Premiere am Red Bull Ring: Spielberg bekommt Sprintrennen

15. Feb.

Foto: GEPA Pictures / Manfred Binder

Der Österreich-Grand-Prix am Red Bull Ring kann 2022 mit einem weiteren Highlight aufwarten: Die FIA bestätigt, dass in Spielberg eines von drei Sprint-Events in Szene gehen wird.

Der Automobil-Weltverband FIA hat die Konsequenzen aus dem umstrittenen WM-Finale der vergangenen Formel-1-Saison gezogen und "strukturelle Veränderungen" angekündigt. Wie die Formel-1-Kommission nach ihrem Treffen am Montag in London mitteilte, wird es in den nächsten Tagen einen Aktionsplan geben. In der kommenden Saison finden zudem wieder drei Sprintrennen statt, eines davon erstmals beim Österreich-Grand-Prix in Spielberg.

Die Vorgänge beim Chaos-Finale am 12. Dezember 2021 in Abu Dhabi, bei dem Red-Bull-Pilot Max Verstappen den WM-Titel gewann, wurden rund einen Monat lang aufgearbeitet. Die Erkenntnisse daraus gehen in die Analyse des neuen FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem ein, der ebenfalls an dem Meeting in London teilnahm. Entscheidungen darüber werden dem Vernehmen nach am 18. März bei einer Sitzung des World Motor Sport Council in Bahrain vor dem Auftakt der Rekord-Saison mit 23 Rennen getroffen.

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FIA wertet Sprintrennen deutlich auf

Auch in der kommenden Saison wird es drei Sprintrennen geben, die FIA nahm jedoch Anpassungen vor. So wird das Sprint-Qualifying zum "Sprint", die Pole-Position für den Sprint-Bewerb wie auch für das Rennen geht an den schnellsten Fahrer des Freitags-Qualifyings. Änderungen gibt es auch bei der Wertung: Acht Punkte bekommt der Erste, noch einen Zähler der Achte. Die Sprints über 100 Kilometer sollen beim Grand Prix der Emilia-Romagna (Imola), in Spielberg auf dem Red Bull Ring (8.-10. Juli) und in Brasilien (Interlagos) steigen. Damit feiert dieser Modus am 9. Juli in der Steiermark seine Premiere.

Im Rückblick auf den Abbruch des chaotischen Regen-Rennens in Spa-Francorchamps beschloss die Kommission einige Änderungen im Reglement. Punkte gibt es in Zukunft nur noch dann, wenn mindestens zwei Runden ohne Safety Car oder virtuelles Safety Car beendet werden. Halbe Punkte gibt es ab der neuen Saison ebenfalls nicht mehr. Ein neuer Schlüssel sieht eine modifizierte Punkte-Verteilung bei einem Rennabbruch vor. Werden weniger als 25 Prozent der Renndistanz absolviert, bekommen nur die Top 5 Punkte (6, 4, 3, 2, 1). Halbe Punkte gehören dann wie gesagt der Vergangenheit an. (APA/red.)

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