seit 2017 angehört, wie der Großteil der Angestellten mit Ausnahme des Männer-Teamchefs über einen unbefristeten Vertrag. (APA/red.)

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