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Rallye Dakar: Walkner nach starkem Finale Gesamt-Neunter

15. Jan. 2021

Foto: Privat

Mit Kampfspuren im Gesicht und einer starken Vorstellung verabschiedet sich Matthias Walkner von der Wüsten-Rallye. "Das war heuer echt eine brutale Dakar", resümiert der Salzburger.

KTM-Werkspilot Matthias Walkner hat am Freitag auf der letzten Etappe der Rallye Dakar von Yanbu nach Jeddah wie beim ersten Teilstück den dritten Rang belegt. Der Salzburger verabschiedete sich mit einem starken Rennen, auch wenn er dabei einen Stacheldrahtzaun übersah. Der heftige Sturz verlief glimpflich. Den Gesamtsieg holte sich der Argentinier Kevin Benavides, 4:56 Minuten vor Titelverteidiger und Schlussetappen-Gewinner Ricky Brabec (USA/beide Honda).

Walkners KTM-Markenkollege Sam Sunderland (GBR) fiel vom zweiten auf den dritten Gesamtrang zurück. Für Benavides war es nach 47:18:14 Stunden der erste Gesamtsieg seiner Karriere. Walkner konnte sich nach einem Kupplungs-Defekt auf der zweiten Etappe und damit verbundenem Zeitverlust von rund zweieinhalb Stunden (Zwischenrang 43) noch über ein Happy End als Neunter freuen.

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Peterhansel erneut der Dakar-Triumphator

Bei den Autos gewann Rekord-Sieger Stephane Peterhansel zum insgesamt 14. Mal die Dakar. Der 55-jährige Franzose im X-Raid Mini brachte nach der Schlussetappe seinen komfortablen Vorsprung auf den für Toyota fahrenden Katarer Nasser Al-Attiyah (+15:05 Min.) sicher ins Ziel. Für Peterhansel ist es seit 2004 der achte Gesamtsieg in der Auto-Wertung. Davor hatte "Mr. Dakar" zwischen 1991 und 1998 sechsmal auf dem Motorrad triumphiert.

Die seit 2020 in Saudi-Arabien ausgetragene Dakar war die 43. Auflage der Langzeit-Rallye. "Es war ein cooles Rennen. Ich habe heute noch einmal Vollgas gegeben und bin richtig glücklich, nun gesund im Ziel zu sein", sagte Walkner. Vor der Schlussetappe hatte er noch gemeint, dass er während der ganzen Dakar kein einziges Mal gestürzt sei. Doch da hatte er den Tag vor dem Abend gelobt.

Walkner: "Sehe immer noch ein paar Sterne"

"Dann fahre ich heute mit 60 km/h in einen Stacheldrahtzaun, der nicht nachgegeben hat. Mich hat es mit voller Wucht vom Motorrad gerissen. Zum Glück war das Brillenglas hart genug und hatte vom Stacheldraht nur ein paar Kratzer abgekommen. Lippe und Schulter hab ich mir etwas beleidigt, und ein paar Sterne sehe ich immer noch. Aber es geht mir gut."

Die Rallye-Dakar-Rennen werden seiner Ansicht nach jedes Jahr anspruchsvoller. "Das war heuer schon echt eine brutale Dakar." Walkners Resümee: "Es war heuer eine sehr schwierige Dakar für mich. Dabei hat alles so gut begonnen. Aber dann der Kupplungs-Defekt, bei dem ich knapp zweieinhalb Stunden verloren habe. Das hat auf einen Schlag und gleich auf der zweiten Etappe jegliche Podiums-Hoffnungen zerschlagen." Dennoch habe er alles versucht und bis auf die letzten beiden Tage "extrem viel Spaß" gehabt. Die Motivation für "die goldene Ananas" sei aber manchmal schwierig gewesen, gestand der Salzburger. (APA/red.)