MotoGP World Championship

Petronas-Boss Razali: „Wollen Rossi wieder nach vorne bringen“

1. März 2021

Foto: (C) Petronas SRT

Die neue Maschine vom Petronas Yamaha Team ist vorgestellt. Teamchef Razali outet sich als Rossi-Fan. Er will ihn wieder aufbauen.

Das Petronas-Yamaha-Team hat die Farben für die MotoGP-Saison 2021 präsentiert. Die Yamaha-Kundenmannschaft rund um Teamchef Razlan Razali steht vor ihrer dritten Saison in der Königsklasse.

Franco Morbidelli bleibt dem Team in der Saison 2021 erhalten. Mit Valentino Rossi bekommt der MotoGP-Vize-Weltmeister der vergangenen Saison einen neuen Teamkollegen. Fabio Quartararo, Morbidellis bisheriger Teamkollege, wechselte im Winter ins Werksteam und übernimmt Rossis Platz.

Teamchef Razali outet sich als Fan von Rossi. In seinem Büro hat der Malaysier mehrere Replika-Helme der Nummer 46 ausgestellt. „Ihn umgibt eine bestimmte Aura. Er ist eine lebende Legende, die man als Fan bewundert", kommentiert der Verantwortliche des Petronas-Teams.

„Ich bekam Gänsehaut, als ich ihn in unserer ersten Videokonferenz sah. Es war richtig faszinierend, als wir uns zwischen den Misano-Rennen mit ihm trafen. Doch als wir uns mit ihm unterhielten, erkannten wir, dass er auch nur ein Mensch ist - ein netter Mensch", kommentiert der Petronas-Teamchef gegenüber.

„Unsere Aufgabe ist, ihn wieder nach vorne zu bringen", nennt Razali die Herausforderung für die neue Saison mit Rossi. „Wir wollen, dass er konstant vorne mitfahren kann. In seinem neuen Umfeld kann er hoffentlich etwas entspannter agieren."

Neue Farben und neues Umfeld für Rossi

Für Rossi ist die MotoGP-Saison 2021 bereits das 26. Jahr in der Motorrad-WM. Zum 22. Mal in Folge ist Rossi Stammfahrer in der Königsklasse des Motorrad-Rennsports. Obwohl der Altmeister im Februar seinen 42. Geburtstag feierte, stellt er sich noch einmal der deutlich jüngeren Konkurrenz.

Im Petronas-Team muss sich Rossi an einige neue Dinge gewöhnen. Zum ersten Mal seit 21 Jahren startet der Italiener nicht für ein Werksteam. Von Yamaha bekommt der neunmalige Weltmeister dennoch auch weiterhin aktuelles Werksmaterial.

Vom Großteil seiner treuen Crew musste sich Rossi beim MotoGP-Saisonfinale 2020 in Portimao verabschieden. Lediglich Crewchief David Munoz, Elektronik-Ingenieur Matteo Flamigni und Riding-Coach Idalio Gavira durften mit Rossi das Team wechseln.

„Petronas ist ein sehr junges Team, doch in den beiden vergangenen Jahren haben sie gezeigt, dass sie konkurrenzfähig sind", erklärt Rossi. „Ich freue mich, mein neues Motorrad zu sehen. Ich mag die neue Lackierung der Maschine, meines Helmes und meiner Lederkombi. Es sieht fantastisch aus."

„Ich will in diesem Jahr konkurrenzfähig sein", stellt die Nummer 46 klar. „Außerdem möchte um Siege und Podestplätze kämpfen können und in der Meisterschaft am Ende der Saison eine gute Position erreichen. Wir sind konzentriert, was unsere Ziele angeht, um das Bestmögliche zu erreichen."

„Zusammen mit Franco haben wir eine interessante Fahrerpaarung. Wir kennen uns sehr gut. Das gesamte Team ist sehr motiviert. Ich werde mein Maximum geben, damit wir die bestmöglichen Ziele erreichen können, wenn das Jahr zu Ende geht. Wir sind bereit, loszulegen", so Rossi.

Gelingt Morbidelli der nächste Schritt?

Teamintern hat Rossi mit Morbidelli einen starken Herausforderer, der gleichzeitig auch ein langjähriger Freund ist. Morbidelli war in der MotoGP-Saison 2018 der erste Fahrer aus Rossis VR46-Akademie, der den Sprung in die MotoGP bewältigen konnte.

Nach einer durchwachsenen Debütsaison mit Honda wechselte Morbidelli ins Petronas-Team. Mit der Yamaha M1 kam Morbidelli deutlich besser zurecht als mit der Honda RC213V. Im vergangenen Jahr platzte beim Moto2-Champion von 2017 endgültig der Knoten.

Im Vorjahr gewann Morbidelli seine ersten Rennen in der MotoGP und beendete das Jahr als Vize-Weltmeister. Dennoch muss sich der Italiener mit der ältesten Spezifikation aller Yamaha-Piloten zufriedengeben. Im Vorjahr war das einige Male ein Vorteil, denn die Yamaha-Piloten mit der aktuellen M1 beklagten fehlende Konstanz. Doch mit mehr Entwicklungszeit könnten die Piloten mit der aktuellen M1 im Vorteil sein.

„Es ist mein drittes Jahr mit dem Team", bemerkt Morbidelli. „Es gibt viele Dinge, die ich am Petronas-Team mag. Die Lackierung für 2021 ist der Lackierung der beiden vergangenen Jahre ziemlich ähnlich. Es ist gleich, aber auch anders. Ich habe einen neuen Teamkollegen und erwarte und hoffe, dass es für Vale und mich eine tolle Saison wird."

„Uns verbindet seit vielen Jahren eine starke Zusammenarbeit. Wir werden voneinander lernen. Mein persönliches Ziel für 2021 ist es, besser zu werden, mich als Mensch, Fahrer und Athlet weiter zu steigern. Ich weiß, dass das schwierig wird, weil wir bereits im vergangenen Jahr sehr schnell waren und tolle Rennen und Ergebnisse erreichten", so Morbidelli.

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