Schumacher: „Hamilton ist der Verlierer der Saison”

14. Juni

Foto: (C) ServusTV/Leo Neumayr

Die Pläne von Alinghi Red Bull Racing beim America's Cup, die Formel 1-Analyse zum Aserbaidschan-Grand Prix und Extremsport, der Grenzen verschiebt, waren diesmal die Themen bei „Sport & Talk".

Der sechsmalige Grand Prix-Sieger sieht den Rekordweltmeister Lewis Hamilton in einer tiefen Krise. Hans-Peter Steinacher will als Taktiker von Team Alinghi Red Bull Racing nach dem America’s Cup 2024 greifen. Und Herbert Nitsch, Mich Kemeter und Maja Kuczyńska sprechen über Risikoabwägungen im Extremsport. Das waren die wichtigsten Aussagen von „Sport und Talk aus dem Hangar-7“:

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Segeln: Alinghi Red Bull Racing & der America's Cup

„Wir haben das Team nach unseren Vorstellungen zusammengestellt und die besten Talente in der Schweiz gesucht – sowohl im Segelsport, als auch in anderen Sportarten. Für mich ist es die Gelegenheit meines Lebens. Das kann man mit einem Formel-1-Cockpit vergleichen.“
Arnaud Psarofhagis über die Erfüllung des Traums vom America’s Cup.

„Das große Ziel ist es, den America’s Cup zu gewinnen. Wir versuchen, die richtige Strategie zusammenzuschnüren, Alinghi und Red Bull Racing zu verbinden. Es ist viel Technologie und Design im Spiel.“
Hans-Peter Steinacher zieht bei Alinghi Red Bull Racing die Fäden im Hintergrund.

„Man kann sich nicht vorstellen, welche Risikobereitschaft es braucht, um so ein Boot am Limit zu fahren. Ich hätte sie nicht mehr.“
Hans-Peter Steinacher will selbst nicht mehr auf ein AC-Boot.

„Wenn wir geschickt produzieren, können wir noch ein paar Wochen warten und schauen, was die Konkurrenz macht und etwas einfließen lassen. Man versucht die einzelnen Bauschritte, so weit wie möglich nach hinten zu ziehen.“
Hans-Peter Steinacher fängt schon in der Bauphase mit dem Taktieren an.

„Wir sind die Newcomer und müssen auf die anderen, die beim letzten Cup Erfahrung gesammelt haben, aufholen. Wir werden alle Tage am Wasser nutzen, denn auch die sind limitiert.“
Hans-Peter Steinacher über den Startnachteil gegenüber AC-Veteranen.

Formel 1: Die Aserbaidschan-Analyse

„Ferrari konnte im Winter viel aus dem Motor herausholen. Mercedes ist vom Topspeed her nie dabei, aber extrem standfest. Wenn man so viel über den findet, geht man an die Grenzen.“
Mathias Lauda glaubt, dass der Motor von Ferrari bereits am Limit ist.

„Durch das Bouncing gehen viele Sachen kaputt. Es ist ein Learning by Doing, weil Testfahrten gibt’s keine mehr. Es ist für alle eine schwere Saison.“
Ralf Schumacher über die Folgen der Regelrevolution.

„Charles Leclerc weiß, dass er dieses Jahr die Chance hat, um den WM zu fahren, wenn alles hält. Aber von außen muss er dem Druck standhalten.“
Ralf Schumacher über die sich häufenden Fehler bei Ferrari.

„Red Bull hat das aerodynamischere, effizientere Auto. Das könnte ihnen auf der Highspeed-Strecke in Montreal zugutekommen. Das Qualifying könnte wieder eng werden, aufgrund der DRS-Zonen ist es aber gar kein Problem. Sie werden sicher wieder die Nase vorne haben.“
Ralf Schumacher setzt in Kanada auf die WM-Spitzenreiter.

„Man sieht ab einem gewissen Punkt nichts. Lewis Hamilton sitzt vermutlich steiler im Auto, die Last auf den Lendenwirbelbereich ist noch höher, dementsprechende Rückenschmerzen hat er. Und ein paar Tage älter als George Russell ist er auch. “
Ralf Schumacher erklärt, wie sich das Hupfen der Autos auf die Fahrer auswirkt.

„Dass die Motivation nachlässt, glaube ich nicht. Er ist aber sicher ein bisschen der Verlierer der Saison. Da kommt ein junger Fahrer ins Team und dominiert den mehrfachen Weltmeister und die Ikone des Sports. Das nagt an ihm.“
Ralf Schumacher über die sportliche Krise von Lewis Hamilton.

„Man muss auch sehen, wie viele Fehler das Team gemacht hat. Jetzt müssen alle zusammenhalten und sich nicht groß in der Öffentlichkeit äußern. Den Speed hat er. Er hat die Formel 2 und die Formel 3 gewonnen, das passiert nicht aus Zufall.“
Ralf Schumacher ist überzeugt, dass sich Neffe Mick in der Formel 1 durchsetzt.

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Extremsport: Spitzensport in Grenzbereichen

„Die Bilder und Videos haben sich mit meiner Erinnerung vermischt. Insofern weiß ich nicht mehr genau, was tatsächlich war und was im Nachhinein quasi hergestellt wurde.“
Herbert Nitsch über seinen Tauchunfall vor zehn Jahren.

„Es hängt von der Motivation ab. Man braucht ein Ziel vor Augen, Grenzen in verschiedenen Sphären verschieben wollen. Der größte Reiz für mich ist es, Dinge zu machen, die noch nicht gemacht worden sind.“
Mich Kemeter über seinen Antrieb für Extremsport-Projekte.

„Was ich mache, erfordert nicht mehr Mut. Es gibt auch Menschen, die Angst vor Spinnen haben. Letztlich geht es um Übung. Wenn man etwas immer wieder macht, wird es einfacher.“
Maja Kuczyńska versucht, durch Wiederholungen das Risiko zu limitieren.

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