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„Nicht WSBK-würdig“: Redding kritisiert Autodrom Most

3. Aug.

Foto: Motorsport Images

Scott Redding redet mal wieder Klartext: Vor der WSBK-Premiere in Most prangert der Ducati-Star Defizite in Sachen Sicherheit an - und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Den Machern der Superbike-WM gelang im Frühjahr ein echter Coup: Zwar musste man Ende April schweren Herzens die Absage von Phillip Island bekanntgeben. Gleichzeitig rutschte mit dem Autodrom Most in Tschechien aber ein neuer Kurs in den Kalender. Eine Strecke, auf die Ducati-Star Scott Redding allerdings mit gemischten Gefühlen blickt.

"Es ist kein Kurs, der WSBK-würdig ist. Selbst für die BSB wäre es fraglich", geht Redding vor dem 6. Saison-Stopp in Most (LIVE bei ServusTV, im Stream & in der App) hart mit der Strecke ins Gericht. "Der Kurs ist nicht für die Geschwindigkeiten und das Niveau gemacht, das wir haben. Schon mit dem Serien-Bike hatte ich das Gefühl, zu schnell für diesen Kurs zu sein."

Redding weiter: "Mit dem WM-Bike werde ich nochmal drei oder vier Sekunden schneller sein. Und die meiste Zeit davon werde ich in den Kurven gutmachen", gibt Redding zu bedenken. Heißt im Klartext: Für die Superbike-WM könnte die eine oder andere Auslaufzone des tschechischen Kurses zu klein geraten sein. Damit könnte die Sicherheit am Renn-Wochenende zum Thema werden.

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Redding legt den Finger in die Wunde

Der Superbike-Vize-Weltmeister von 2020 konkretisiert seine Bedenken: "Es gibt zwei Stellen, die sehr gefährlich sind. Dort ist man sehr schnell und die Auslaufzonen sind sehr klein. Selbst mit Airfences wird sich daran nicht viel ändern."

Doch die Auslaufzonen sind nur einer der Kritikpunkte von Redding, der unter den Piloten eigentlich eher zu den Hartgesottenen zählt. Schließlich kennt er aus seiner Zeit in der britischen Superbike-Meisterschaft auch noch so manche kleine, enge und damit extrem anschpruchsvolle Naturstrecke. Und auch den Asphalt der Strecke in Most sieht Redding problematisch. Vor allem der Zustand der ersten, engen Schikane treibt dem Ducati-Star die Sorgenfalten auf die Stirn.

"Die erste Schikane wurde geschaffen, um die schnelle Linkskurve dort zu verlangsamen. Der Asphalt in der ersten Kurve ist aber völlig am Ende und hat keine Haftung. Wenn es regnet, wird es ein riesiges Problem geben", schlägt der Brite Alarm.

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Lob für Layout des WSBK-Neuzugangs

Angesichts dieser Faktoren versteht Redding auch nicht, warum die WSBK-Verantwortlichen mit den Betreibern in Most gleich einen Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen haben. "Ein Fünfjahres-Vertrag erscheint mir viel zu lang. Es muss viel für die Sicherheit getan werden. Manchmal werden Dinge nicht angesprochen, bis etwas Ernstes passiert."

Doch abgesehen von seiner Kritik an der Sicherheit der Strecke hat Redding auch Lob für den Neuzugang im WSBK-Kalender parat. "Das Layout ist ziemlich gelungen", findet Redding. "Ich habe den Kurs genossen, er ist flüssig konzipiert und macht Spaß."

Das Autodrom Most ist 4,2 Kilometer lang und verfügt fast ausschließlich über flüssig zu fahrende, mittelschnelle Kurven. Die IDM hat dort in diesem Jahr schon Station gemacht. Die letzte größere Renn-Serie, die auf dem Kurs im Norden Tschechiens gefahren ist, war das ADAC GT Masters im Jahr 2019.

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