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Rallye Dakar: Walkner macht nachträglich Plätze gut – jetzt Gesamt-Dritter

7. Jan.
Human, Person, Vehicle
Motorrad-Ass Matthias Walkner kommt auf der dritten Etappe der Dakar 2020 zunächst als Sechster ins Ziel - dann aber wird nachträglich ein Roadbook-Fehler korrigiert.

Matthias Walkner hat am Dienstag erst nach getaner Arbeit in der Ergebnisliste der Rallye Dakar 2020 Plätze gutgemacht. Der Salzburger Motorrad-Pilot wird nach einer Korrektur des Veranstalters nach der dritten Etappe nun als Gesamt-Dritter geführt. Er bewältigte die 504 km lange Schleife von und nach Neom mit 8:13 Minuten Rückstand auf den erstplatzierten Honda-Fahrer Ricky Brabec.

Der US-Amerikaner übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Walkner liegt als Dritter nur 6:02 Minuten zurück. Er war zunächst nach Problemen mit dem für die Navigation benötigten Roadbook als Sechster ins Ziel gekommen, hatte aber in einer ersten Reaktion bereits gehofft, dass sich an den Zeiten noch etwas ändern würde.

Walkner moniert "Fehler und totales Chaos"

"Bei Kilometer 392 hätte es normal einen Wegpunkt gegeben, der allerdings nicht im Roadbook war. Jetzt sind wir 20 Minuten lang im Kreis gefahren - die einen etwas länger, die anderen etwas weniger lange", erklärte Walkner.

Die Fahrer würden das für die Navigation benötigte Roadbook erst 25 Minuten vor dem Start erhalten und dann etwaige Wegpunkte nicht mehr selbst markieren können. "Dann passieren dem Veranstalter auch noch diese Fehler und es herrscht totales Chaos", sagte Walkner.

"Es ist einfach brutal gefährlich"

Dass den offenbar extrem detailliert ausfallenden Routen-Notizen ein so großer Fokus zukommt, missfällt Walkner generell. Man verbringe die halbe Zeit des Rennen mit der Lektüre "und dabei übersieht man relativ schnell Steine oder andere Gefahren", erklärte der Dakar-Sieger von 2018. "Es ist einfach brutal gefährlich, so wie es derzeit ist. Und ich hoffe, dass das Ganze noch einmal gut überdacht wird."

Am Mittwoch geht es von Neom nach Al-Ula. 453 der insgesamt 676 Kilometer langen vierten Etappe werden als Sonderprüfungen gewertet. Die Strecke verläuft zu gleichen Teilen auf Schotter- und Sandpisten und führt in die Nähe der nabatäischen Tempel. (APA/red.)

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