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Rom Masters: Thiem mit viel Mühe weiter

12. Mai 2021

Foto: (C) GEPA pictures/ Cordon Press

Der Dreisatz-Erfolg gegen Marton Fucsovics in Rom fällt Dominic Thiem deutlich schwerer als erwartet - im Achtelfinale wartet jetzt ein Lokalmatador.

Dominic Thiem hat mit Mühe, aber letztlich souverän sein erstes Match beim Masters-1000-Turnier in Rom gewonnen. Der Weltranglisten-Vierte setzte sich am Mittwoch gegen den starken Ungarn Marton Fucsovics nach 2:32 Stunden mit 3:6, 7:6(5) und 6:0 durch. Thiem war im zweiten Satz gegen den Weltranglisten-44. nur noch zwei Punkte vom Aus entfernt, drehte das Match aber noch. Im Achtelfinale trifft Thiem am Donnerstag auf den Lorenzo Sonego (ITA).

Eigentlich war es ein typisches Thiem-Match. Der Madrid-Halbfinalist hatte im Vorfeld vor den üblichen Umstellungs-Problemen sowie seinem zuletzt sehr starken Gegner gewarnt und sollte recht behalten. Thiem verlor bei der am Vormittag begonnenen Partie auf dem Centre-Court des Foro Italico gegen den früheren Wimbledon-Juniorensieger und French-Open-Achtelfinalisten gleich sein erstes Aufschlagsspiel. Und tat sich gegen den 29-jährigen aus Budapest auch in der Folge lange Zeit schwer.

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Thiem mit dem Rücken zur Wand

Auf der Kippe stand die Begegnung, als Thiem nach knapp über zwei Stunden Spielzeit im zweiten Satz bei 4:5 nur noch zwei Punkte vom Aus entfernt war. Der Niederösterreicher hatte sich schon bei seinen beiden vergangenen Auftritten 2018 und 2019 in Rom wegen der Umstellung von der Höhenlage Madrids auf Meeres-Niveau und anderen Sand schwergetan und war jeweils gleich im ersten Match gescheitert. Obwohl sein Gegner auch dieses Mal stark war und lange vor allem mit vielen sehenswerten "Winnern" punktete, drehte Thiem letztlich das Momentum aber doch noch zu seinen Gunsten.

Mit dem Rücken zur Wand hielt der Lichtenwörther nämlich stark dagegen, rettete sich via Tiebreak in den dritten Satz. Damit, spätestens aber mit seinem frühen Break zum 2:0 im letzten Durchgang, hatte er Fucsovics dann gebrochen. Als Thiem auch das Doppel-Break zum 4:0 geschafft hatte, flog auf der Gegenseite erstmals der Schläger.

Thiem hat damit weiter eine makellose Bilanz gegen Fucsovics und erstmals seit 2017 wieder ein Match in Rom gewonnen. Am Donnerstag geht es im Achtelfinale gegen Sonego, der seinen Landsmann Gianluca Mager 6:4, 6:4 besiegte. Das bisher einzige Tour-Duell mit dem aktuellen Weltranglisten-33. war das Semifinale 2019 in Kitzbühel, das Thiem 6:3 und 7:6(6) gewann.

Thiem: „War erwartet hartes Match"

"Es war wie erwartet ein richtig hartes Match", erklärte Thiem nach seinem Erfolg. "Er hat sehr gut gespielt und mich mit vielen Dingen unter Druck gesetzt, auf die ich lange keine Antworten gefunden habe. Ich hatte zudem wie in den letzten Jahren die besprochenen Umstellungs-Probleme", gestand Thiem. "Anfangs hat bei jedem Schlag das gewisse Etwas gefehlt. Ich war nicht druckvoll genug."

Umso glücklicher sei er, letztlich die Chance doch genutzt zu haben. "Daher bin ich vor allem kämpferisch sehr zufrieden. Denn bei Tausender-Turnieren gibt es nie eine leichte Runde. Da geht es von Beginn weg voll los."

Deshalb, so Thiem, sei es umso wichtiger, seine andauernden Fehlstarts baldigst zu beenden. "Zwei Mal in Madrid, heute wieder. Ich brauche derzeit einfach zu lange, um reinzukommen", erklärte Thiem. Und führte das auch auf seine lange Pause im Frühjahr zurück. "Vom ersten bis zum letzten Punkt zu fighten, macht sich bezahlt. Aber ewig kann das nicht gut gehen. Ich hoffe, ich kann das morgen schon ändern."

Vorfreude auf "Auswärtsspiel"

Thiem taugt, dass er jetzt in Rom gegen einen Italiener spielt. Speziell, weil Zuschauer zugelassen sind. "Es wird wohl eine Centre-Court-Partie gegen einen Lokalmatador. Da werden die Fans Stimmung machen", vermutete der Niederösterreicher vor dem Match gegen Sonego, gegen den er gute Erinnerungen von Kitzbühel 2019 hat. "Das war eine richtig geile Partie."

Trotz aller Umstellungs-Probleme auf Meereshöhe und den langsamen und rutschigen römischen Sand sei es auch so, dass er in Italiens Hauptstadt immer gut gespielt habe, wenn er ins Turnier hineingefunden habe. "Ich schaue, dass ich an den dritten Satz anschließen kann und werde vom ersten bis zum letzten Punkt fighten", sagte Österreichs Tennis-Ass. (APA/red.)

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