Servus Hockey Night

Patrick Spannring: „Mein Ziel ist die National League“

3. Feb. 2020
Seit Jahresbeginn spielt Patrick Spannring für den HC Thurgau. Er spricht über die letzten Wochen.

Am 23. Dezember 2019 nahm Abschied beim EC Panaceo VSV. Damit war er der zweite Spieler nach Christof Kromp, der den VSV während dieser Saison verließ - weil die Chemie mit dem mittlerweile gefeuerten Trainer Jyrki Aho nicht gepasst hat.

Spannring fand beim HC Thurgau in der Swiss League (2. Schweizer Liga) eine neue sportliche Heimat. Der Vorarlberger im Gespräch mit der Servus Hockey Night.

Interview: Erich Hober-Lipouschek

servushockeynight.com: Im Dezember hieß es, du verlässt den VSV aus privaten Gründen, willst wieder zurück in deine Heimat Vorarlberg. Was war los?

Es hat einfach nicht mehr gepasst. Es gab Differenzen zwischen mir und dem Trainer (Anm.: Jyrki Aho). Dazu kommt, dass meine Freundin und ich in unserer Heimat ein Haus bauen wollen. Ich muss aber sagen, dass ich keine Differenzen mit dem VSV habe. Sie haben mir keine Steine in den Weg gelegt.

Du hast recht schnell einen neuen Verein gefunden. Warum wurde es der HC Thurgau?

Ja, das ging wirklich schnell. Ich bin über Bernhard Fechtig (Anm.: Der Österreicher spielt seit dieser Saison bei Thurgau) dorthin gekommen. Es wurde noch ein Spieler gesucht. Trainer Stephan Mair kenne ich aus meiner Zeit vom Nationalteam (Anm.: War Trainer von Italien).

Praktisch ist auch die Entfernung zwischen deinem Zuhause und Thurgau, oder?

Ja, mit dem Auto sind es 40 Minuten. Das ist nicht schlimm. Nur an Spieltagen übernachte ich in Thurgau.

Wie war der Wechsel für dich bzw. der Start mit und in einer neuen Mannschaft?

Wenn man in eine neue Mannschaft kommt, noch dazu während einer laufenden Saison, ist es nie einfach. ich bin kein komplizierter Mensch, aber ich hatte Anfangs Probleme. Blöd war es, dass mit meiner Ankunft in Thurgau gleich einige Spiele verloren gingen. So stellt man sich einen Neustart nicht vor.

Mittlerweile bist du fixer Bestandteil der Mannschaft.

Ja, die Mannschaft und der Verein haben mich sehr gut aufgenommen. Ich bin bei diesem Verein sehr glücklich.

Zehn Spiele hast du nun in der Swiss League absolviert. Wo siehst du die Unterschiede zwischen der zweiten Schweizer Liga und der EBEL?

Vom Tempo her gibt es keinen Unterschied. In der EBEL wird körperlich härter gespielt und auch die Taktik spielt da eine größere Rolle. In der Swiss League spielen sozusagen einige Farmteams mit.

Vergleichbar mit der Alps Hockey League?

Genau. Hier gibt es schon Unterschiede. Gegen ein Team, dass kein Farmteam ist, muss man ganz anders auftreten.

Hast du dir schon Gedanken für die Zeit nach dieser Saison gemacht? Wie soll es mit dir sportlich weitergehen?

Thurgau will mit mir auch nach dieser Saison weiter zusammenarbeiten. Ich will mir alles erstmal anschauen. Mein Ziel wäre es, mal in der National League (Anm.: 1 Schweizer Liga) zu spielen. Unser Verein, der HC Thurgau, ist Kooperationspartner der Rapperswil-Jona Lakers. Vielleicht kann ich mich durch gute Leistungen über diesen Weg für die erste Liga empfehlen.

HC Thurgau und Spannring

Der HC Thurgau liegt in der Swiss League auf Platz fünf. Patrick Spannring kommt in zehn bisherigen Spielen auf ein Tor und ein Assist. Die +/- Statistik ist ausgeglichen, liegt bei 0.