Red Bull Salzburg ist Meister

12. Mai 2021

Foto: GEPA Pictures / Manfred Binder

Red Bull Salzburg steht zum achten Mal in Folge als österreichischer Fußball-Meister fest.

Ausgerechnet mit einem 2:0-Prestigesieg gegen Verfolger Rapid machten die Seriensieger am Mittwochabend das dritte Double in Folge perfekt und liegen in der Meistergruppe zwei Partien vor Schluss uneinholbar voran. Es ist bereits der zwölfte Meistertitel in der Red-Bull-Ära (seit 2005).

DFB-Pokal: News
+ mehr DFB-Pokal
Foto: GEPA Pictures
14. Mai
Dortmund holt DFB-Pokal

Ballzauberer Jadon Sancho und das Sturmgenie Erling Haaland haben Borussia Dortmund mit einer Machtdemonstration erster Güte zum Pokalsieg geführt.

Soccer Ball, Person, People
12. Mai
Finale: Das muss man wissen

Showdown im DFB-Pokal. Am 13. Mai entscheidet sich, ob RB Leipzig oder Borussia Dortmund den Pokal stemmen darf. Hier alles Wissenswerte zum Bewerb.

Erling Haaland; Borussia Dortmund; Fußball; 2021
12. Mai
BVB: Der Vorteil Haaland

TV-Moderator Thomas Helmer sieht seinen Ex-Klub im DFB Pokal-Finale im Vorteil. Die Zahlen sprechen ebenso für Dortmund wie Ausnahmekönner Erling Haaland.

Ein Doppelpack von Torjäger Patson Daka (33., 56.) ließ die "Bullen" erneut vor leeren Zuschauerrängen den Titel feiern. Eine weitere Serie im Klassiker wurde am Mittwoch prolongiert: Salzburg ist nun zehn Heimspiele und 20 Ligaspiele in Folge gegen Rapid ungeschlagen. Die Wiener spüren nach der zweiten Liga-Niederlage binnen wenigen Tagen den Atem der drei Punkte zurückliegenden Verfolger Sturm Graz (3:2 WSG Tirol) und LASK (4:0 WAC). Mit beiden bekommt es Rapid im Ligafinale noch zu tun.

Als zuvor letzter verbliebeber Verfolger hätte Rapid angesichts von neun Punkten Rückstand in Wals-Siezenheim schon gewinnen müssen, um die Meisterparty zu verschieben. Dass das schwierig werden würde, ließen sich anhand der Saisonduelle erahnen: 3:0, 4:2 und 6:2 (Cup) für Salzburg – nur das 1:1 in der 7. Runde war diesbezüglich ein Ausreißer.

Hinzu kam, dass Salzburg in dieser Saison zwar fünfmal verloren hat, dies jedoch nie mit der besten Elf. Und die bot Trainer Jesse Marsch mit der Cupsieger-Mannschaft diesmal auf. Dietmar Kühbauer andererseits ließ Vielspieler auf der Bank, baute seine Startelf gleich an sechs Positionen um. Im 3-4-2-1 gab Koya Kitagawa anstelle von Ercan Kara den vordersten Mann, auch der oftmals geforderte Yusuf Demir begann.

Eine Anfangsphase ohne Aufreger zeigte zwei ebenbürtige Teams. Salzburg hatte öfter den Ball, wurde aber gegen die gut organisierten Gäste kaum gefährlich. Erstmals in Bedrängnis brachte sich Rapid selbst, indem Thorsten Schick einen riskanten Rückpass spielte, den Daka gerade nicht erlief (23.). Die Grün-Weißen schafften es ansonsten erstaunlich gut, den Offensivdrang des Favoriten früh zu unterbinden und verwickelten die Salzburg-Abwehr mit schnellem Spiel in die Spitze in das eine oder andere Duell.

In der 33. Minute aber brachte eine Co-Produktion der beiden Salzburg-Stürmer das 1:0: Mergim Berisha trieb den Ball nach vorne und setzte Daka ein, der einfach abzog. Sein Schuss wurde von Leo Greiml unhaltbar für Richard Strebinger abgefälscht. Eine gute Aktion reichte Salzburg zur Halbzeitführung.

Die wackelte in der 48. Minute, doch Taxiarchis Fountas und Demir spielten den aussichtsreichen Konter ungenügend zu Ende. Zwingender waren die Salzburger: Strebinger fischte einen Versuch von Antoine Bernede aus dem Eck (50.), wäre beim Stangenschuss von Zlatko Junuzovic geschlagen gewesen (56.).

Kurz drauf jubelte Daka über ein weiteres Tor, sein 26. in der Liga in dieser Saison: Eine Kristensen-Flanke landete über Umwege beim möglichen Millionenabgang in spe, der aus kurzer Distanz einschoss. Wieder kam das finale Zuspiel von Berisha. Beide Teams wechselten danach eifrig durch, Salzburg hatte die Kontrolle.

Cican Stankovic musste noch bei einem Fernschuss von Christoph Knasmüllner und dem folgenden Hofmann-Kopfball eingreifen (82.). Für Hofmann endete die Partie nach einem Ellbogen-Check gegen Kristensen frühzeitig mit Gelb-Rot, er wird wie Mateo Barac am Sonntag in Graz gesperrt fehlen. Danach startete bei Schnürlregen die Salzburger Meisterparty inklusiver obligater Bierdusche. (APA)