MotoGP World Championship

Nach Debakel in Portimao: Vinales wieder einmal ratlos

19. Apr. 2021

Foto: Motorsport Images

Riesen-Rückstand auf Teamkollege und Renn-Sieger Fabio Quartararo: Für Yamaha-Star Maverick Vinales war das Portimao-Wochenende eine einzige Enttäuschung.

Während Fabio Quartararo in Portimao seinen zweiten Saison-Sieg feierte, spielte sein Yamaha-Teamkollege Maverick Vinales beim Grand Prix von Portugal keine Rolle. Von Startplatz zwölf fiel der Spanier auf den ersten Metern zurück und beendete die erste Runde nur auf Position 20.

Langsam arbeitete sich Vinales nach vor, profitierte auch von Ausfällen und kam schließlich als Elfter ins Ziel. Sein Rückstand betrug rund 24 Sekunden. Im Schnitt verlor er auf seinen Teamkollegen Quartararo eine knappe Sekunde pro Runde.

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Vinales gibt zu: "Mache mir Sorgen"

"Ich mache mir Sorgen, weil es eine schwierige Saison wird, wenn es so läuft", seufzt Vinales. Und gibt zu: "Es ist schwierig, den Fokus und die Motivation zu halten. Wenn man sieht, dass man die ersten beiden Rennen gewinnen könnte und man auf der nächsten Strecke Mühe hat, in die Top 10 zu kommen."

"Es war sehr schwierig, ein schwieriges Rennen. Ich kann nicht erklären warum. Das Gefühl war das gesamte Wochenende ähnlich, ich hatte wenig Grip am Hinterreifen. Nur mit dem letzten Reifen im Qualifying hatte ich viel Grip, was einen großen Unterschied bedeutete."

"Wenn sie meine Runde nicht gestrichen hätten, wäre ich auf der Poleposition gewesen. Wir müssen in der ersten Startreihe sein. Das hätte zu einem komplett anderen Rennen geführt. Es hätte nicht für den Sieg gereicht, weil ich dafür nicht die Pace hatte, aber zumindest für die Top 5."

Yamahas Holeshot Device ein Nachteil

Beim Start hatte Vinales kein besonderes Problem. Er schob die verlorenen Meter auf die Holeshot-Vorrichtung. Yamaha kann nur das Heck stauchen, aber nicht die Vordergabel. Das System muss weiterentwickelt werden.

Die meisten Sorgen bereitet Vinales, dass seine Crew das gesamte Wochenende keine Lösung für den mangelnden Grip am Hinterreifen gefunden hat. Er ermahnt seine Mannschaft ruhig zu bleiben und konzentriert weiterzuarbeiten.

"Wir gewinnen am Anfang alles und dann werden wir immer langsamer. Das ist nicht positiv", erinnert er an den Trend der vergangenen Jahre. "Wir müssen weiterarbeiten und sehen, ob wir etwas finden. Natürlich können wir etwas von diesem Rennen mitnehmen."

Hoffen auf Besserung in Jerez

"Das Gefühl auf dem Motorrad war nicht normal. Wir müssen positiver Stimmung bleiben. Mit Jerez kommt jetzt eine sehr gute Strecke für uns. Wir werden hart arbeiten, damit es besser läuft." Ob der harte Hinterreifen ein Fehler war, konnte Vinales direkt nach dem Rennen nicht einschätzen.

Für die Weltmeisterschaft bedeutete dieser elfte Platz einen Rückschlag, wenn auch keinen allzu großen. Vinales ist nach drei Rennen WM-Dritter. Sein Rückstand auf Quartararo ist auf 20 Punkte angewachsen. Yamaha führt die Konstrukteurs-Wertung und die Team-WM an.

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