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Ski alpin: Beide Abfahrts-Weltcups kampflos entschieden

17. März 2021

Foto: GEPA Pictures / Harald Steiner

Wegen Dauer-Schneefall werden beim Saisonfinale in Lenzerheide beide Abfahrten abgesagt - damit stehen Beat Feuz und Sofia Goggia als Disziplin-Sieger fest.

Aufgrund anhaltender Schneefälle sind beim Weltcup-Finale der alpinen Ski-Asse in Lenzerheide die Abfahrten der Männer und Frauen abgesagt worden. Das entschieden die Verantwortlichen in der Schweiz am Mittwochfrüh. Weil die Bewerbe nicht mehr nachgeholt werden, stehen die Gewinner in den Disziplin-Wertungen fest. Bei den Männern gewinnt der Schweizer Beat Feuz damit zum vierten Mal en suite die kleine Kristallkugel. Olympiasieger Matthias Mayer wird mit 68 Punkten Rückstand Zweiter.

Feuz egalisierte damit die Bestmarke von Franz Klammer, der bisher als einziger Skirennfahrer viermal in Serie (1975 bis 1978) Abfahrts-Weltcupsieger geworden war. Der Kärntner, der diese Wertung auch 1983 für sich entschied, ist aber mit insgesamt fünf kleinen Kristallkugeln weiter alleiniger Rekordhalter in der schnellsten Alpin-Disziplin. Mayer sprach von "einem gewonnenen Platz 2. Es war die ganze Saison über ein super Fight gegen Beat. Wir waren beide auf einem super Niveau", betonte der Kärntner. Angesichts seiner Konstanz sei er deshalb "sehr zufrieden".

Goggia umgeht Attacke von Suter

Die Trophäe bei den Frauen geht zum zweiten Man nach 2018 an Olympiasiegerin Sofia Goggia. Die Italienerin setzte sich mit 70 Punkten Vorsprung vor Weltmeisterin Corinne Suter aus der Schweiz durch. Goggia hätte in Lenzerheide nach einer Knieverletzung ihr Comeback geplant, um ihre Führung im Abfahrts-Weltcup auf der Piste erfolgreich zu verteidigen. Das war nun aber nicht mehr nötig. "Ich glaube, ich habe den Pokal verdient", lautete der Kommentar von Goggia. Vor ihrer Verletzung hatte sie vier von fünf Abfahrten in diesem Winter gewonnen.

Im Kampf um die Gesamtwertungen bedeutet die Absage einen Vorteil für die Führenden Alexis Pinturault (Frankreich) und Petra Vlhova (Slowakei). Beide Technik-Spezialisten verlieren nun gegenüber ihren Verfolgern Marco Odermatt und Lara Gut-Behrami (beide Schweiz) keine Punkte. "So ein Tag wie heute hilft sicher nicht", sagte Odermatt, dem 31 Punkte auf Pinturault fehlen, im Schweizer Fernsehen. Für Donnerstag sind die beiden Super-Gs vorgesehen.

Verlegung wegen FIS-Regeln keine Option

"Um das Programm am Mittwoch mit den vorgeschobenen Trainings durchbringen zu können, waren wir auf gute Bedingungen angewiesen. Das war leider wie befürchtet nicht der Fall. Darum wurde so früh entschieden", erklärte FIS-Rennchef Markus Waldner zur Absage. Für Donnerstag ist der Südtiroler zuversichtlich: "Die Wetterprognosen sehen gut aus, wesentlich besser als in den letzten Tagen. Der Fokus liegt nun darauf, die Piste bis dahin in einen optimalen Zustand zu bringen."

Eine Programm-Umstellung, etwa die Verlegung der Abfahrten auf Freitag auf Kosten des fast bedeutungslosen Team-Bewerbs - die Schweiz hat im Nationen-Cup mehr als 1.000 Punkte Vorsprung auf Österreich, war hingegen keine Option. Dies lässt das FIS-Reglement nicht zu.

Kriechmayr greift nach Super-G-Kristall

Im Super-G hat Weltmeister Vincent Kriechmayr beste Chancen, als erster Österreicher seit Hannes Reichelt im Jahr 2008 die kleine Kristallkugel zu holen. Der 29-Jährige startet mit satten 83 Punkten Vorsprung auf Odermatt ins letzte Speed-Rennen der Saison. Der Schweizer muss also unbedingt gewinnen. Und zugleich darauf hoffen, dass Kriechmayr bestenfalls 15. wird, um noch den Sprung auf Platz eins zu schaffen.

"Es ist definitiv keine g'mahte Wiesen", meinte Kriechmayr, der mit einer "Top-Leistung ums Podium mitfahren will. Weil auf Platzierung zu fahren, das rächt sich meistens. Ich werde es deshalb so anlegen wie die Super-Gs davor. Man muss auch immer ein bisschen taktisch fahren", versicherte der Oberösterreicher. (APA/red.)

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