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MotoGP World Championship

Petrucci: „Froh, dass Gigi mich gefeuert hat“

23. Nov. 2020
Nach dem schwierigen Ducati-Jahr freut sich Danilo Petrucci auf KTM

Foto: (C) Motorsport Images

2021 fährt Danilo Petrucci für Tech-3. Ducati weint er keine Träne nach. Erster Kontakt mit dem neuen Team bei Tests im Windkanal.

Nach sechs Jahren, zwei davon im Werksteam, verabschiedete sich Danilo Petrucci von Ducati. Das Saisonfinale in Portimao (Portugal) beendete der Italiener auf dem 16. Platz. Abgesehen von seinem Sieg im Regenrennen von Le Mans (Frankreich) war die Saison 2020 schwierig und enttäuschend.

„Ich fand nie ein gutes Gefühl", blickt "Petrux" auf die vergangenen Monate zurück. „Nur in Le Mans und in Barcelona hat sie sich wie mein Motorrad angefühlt. Auf beiden Strecken war ich im im Nassen und im Trockenen konkurrenzfähig."

„Das Hauptproblem war das ganze Jahr die Bremsphase. In Portimao hatte ich so wie in Valencia Probleme mit dem Grip. Das Motorrad war nie gut. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Motorrad ein wenig verändert, aber das große Problem war der Hinterreifen."

„Abgesehen von zwei Rennen hatte ich nie ein gutes Gefühl. Ich habe aber immer mein Bestes gegeben. Manchmal hat es funktioniert, manchmal nicht. Wenn ich zurückblicke, hätte ich es besser machen können, aber ich habe alles gegeben."

Früher Rausschmiss hat Chance bei KTM ermöglicht

Seine letzte Ducati-Saison beendete Petrucci auf WM-Rang zwölf. Seine beiden Siege in Mugello 2019 und Le Mans 2020 waren die großen Highlights seiner bisherigen Karriere. Seine Zukunft heißt KTM. Noch vor dem Saisonauftakt im Juli stand fest, dass er Ducati verlassen muss.

„Natürlich war es eine seltsame Situation. Aber auf der ganzen Welt passieren merkwürdige Dinge in diesem Jahr. Als mich Gigi Dall'Igna angerufen und mir das mitgeteilt hat, war es ein sehr, sehr trauriger Tag. Ich hatte das Gefühl, dass ich bei meiner Mission versagt habe."

„Aber im Rückblick muss ich mich bei ihm bedanken. Seine Entscheidung hat dafür gesorgt, dass ich zu einer anderen Marke wechseln konnte. KTM ist sehr, sehr konkurrenzfähig. Zu Saisonbeginn hat niemand gedacht, dass KTM so schnell sein würde."

Deswegen fügt Petrucci lachend hinzu: „Ich bin glücklich, dass mich Gigi zu Saisonbeginn gefeuert hat." In der kommenden Saison wird der 30-Jährige im Tech-3-Team von KTM fahren. Wie gut dieser Platz ist, zeigte Miguel Oliveira mit seinem dominanten Sieg in Portimao.

Bereits demnächst mit KTM ein Test im Windkanal

Petrucci muss allerdings warten, bis er erstmals die KTM fahren darf: „Weil sie die Testvorteile verloren haben, kann ich erst im Februar testen. Ich werde aber nächste Woche im Windkanal sein. Das wird sehr wichtig, weil in diesem Jahr der Topspeed für mich ein Problem war."

Auch aufgrund seiner Körpergröße von 181 Zentimetern ist die Aerodynamik für Petrucci wichtig. Deswegen wird schon jetzt daran gearbeitet, damit KTM über den Winter die beiden Motorräder für den Neuzugang vorbereiten kann.

Was wird Petrucci in den kommenden Wochen machen? „Ich werde Motocross fahren und muss die Marke des Motorrads nicht mehr verstecken", antwortet er lachend. „Momentan weiß ich nicht, ob es möglich sein wird, Italien zu verlassen. Ich hoffe, dass sich die Situation in der Welt bessert."

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