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Salzburg will zurück in die Spur: “Einiges schiefgelaufen”

3. März
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ALTACH,AUSTRIA,02.MAR.20 – SOCCER – tipico Bundesliga, SCR Altach vs Red Bull Salzburg. Image shows Cican Stankovic (RBS). Photo: GEPA pictures/ Oliver Lerch

Die Vorzeichen vor dem Cup-Halbfinal-Schlager von Red Bull Salzburg gegen den LASK am Donnerstag in Wals-Siezenheim stehen alles andere als gut.

Out in der Europa League, fünf Pflichtspiele sieglos und bei der Generalprobe 2:3 in Altach: Für Red Bull Salzburg stehen die Vorzeichen vor dem Cup-Halbfinal-Schlager gegen den LASK am Donnerstag in Wals-Siezenheim alles andere als gut. Die in der Liga sechs Zähler enteilten Linzer befinden sich plötzlich in der Favoritenrolle, Salzburg hofft aber noch rechtzeitig, zurück in die Spur zu finden.

"Die Leistung im Training ist ganz gut, in den wichtigen Momenten bringen wir unser Bestes aber nicht auf den Platz. Das ist komisch", wirkte Salzburg-Trainer Jesse Marsch etwas ratlos. Auch die Spieler haben keine Erklärung parat. "Es ist, wie es ist, aber wissen selber nicht warum. Wir geben Gas im Training, aber in den Spielen können wir es nicht so rüberbringen, wie wir es gewohnt sind", meinte Stürmer Mergim Berisha.

Verunsicherung, viele unnötige Ballfehler und dadurch bedingt unnötige Gegentore sowie wenig Glanz im Spiel nach vorne kennzeichneten in der Cashpoint Arena das Salzburger Spiel. "Es war keine gute Leistung, da gibt es nichts zu beschönigen. Es war von jedem nicht gut genug", sprach Marsch Klartext. Die Rotation spielte wohl auch eine negative Rolle, fünf Änderungen gegenüber dem 2:2 gegen Frankfurt waren augenscheinlich zu viel.

Salzburg mit 14 Gegentoren in fünf Spielen

"Im Herbst hat die Rotation gut funktioniert, jetzt nicht so", musste der US-Amerikaner eingestehen. Die wurde im Hinblick auf das Cup-Duell durchgeführt. "Donnerstag ist ganz wichtig für uns, da brauchen wir eine frische Mannschaft", gab Marsch Einblick. Aufgrund des Pausenrückstandes warf er seinen Paradesturm Hwang Hee-chan/Patson Daka trotzdem in der ganzen zweiten Hälfte in die Schlacht.

Hwang war es auch, der mit einem Doppelpack (62., 84.) beinahe noch den Umschwung herbeigeführt hätte. Drei Gegentore verhinderten den aber. Ein bekanntes Manko. In den jüngsten fünf sieglosen Anläufen musste Cican Stankovic 14 Mal hinter sich greifen. In Altach ließ man Sidney Sam zuerst seelenruhig marschieren und abschließen (36.). Dessen zweiten Treffer (52.) leitete Jerome Onguene mit einem haarsträubenden Fehlpass ein. "Am Montag ist einiges schiefgelaufen. Individuelle Fehler passieren uns in letzter Zeit zu oft. Wenn man so oft so viele Gegentore bekommt, ist es schwer zu gewinnen", gab der ÖFB-Teamtormann zu Protokoll.

Die Vorzeichen für Donnerstag stehen nicht gut. "Unser Selbstvertrauen ist tief und es ist auch nicht gut, dass wir nur eine kurze Regeneration bis Donnerstag haben", sagte Marsch. Der 46-Jährige ist in diesen Tagen ordentlich gefordert. "Wir müssen so schnell wie möglich wieder in die Spur finden. Am besten gleich am Donnerstag", gab Stankovic die Marschroute vor. Da geht es auch um Revanche, da die Linzer die Salzburger Misere mit einem Liga-3:2 am 14. Februar eingeleitet hatten. "Der Effekt dieser Niederlage war größer als ich gedacht habe", gab Marsch zu.

Am Sonntag erfolgt die Punkte-Teilung

Auf sein Team wartet in der Liga am Sonntag noch das Heimspiel gegen Sturm, ehe die Punkte geteilt werden. Dieser Modus kommt diesmal den "Bullen" zu Gute, verkürzt sich doch der Rückstand auf den Grunddurchgangs-Sieger. "Wir dürfen nicht zu sehr auf den LASK schauen, sondern müssen schauen, dass bei uns die Mechanismen endlich greifen", verlautete Stankovic.

Die Altacher zogen nach Punkten mit dem Siebenten Austria gleich. Im Kampf um die Wahrung der Europacup-Chance ist in der Quali-Gruppe ein Zweikampf mit den Wienern zu erwarten. Zu verdanken haben das die Vorarlberger vor allem Sam, der seit seiner Verpflichtung Anfang Oktober in zehn Spielen je fünf Tore und Assists beisteuerte. "Ich bin gut drauf, freue mich, dass es so läuft und genieße es momentan", meinte der 32-jährige Deutsche nach einem "besonderen" Sieg, den Jan Zwischenbrugger (80.) fixierte.

Altach blieb zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen. "Wir haben gegen Salzburg unser Spiel spielen können. Das bestätigt uns darin, dass wir gut drauf sind", resümierte Coach Alex Pastoor. Zum Abschluss des Grunddurchganges tritt man am Samstag beim Zehnten Admira an. "Wenn wir nächste Woche verlieren, hat es uns punktemäßig nichts gebracht", betonte der Niederländer. (APA/red.)

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