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Roger Federer spricht bei Preisverleihung von Abschied

15. Dez.
Person, Human, Tennis Racket

Foto: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Zwei Knieoperationen liegen hinter Roger Federer, Zweifel an seiner Rückkehr bestanden allerdings nie. Jetzt ließ der Grand-Slam-Rekordchampion aufhorchen - zumindest der Saisonauftakt steht infrage.

Für einen Moment hielt die Schweiz den Atem an. Das passiert jedes Mal, wenn Roger Federer vom Abschied spricht. Zwar rückt das Ende der Karriere auch für den Maestro unweigerlich näher, aber wirklich wahrhaben will das kaum jemand im Land der Berge, Seen und Dörfer. Im Grunde zuckt sogar die gesamte Tenniswelt zusammen, wenn Federer den sportlichen Ruhestand auch nur andeutet. Das war kürzlich nicht anders.

Die Zitate der Preisverleihung "Sports Awards", bei der Roger Federer zum Schweizer Sportler der vergangenen 70 Jahre gewählt wurde, rasten um den Globus, so oft spricht der erfolgreichste Spieler der Gegenwart in der Öffentlichkeit derzeit ja nicht. Vor allem ein Satz blieb dabei hängen.

"Ich hoffe, es gibt noch etwas von mir zu sehen im neuen Jahr. Wir werden es sehen. Aber wenn es das gewesen sein sollte für mich, dann ist das hier ein unglaublicher Schlusspunkt", sagte Roger Federer. Was bitteschön wollte er damit andeuten? Naht das Ende? Legt Federer im Alter von 39 Jahren nach fast einem Jahr ohne Match und zwei Knieoperationen den Schläger wirklich zur Seite?

Roger Federer hinkt im Zeitplan hinterher

Nein, noch dürfen die Fans aufatmen, noch kämpft Roger Federer um sein Comeback auf der Tennistour, die er nach dem Halbfinal-Aus bei den Australian Open im Januar 2020 verlassen hatte. Allerdings machte er keinen Hehl daraus, dass er dem eigenen Zeitplan hinterherhinkt. Die anvisierten Australian Open zu Beginn des kommenden Jahres sind für Federer längst nicht mehr sicher.

"Ich hätte gehofft, dass ich im Oktober schon bei 100 Prozent wäre. Das bin ich aber auch heute noch nicht. Für die Australian Open wird es knapp werden", sagte er. "Ich wünschte, ich wäre schon weiter, gleichzeitig bin ich zufrieden, wo ich im Moment stehe." Zufrieden, aber nicht glücklich. Das ist Roger Federer erst, wenn er konkurrenzfähig zurückkehren kann.

Im Sommer warten die Höhepunkte

"Ich muss sehen, wie die nächsten Monate laufen", sagte er. Die Aufbauarbeit nach der zweiten Operation, die seine Zweifel an einem erfolgreichen Comeback offenbar mehrte, hat er abgeschlossen. "Jetzt müssen wir schauen, wie es mit dem Tennis klappt". Zur Not, und da wurde Roger Federer deutlich, dauert es eben. Im Sommer warten die Höhepunkte - mit Blick auf Wimbledon, die Olympischen Spiele in Tokio und die US Open darf er früh im Jahr nichts riskieren.

"Wir hatten von Beginn weg einen Plan, bei dem wir uns genügend Zeit nahmen. Erst wenn wir sicher sind, dass wir zum nächsten Schritt übergehen können, machen wir das auch", sagte Roger Federer. Vielleicht kommt ihm die Corona-Pandemie entgegen, die Australian Open sollen drei Wochen später als ursprünglich geplant beginnen. "Es steht immer noch alles in den Sternen", sagte Federer. Und ließ damit viel Spielraum für Interpretationen. (SID/red.)

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