MotoGP World Championship

Rossi: „Ich habe Angst, wenn ich mir die Moto3-Rennen ansehe“

9. Juni 2021

Foto: (C) Motorsport Images

Altmeister Valentino Rossi macht sich Gedanken über Regelauslegungen und die Entwicklung in der Moto3. Bei Letzterem zeigt er sich besorgt.

Das Thema Sicherheit und Strafen ist an den beiden vergangenen Renn-Wochenenden in den Fokus gerückt. Der tragische Tod von Moto3-Pilot Jason Dupasquier hat den Fahrern der drei WM-Klassen vor Augen geführt, dass es trotz der Fortschritte auf dem Gebiet der Sicherheit ein Restrisiko gibt.

In Mugello und in Barcelona gab es einige kontroverse Strafen. Zuletzt herrschte große Verwirrung, als MotoGP-WM-Leader Fabio Quartararo mit geöffneter Lederkombi seine Runden drehte und damit ein großes Risiko einging. Für zusätzliche Aufregung sorgten zweifelhafte Entscheidungen beim Thema Streckenlimits.

„Meiner Meinung nach gibt es schon immer zu viel Verwirrung", kommentiert Valentino Rossi. „Es ist nie eindeutig klar, was passiert. Man kann sich nie sicher sein, was eine oder zwei Stunden nach dem Rennen noch passiert. Es gibt sehr viel Verwirrung."

„Für meinen Geschmack sind die Regeln nicht präzise genug formuliert. In vielen Situationen muss dann das Steward-Panel entscheiden. Manchmal sehen wir unterschiedliche Reaktionen für den gleichen Vorfall. Das schafft Verwirrung", kritisiert Rossi und bemängelt: „Das Ergebnis kann sich ständig ändern."

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„Moto3 zu sehr Spektakel"

Besonders viel Nachholbedarf sieht Rossi in der kleinsten Klasse. „Ich habe Angst, wenn ich mir die Moto3-Rennen ansehe", gesteht der Italiener. „Es ist jetzt zu gefährlich. Ich kann die Rennen nicht genießen, weil ich mir Sorgen mache."

„Es ist kein leicht zu lösendes Problem", ist sich Rossi bewusst. "Die Verantwortlichen sollten mit den Fahrern sprechen und es ernsthaft angehen. Sie sollten mit denjenigen sprechen, die gefährliche Manöver starten. Sie sollten sie dazu bringen, die Aufnahmen anzusehen und ihnen mit Disqualifikationen drohen, wenn sie diese Dinge erneut tun. Das wäre in meinen Augen der richtige Weg."

„Die Moto3 ist zu sehr zu einem Spektakel geworden, auch in den sozialen Netzwerken mit Phrasen wie 'Was für ein Rennen!' oder 'Unglaublich, die letzte Runde mit 25 Fahrern!'. Sie motivieren die Fahrer, noch härter zu fahren. Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist", erklärt Rossi.

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