Roger Federer sagt Olympiastart wegen Knie-Verletzung ab

13. Juli

Foto: GEPA pictures/ Patrick Steiner

Roger Federer habe während der Rasen-Saison leider einen Rückfall mit seinem Knie erlebt und müsse akzeptieren, dass er Tokio nicht spielen kann.

Roger Federer kann sich seinen Traum von Olympia-Einzel-Gold, das ihm in seiner Erfolgssammlung noch fehlt, nicht erfüllen. Der am 8. August 40 Jahre alt werdende Schweizer hat am Dienstag für die Olympischen Spiele in Tokio abgesagt. Als Grund nannte er Probleme mit dem Knie, die sich während des Turniers in Wimbledon verschärft hätten.

"Ich bin sehr enttäuscht, denn es war jedes Mal eine Ehre und ein Höhepunkt meiner Karriere, wenn ich die Schweiz vertreten habe", schrieb der 20-fache Grand-Slam-Sieger am Dienstag in den sozialen Netzwerken. Er habe bereits mit der Rehabilitation begonnen, "in der Hoffnung, später im Sommer wieder dabei zu sein". Roger Federer habe während der Rasen-Saison leider einen Rückfall mit seinem Knie erlebt und müsse akzeptieren, dass er Tokio nicht spielen kann.

Roger Federer musste bereits 2016 passen

Roger Federer verpasst somit seinen fünften Auftritt im Zeichen der Fünf Ringe. Bereits in Rio 2016 hatte der Basler passen müssen. Er brach damals die Saison wegen Kniebeschwerden frühzeitig ab. 2000 in Sydney verpasste er eine Medaille bei seiner Premiere hauchdünn. Er lernte dafür seine spätere Ehefrau Mirka kennen. In Peking gewann er Gold im Doppel mit Stan Wawrinka, in London (in Wimbledon) Silber im Einzel. Zweimal war er Fahnenträger. Vor Federer hatte unter anderen bereits Rafael Nadal seinen Tokio-Trip abgesagt. Und auch Novak Djokovic hatte seine Antritts-Chancen zuletzt mit 50:50 beziffert.

Swiss Olympic bedauert, dass einer der größten Schweizer Sportler aller Zeiten nicht Teil des Schweizer Teams sein kann. "Wir haben uns sehr auf seinen Auftritt gefreut, und seine Präsenz hätte dem ganzen Schweizer Team viel Freude und Ehre bereitet", sagte Ralph Stöckli, der Chef de Mission von Swiss Olympic. Roger Federer wünschte seinen Landsleuten Tokio viel Glück. "Ich werde aus der Ferne fest die Daumen drücken. Wie immer, Hopp Schwiz!"(APA/red.)

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