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MotoGP World Championship

Rossi bestätigt GT-Jahr 2022: „Bisher war es nur Spaß”

5. Nov.
Camilss

Foto: (C) Camilss

Valentino Rossi hat kürzlich einen Ferrari 488 GT3 getestet. Bisherige Auftritte fielen eher unter die Kategorie Liebhaberei. Aber die Planungen für eine zweite Karriere im Rennsport laufen.

Zwei MotoGP-Wochenenden hat Valentino Rossi noch vor sich, dann wird seine insgesamt 26-jährige Karriere als Fahrer in der Motorrad-WM zu Ende gehen. Das erste der beiden letzten Rennen in Rossis Zweirad-Karriere ist der Grand Prix der Algarve an diesem Wochenende in Portimao. Das zweite wird das MotoGP-Saisonfinale direkt am kommenden Wochenende in Valencia sein.

Den Rennfahrerhelm komplett an den Nagel hängen wird Rossi nach dem Grand Prix von Valencia aber nicht. Wie der 42-jährige Italiener schon mehrfach betont hat, wird er von zwei auf vier Räder umsteigen und ab 2022 eine Karriere als Autorennfahrer absolvieren.

Am Mittwoch dieser Woche testete Rossi in Misano einen Ferrari 488 GT3 von Kessel Racing, wie er ihn in der Vergangenheit schon mehrfach bei einzelnen Rennstarts bewegt hat. „Ja, ich habe den Ferrari gestern in Misano getestet. Denn wir werden im Januar wieder in Abu Dhabi fahren, also Luca, 'Uccio' und ich", bestätigt Rossi das, was sich bereits abgezeichnet hat.

Rossi selbst, sein Halbbruder Luca Marini und sein langjähriger Kumpel und Betreuer Alessio "Uccio" Salucci werden am 8. Januar 2022 wieder das 12-Stunden-Rennen am Persischen Golf fahren. Schon im Dezember 2019 traten die drei Italiener am Steuer eines Kessel-Ferrari zu diesem Rennen an, damals in Abu Dhabi. Und auch im Januar 2021, als das Rennen coronabedingt nicht in Abu Dhabi, sondern in Bahrain stattfand, war das Trio am Start.

Entscheidung, welches GT-Programm 2022, nach 12h Abu Dhabi

Im Januar 2022, dann wieder in Abu Dhabi, werden Rossi, Marini, Salucci zum dritten Mal antreten. Die Voraussetzungen aber sind dann allen voran für Rossi etwas anders als bei den ersten beiden Auftritten.

„Normalerweise fahren wir diese Rennen nur zum Spaß", sagt Rossi. Aber: „Im nächsten Jahr werde ich ein Autorennfahrer sein. Aus diesem Grund sind die Herangehensweise und die Arbeit, die ich darin investiere, ab jetzt natürlich eine andere." In welcher Meisterschaft er 2022 antreten wird, will Rossi erst nach Abu Dhabi entscheiden. Er verrät aber schon jetzt, dass es sich um eine Rennserie mit GT-Autos handeln soll.

„Dieses Rennen in Abu Dhabi ist für uns im Grunde immer noch ein Spaßrennen. Anschließend müssen wir uns dann festlegen, welche Rennserie und welches Programm es für nächstes Jahr werden soll. Ich werde nächstes Jahr mit dem Gran-Turismo-Auto fahren. Ich weiß nur noch nicht, in welcher Meisterschaft", sagt Rossi.

„Es könnte die WEC sein. Es könnte aber auch die Europäische Le-Mans-Serie oder die Intercontinental-GT-Challenge sein. Wir müssen noch entscheiden, mit welchem Auto und wir müssen auch noch verstehen, wie schnell ich überhaupt sein kann", so der neunmalige Motorrad-Weltmeister.

Der Misano-Test am Mittwoch diente in erster Linie dazu, dass sich Rossi, Marini und Salucci nach Monaten wieder auf den Ferrari 488 GT3 einschießen konnten. „Leider war das Wetter nicht fantastisch, aber wir konnten trotzdem ausgiebig testen und ich hatte ein gutes Gefühl", sagt Rossi. Und Marini sagt: „Es war ein guter Tag, obwohl die Strecke am Morgen noch nass war."

Luca Marini verrät Details vom Misano-Test im Ferrari

Bezogen auf die beim Test gefahrenen Rundenzeiten verrät Marini: „Ehrlich gesagt war 'Vale' richtig schnell. Bei anderen Tests war ich näher an ihm dran, aber gestern war er richtig stark. Mit Slicks bei nicht perfekten Bedingungen, als es noch ein paar feuchte Stellen auf der Strecke gab, hat er es richtig fliegen lassen. Da hat er mir eine Sekunde eingeschenkt."

Während Rossi laut Marini „wirklich am Limit unterwegs war", ließ es Marini selber „ein bisschen ruhiger angehen, denn ich wollte das Auto nicht beschädigen", wie er sagt. Und über den dritten Fahrer des mittlerweile bewährten italienischen Trios im Kessel-Ferrari sagt Marini: „Auf nasser Strecke war auch 'Uccio' richtig schnell. Als die Strecke trocken war, hatte er dann aber nicht mehr viel Zeit, um seine Rundenzeit zu verbessern."

„Letzten Endes war ich eine Sekunde langsamer als 'Vale' und 'Uccio' war eineinhalb bis zwei Sekunden langsamer als ich", berichtet Marini.

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