Qualifying MotoGP Jerez 2: Fabio Quartararo auf Pole – Marquez out

25. Juli
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Foto: Motorsport Images

Fabio Quartararo startet auch am zweiten Jerez-Wochenende der MotoGP von der Pole. Vinales und Bagnaia in Reihe eins, Rossi P4. Marquez muss aufgeben.

Wie schon in der Vorwoche hat Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) die Kampf um die Pole für sich entschieden. Eine Zeit von 1:37.007 Minuten reichte aus, um sich gegen Maverick Vinales (Yamaha) durchzusetzen, dem seine schnellste Runde gestrichen wurde. Erstmals in der ersten Reihe steht als Dritter Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati).

Noch bevor es um die Pole-Position, wurde es in Q1 spannend. Denn die Frage war, wo sich der angeschlagene Marc Marquez würde platzieren können. Doch nachdem er bereits am dritten und am vierten Freien Training teilgenommen hatte, entschied sich der Spanier, es für diesen Tag gut sein zu lassen.

Nach nur einer Outlap drehte der Honda-Pilot direkt wieder ab, fuhr zurück an die Box und verschwand in seinem Truck. Damit wäre er morgen von ganz hinten in der Startaufstellung ins Rennen gehen. Doch kurz darauf bestätigte sein Team: Er wird nicht starten.

Rins und Crutchlow auch in Q1

Mit Alex Rins und Cal Crutchlow versuchten es zwei weitere verletzte Piloten in Q1. Doch auch sie hatten sichtlich zu kämpfen. Den nachträglichen Sprung in Q2 schaffte keiner von beiden. Crutchlow fehlte gut eine Zehntelsekunde auf die Top 2, er startet am Sonntag von Position 13. Rins landete nur auf Startplatz 20.

Mit Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) und Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) schafften es die schnellsten beiden Fahrer in Q1 eine Runde weiter. Dort legt nach der ersten fliegenden Runde Yamaha-Pilot Vinales vor, der am Vormittag im dritten Freien Training noch einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte.

Aufgrund der deutlich heißeren Temperaturen war dieser am Nachmittag jedoch nicht der Maßstab. Vielmehr pendelten sich die Zeiten im Spitzenfeld bei tiefen 1:37ern ein. Im zweiten Run zog das Tempo noch einmal an. Allerdings wurde die Jagd auf die Pole durch einen Sturz von Pol Espargaro getrübt, der in Kurve 2 zu Boden ging.

Fabio Quartararo hat die Spitze übernommen

Für ihn war das Qualifying damit gelaufen, weshalb der KTM-Pilot auf Platz zwölf hängen blieb. Kurz zuvor hatte im Klassement Fabio Quartararo die Spitze übernommen, wurde im letzten Versuch aber noch von Yamaha-Markenkollege Vinales attackiert.

Weil der jedoch die Track-Limits missachtete, wurde seine Zeit, die gut genug für die Pole gewesen wäre, gestrichen. Damit blieb Fabio Quartararo vorne, Vinales musste sich mit Platz zwei zufriedengeben. Nur 0,095 Sekunden trennten die beiden. Weitere 0,074 Sekunden lag Bagnaia zurück, der die erste Ducati in der Startaufstellung sein wird.

Valentino Rossi führt dank einer starken Schlussrunde die zweite Startreihe an, gefolgt von Oliveira und Morbidelli. Jack Miller (Pramac-Ducati) beendete das Qualifying an siebenter Stelle. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) stürzte spät und konnte sich deshalb nicht mehr steigern. Dennoch schaffte er es auf einen soliden achten Platz.

Andrea Dovizioso nur P4 in Q1

Joan Mir hält die Suzuki-Ehre auf Rang zehn hoch. Im fehlten am Ende knapp sechs Zehntel auf die Pole-Zeit. Ducati-Pilot Danilo Petrucci verpasste die Top 10 mit drei Zehntelsekunden Rückstand auf Mir und wurde Elfter. Enttäuschend verlief das Qualifying auch für seinen Teamkollegen Andrea Dovizioso.

Er kam in Q1 nicht über Platz vier hinaus, wird also im Rennen von Platz 14 eine Aufholjagd starten müssen. Die vierte Startreihe teilt er sich neben Crutchlow (13.) mit Johann Zarco (Avintia-Ducati/15.).

Die hinteren Plätze im Starterfeld belegen Aleix Espargaro (Aprilia), Iker Lecuona (Tech-3-KTM), Tito Rabat (Avintia-Ducati) und Bradley Smith (Aprilia). Hinter Rins auf P20 reiht sich MotoGP-Rookie Alex Marquez ein, nach einem späten Sturz in Q1 nur Letzter der Session.

Der Spanier flog in Kurve 5 ab und hielt sich sofort den rechten Arm. Es stand zu befürchten, dass er sich ähnlich wie sein Bruder verletzt haben könnte. Doch sein Team gab via Twitter kurz darauf Entwarnung. Er habe sich keine ernsten Verletzungen zugezogen.

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