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Paul Breitner zu IOC-Einstellung: „Mir kommt das Kotzen“

22. März 2020

MUNICH,GERMANY,05.NOV.14 – SOCCER – UEFA Champions League, group stage, FC Bayern Muenchen vs AS Roma. Image shows Paul Breitner (Bayern). Photo: GEPA pictures/ Thomas Bachun

Von Tag zu Tag wächst die Kritik an der Einstellung des IOC. Klare Worte findet auch der deutsche Ex-Fußball Nationalspieler Paul Breitner.

"Die Absage würde den olympischen Traum von 11.000 Athleten aus 206 Nationalen Olympischen Komitees und dem IOC-Flüchtlingsteam zerstören", sagte der 66-jährige Deutsche. "Eine solche Absage wäre die am wenigsten faire Lösung."

Kritik am IOC wird immer lauter

Irgendetwas wird passieren müssen. Die Kritik am IOC wird immer lauter.

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Paul Breitner sieht das Internationale Olympische Komitee als Negativ-Beispiel im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie.

"Wenn ich diese unverantwortlichen Profilneurotiker des IOC sehe, kommt mir das Kotzen! Die wollen allen Ernstes ein Hochamt des Dopings in Tokio im Sommer. Sind die blind? Wissen die nicht, was jetzt abgeht?", schimpfte Breitner.

Der 68-jährige frühere Bayern-Spieler wundert sich im Interview der Zeitungen "Münchner Merkur" und "tz" (Samstag-Ausgabe). "Wie kann ich an einer solchen Veranstaltung festhalten, nur weil die Japaner keine Zahlen rausgeben oder sie mit ihren Zahlen alles tun, um die Weltöffentlichkeit zu blenden? Um einen Grund zu haben, um an diesen Olympischen Spielen festzuhalten. Ja, verdammt noch einmal, wer braucht in diesen Zeiten diese Spiele? Niemand!"

Das Norwegische Olympische Komitee und jenes aus Brasilien sind nicht mehr auf Linie des IOC.

Österreichs Ruderin mit Olympiaticket Magdalena Lobnig meinte bereits vor einigen Tagen: "Ich glaube schon, dass Olympia abgesagt wird, die Spiele durchzuführen wäre verantwortungslos. Ich glaube, sie sollten ein Jahr verschoben werden, das wäre das Gescheiteste."

Athletenvereinigung fordert Verschiebung der Spiele

Die internationale Athletenvereinigung "Global Athlete" hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) angesichts der Coronavirus-Pandemie zur Verschiebung der Tokio-Spiele aufgefordert.

"Wenn sich die Welt zusammenschließt, um die Verbreitung des Covid-19-Virus zu begrenzen, müssen IOC und IPC das Gleiche tun", hieß es in einer Mitteilung.

(APA/Red)