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Rea in MotoGP: „Superbike-Weltmeister sollte Chance bekommen”

2. Feb.
Repsol

Foto: (C) Repsol

Jonathan Rea konnte abgesehen von zwei Einsätzen nie sein Können in der MotoGP unter Beweis stellen. Für eine Sache würde er einen seiner sechs Superbike-Titel abtreten.

Superbike-Rekord-Weltmeister Jonathan Rea feiert heute seinen 34. Geburtstag. In diesem Jahr hat der Kawasaki-Werkspilot die Chance, zum siebten Mal die Meisterschaft zu gewinnen. Doch bereits jetzt führt Rea die wichtigen Statistiken der Superbike-WM an. Die Chance auf einen Wechsel in die MotoGP hingegen wird von Jahr zu Jahr geringer. Selbst Rea rechnet nicht mehr damit. Dabei hatte der Nordire durchaus Möglichkeiten, Stammfahrer in der Königsklasse zu werden.

„Vor zwei oder drei Jahren erhielt ich das Angebot, die Aprilia zu fahren. Das war das konkreteste Angebot aus der MotoGP", berichtet Rea. „Ich nahm die Gespräche gar nicht erst auf, weil ich wäre nur für ein konkurrenzfähiges Motorrad gewechselt."

„Mein Manager sprach vor zwei Jahren mit Suzuki. Sie hatten aber null Interesse, einen Fahrer außerhalb des Grand-Prix-Paddocks zu holen", erinnert sich Rea, der noch eine andere Chance sah: „Ich war bereit und war verfügbar, als Honda nach einem Ersatz für Dani Pedrosa suchte. Doch es wurde mit einmal sehr ruhig und Jorge bekam den Platz."

Abgesehen von Aprilia kein konkretes Angebot aus der MotoGP

Ein Wechsel ins Honda-Werksteam wäre für Rea reizvoll gewesen. Doch es gab nie ein konkretes Angebot von HRC. Rea unterschrieb im Vorjahr einen mehrjährigen Vertrag bei Kawasaki und wird voraussichtlich bis zum Ende seiner Karriere für den japanischen Hersteller in der Superbike-WM fahren.

„Ich hatte nie zwei verschiedene Angebote auf dem Tisch und musste mich entscheiden. Ein Teil von mir ist traurig darüber, weil ich nie die Chance bekam", trauert er einem Wechsel in die MotoGP hinterher und ärgert sich: „Meiner Meinung nach sollte der Superbike-Weltmeister diese Chance bekommen."

„Ich bin mit dem Erreichten in der Superbike-WM sehr zufrieden. Es wäre interessant gewesen, was ich in der MotoGP erreicht hätte - mit der nötigen Zeit auf dem richtigen Motorrad", bemerkt der WSBK-Seriensieger.

Top-8-Ergebnisse bei den Gaststarts nicht gut genug?

Abgesehen von den beiden Einsätzen als Ersatz für Casey Stoner in der MotoGP-Saison 2012 konnte Rea sein Können nie unter Beweis stellen. „Ich bereue nichts", erklärt er mit Blick auf die beiden Einsätze in Misano und Aragon, die im Wechsel zu seinen WSBK-Starts stattfanden.

„Es gibt einige Grand-Prix-Piloten, die es selbst in ihrer kompletten ersten Saison nicht richtig zusammenbringen. Ich musste das alles zwischen den Superbike-Rennen unterbringen. Zudem hatte mir der Boss von HRC eingetrichtert, dass ich mit dem Motorrad nicht stürzen darf", nennt Rea die Hürden bei den MotoGP-Einsätzen.

Würde er einen WSBK-Titel für einen MotoGP-Sieg eintauschen?

Würde Rea einen seiner sechs WSBK-Titel für einen Grand-Prix-Sieg opfern? „Ich habe sechs, könnte also einen opfern für einen Grand-Prix-Sieg", grübelt der Nordire. „Aber eine Meisterschaft ist das Ergebnis von vielen Rennen. Ein Meisterschaftsgewinn ist immer mehr wert als ein Laufsieg."

„Es wäre eine andere Sache, wenn ich einen WSBK-Titel für einen MX-Titel eintauschen könnte. Als ich ein Kind war, träumte ich immer davon, Motocross-Weltmeister zu werden", erinnert sich der ehemalige Motocrosser.

Rea erklärt, unter welchen Voraussetzungen er einen WSBK-Titel für einen MotoGP-Sieg eintauschen würde: „Es gab die Doohan-Ära, dann die Ära von Valentino, dann die Casey-Dominanz, jetzt die Marquez-Ära. Wenn man alle Großen in einem Rennen vereinen könnte und es um diesen Sieg gehen würde, dann wäre ich dabei."

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