MotoGP World Championship

Rossi am Tiefpunkt: „Fühle mich nicht wohl am Bike“

7. Mai 2021

Foto: (C) Motorsport Images

So schlecht startete Valentino Rossi noch in keine Saison. Und davon hat er schon viele erlebt. Er betreibt Ursachenforschung.

Vier Punkte aus vier Rennen: Noch nie ist Valentino Rossi so schlecht in eine Saison gestartet. In den vergangenen drei Rennen konnte der neunmalige Weltmeister kein einziges Top-15-Finish einfahren. Doch warum ist Rossi so langsam? Die Michelin-Einheitsreifen sind zweifellos ein Grund für die schwachen Ergebnisse. Rossi bevorzugte in der Vergangenheit eher harte Mischungen. In den vergangenen Jahren wurden die Reifen aber immer weicher.

„Ich möchte nicht sagen, dass die Reifen zu weich sind für mich. Schlussendlich sind die Reifen für alle Fahrer gleich", kommentiert Rossi und versucht, Michelin nicht die Schuld an den enttäuschenden Ergebnissen zu geben. „Die anderen Fahrer kommen damit zurecht. Wenn man in der MotoGP fahren möchte, muss man sich darauf einstellen", bemerkt der Italiener.

„Ich fühle mich nicht wohl auf dem Motorrad", gesteht Rossi. Zuletzt sprang auf seiner einstigen Paradestrecke in Jerez nur Platz 17 heraus. Aus eigener Kraft konnte Rossi lediglich Pramac-Ersatzpilot Tito Rabat und Aprilia-Pilot Lorenzo Savadori hinter sich lassen.

„Ich bin mit meinem Fahrstil immer ein bisschen zu spät dran. Das kreiert Probleme beim Beschleunigen, weil ich oft mit der Traktion zu kämpfen habe", erklärt Rossi. „Ich kann nicht schnell genug aus den Kurven heraus beschleunigen."

Rossi fand kleine Verbesserungen

Beim MotoGP-Test am Montag konnte Rossi in Jerez neue Abstimmungen testen, um die Probleme zu beheben. „Wir arbeiteten sehr intensiv mit Crewchief David Munoz an der Abstimmung der Gabel, aber auch an der Gewichtsverteilung, damit ich besser bremsen und einlenken kann", schildert Rossi.

„Ich muss tiefer in die Kurven bremsen und mit mehr Tempo in die Kurven hineinfahren. Das ist das Ziel. Wir verbesserten uns", erkennt Rossi kleine Lichtblicke. „Alles, was ich probierte, ermöglichte kleine Verbesserungen. Yamaha brachte kleine Verbesserungen, nichts Großes, die mir helfen."

„Ich bin zufrieden damit, denn nach dem Rennen waren wir ziemlich enttäuscht, weil wir so stark zu kämpfen hatten. Das Gefühl war auf jeden Fall besser", kommentiert er den Test in Jerez. In der Meisterschaft liegt Rossi nach vier Rennen auf der 21. Position.

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