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Quartararo-Manager verrät: “Haben Anfragen von anderen Teams”

18. Okt.

Foto: Motorsport Images

Könnte Fabio Quartararo Yamaha ab 2023 verlassen? Sein Manager will nichts ausschließen und sich die Angebote der Konkurrenz in Ruhe ansehen.

Fabio Quartararo hat die besten Chancen, für Yamaha den ersten MotoGP-Titel seit Jorge Lorenzo (2015) zu gewinnen. Der 22-jährige Franzose hat sich in seiner erst dritten Saison in der Königsklasse zur absoluten Nummer 1 von Yamaha entwickelt.

Wenn es in einem der verbleibenden drei Rennen klappt, dann wäre Quartararo der 17. MotoGP-Weltmeister, der in den kleinen Grand-Prix-Klassen keinen Titel geholt hat. Den Grundstein für seine Erfolge legte der junge Franzose 2019 in seiner Rookie-Saison im Petronas-Yamaha-Team.

Im Hintergrund zieht Eric Mahe als Manager die Fäden. Als sich 2018 die damals überraschende Chance auf den MotoGP-Aufstieg mit Petronas für 2019 ergab, konnte er den Vertrag abschließen, obwohl es damals viele Zweifler im Fahrerlager gab. Der Rest ist Geschichte.

Auch die anderen Werke zeigten Ende 2019 Interesse an dem neuen Top-Talent. Yamaha war praktisch dazu gezwungen, Quartararo ins Werksteam zu transferieren und schon im Januar 2020 den Vertrag abzuschließen. Sollte er nun Weltmeister werden, steigt seine Aktie natürlich erneut.

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Quartararo: Die Galionsfigur auf dem Transfermarkt

Er ist die neue Galionsfigur auf dem Transfermarkt. Für die Zukunft sind bisher erst drei Fahrer bestätigt. Marc Marquez (Honda) und Brad Binder (KTM) haben Verträge bis einschließlich 2024. Franco Morbidelli ist bis einschließlich 2023 an Yamaha gebunden.

Ansonsten laufen die restlichen Fahrerverträge Ende 2022 aus. "Fabio wird dorthin gehen, wo es für ihn am besten ist", wird sein Manager Mahe von 'Autohebdo' zitiert. "Heute ist noch alles offen. Momentan ist für 2023 nichts klar."

Wird wirklich mit einem Markenwechsel geliebäugelt oder will der gewiefte Manager den Preis ausloten und in die Höhe treiben? Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es hinter den Kulissen immer früher Gespräche und Verhandlungen gibt.

"Fabio ist mit der Performance zufrieden. Aber man muss sich alle Details ansehen", sagt Mahe. "Die Tendenz ist, dass man schon ein- oder eineinhalb Jahre im Voraus unterschreibt. Wenn es klare Perspektiven gibt, dann muss man das machen."

"Die Strategie lautet aber, dass man nichts überstürzen darf. Wir wurden von zweieinhalb Teams kontaktiert. Es gibt zwei richtige Anfragen und eine könnte passieren. Wir werden uns das zu gegebener Zeit in Ruhe ansehen."

Nur ein Topfahrer: Hat Yamaha für die Entwicklung ein Problem?

Aus technischer Sicht hat Yamaha in diesem Jahr einen Fortschritt geschafft. Aber durch die Fahrerrochaden im Zuge der Trennung von Maverick Vinales konnte hauptsächlich Quartararo Feedback liefern. Valentino Rossi hingegen fährt die gesamte Saison hinterher.

Franco Morbidelli fiel wegen seiner Knieoperation lange aus und ist noch nicht komplett fit. Seit Mitte September ist Andrea Dovizioso im Satellitenteam. Er muss aber die Charakteristik der M1 erst wieder kennenlernen.

Könnte diese Situation langfristig ein Entwicklungsnachteil für Yamaha sein und die Vertragsgespräche bezüglich Quartararo beeinflussen? "Bei einem so professionellen Hersteller wie Yamaha ziehen die Ingenieure alle Meinungen in Betracht", winkt Mahe ab.

"Fabio erklärt seine Eindrücke, aber das machen auch die anderen Fahrer. Dann gibt es noch Cal Crutchlow, der genau verfolgt was vor sich geht. Es stimmt, dass von den Stammfahrern momentan kaum jemand etwas sagen kann. Aber man hört nicht nur auf den erfolgreichen Fahrer. Die Ingenieure sind nicht verrückt. Die Japaner sortieren die relevanten und irrelevanten Aussagen aus."

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