Pit Beirer: „Heim-Grand Prix ist für uns ein Feiertag”

17. Aug.

Foto: (C) ServusTV/Manuel Seeger

Sport & Talk Spezial aus der KTM Motohall in Mattighofen. Mit Rückblick, IST-Zustand und Vorschau auf den Großen Preis von Österreich.

KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer will die Qualifying-Schwäche des Motorrads beheben und denkt nicht zu viel über die neue Schikane am Red Bull Ring nach. Indes deutet Miguel Oliveira an, auch 2023 in der MotoGP zu fahren. Das waren die wichtigsten Aussgen von „Sport und Talk“ aus der KTM Motohall:

„Die Batterie wird nicht die Lösung sein – weder für die großen Fahrzeuge, noch für die Motorräder. Die Entwicklung mit den E-Fuels läuft rasant. Die MotoGP beschreitet da eine Vorreiterrolle.“
Pit Beirer über den vollständigen Umstieg der MotoGP auf E-Fuels bis 2027.

„Es zeigt, dass wir noch großes Potenzial unter den Rahmenbedingungen haben. Leider sind wir im Qualifying nicht so stark, wie wir sein sollten, zum Glück holen wir aber am Sonntag die Punkte. Und letztlich zählt das Rennergebnis.“
Brad Binder hat in den bisherigen Saisonrennen 58 Positionen gutgemacht.

„Der Schlüssel muss über das Qualifying gehen. Die Schwäche tragen wir schon eine Weile mit. Es geht in die Richtung, dass spezielle Qualifying-Motorräder gebaut werden, die auf die eine Runde zugeschnitten sind. Wir hatten bisher nicht die Zeit und Kraft, das umzusetzen.“
Pit Beirer über die aktuell größte Baustelle bei KTM.

„Wir wollten dieses Jahr um Podiums fahren. Wenn man sich die Renn-Pace anschaut, können wir die ersten zwei, drei Runden mit der Spitze mitgehen. Aber das Rennen gewinnt man nicht am Start. Es beginnt am Freitag.“
Pit Beirer vermisst die Performance über das gesamte Rennwochenende.

„Wir haben uns unglaublich gesteigert, aber die Konkurrenz macht genauso große Schritte. Und wenn sich die ganze Klasse so dynamisch bewegt, musst du immer etwas größere Schritte machen, als die Konkurrenz.“
Pit Beirer über die rasante Entwicklung in der MotoGP.

„KTM hat sich in ein neues Abenteuer begeben, die meisten anderen sind seit 20 Jahren dabei. Der Stahlrahmen, den kein anderes Team verwendet, ist Teil der Identität. Die Seele des Unternehmens steckt da drinnen. Alles wird direkt im Werk hergestellt, man spürt es an der Motivation und an der Atmosphäre.“
Francesco Guidotti ist vom MotoGP-Projekt von KTM fasziniert.

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So wird die neue Schikane am Red Bull Ring eingeschätzt

„Wir Fahrer schätzen die Bemühungen zur Sicherheit auf der Strecke. Es wird sicher langsamer werden und unsere Bremspunkte etwas verderben. Aber ich finde es gut, dass uns etwas vor Kurve drei abbremst, denn wir haben dort sehr viel Neigungswinkel.“
Miguel Oliveira sieht mehr Vor- als Nachteile in der neuen Schikane am Red Bull Ring.

„Wir werden in der Schikane diese eigene Charakteristik der Strecke ein bisschen vermissen. Das gibt vielleicht anderen Teams die Möglichkeit, zu gewinnen. Die Strecke steckt voller Überraschungen. Wir werden sehen, was passiert.“
Francesco Guidotti glaubt, dass das umgestaltete Layout ein neues Siegerteam hervorbringen könnte.

„Wir machen uns nicht so viele Gedanken über die Schikane. Der Kurs wird extrem spannende Rennen hervorzaubern. Wir freuen uns einfach auf den Heim-Grand-Prix. Es ist für uns ein Feiertag, wenn wir am Spielberg fahren dürfen.“
Pit Beirer blickt voller Vorfreude auf das Rennwochenende in der Steiermark entgegen.

„Ich habe noch bei keinem Hersteller unterschrieben, hoffe aber, dass wir in ein paar Wochen zu einem Abschluss kommen. Die gute Nachricht lautet, dass ich höchstwahrscheinlich auf der Rennstrecke bleiben werde.“
Miguel Oliveira gibt sich über seine Zukunft noch bedeckt.

„Das haben wir uns für das kommende Wochenende aufgehoben.“
Pit Beirer will am Red Bull Ring das Tech3-Fahrergespann für 2023 verkünden.

Motocross

„Ich habe versucht, es ohne Operation hinzubekommen, dann aber gemerkt, dass die Schulter noch instabil ist und es deswegen machen lassen. Das hat mich drei Monate außer Gefecht gesetzt. Der Dakar sollte aber nichts im Weg stehen.“
Matthias Walkner ließ sich die lädierten Bänder in der Schulter operieren.

„Ich fühle mich noch extrem motiviert und brenne Vollgas für das, was ich mache. Ich bin sechs Tage in der Woche bereit, hundert Prozent für den Sport zu geben.“
Matthias Walkner denkt nicht ans Aufhören.

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